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Gigafactory
Region in Kooperation wegen Tesla in Grünheide

Das Tesla-Grundstück im Gewerbegebiet von Freienbrink: In den vergangenen Tagen wurden auf der riesigen dortigen Sandfläche mit Baggern Wege angelegt.
Das Tesla-Grundstück im Gewerbegebiet von Freienbrink: In den vergangenen Tagen wurden auf der riesigen dortigen Sandfläche mit Baggern Wege angelegt. © Foto: Bernhard Schwiete
Hrvoje Miloslavic / 17.05.2020, 16:59 Uhr
Grünheide (MOZ) Vermessungsarbeiten waren Ende vergangener Woche am Bahnhof Fangschleuse in Grünheide im Gange. Was da konkret vermessen werde, wisse er gar nicht, gestand Bürgermeister Arne Christiani auf Nachfrage. Dass Grünheide in Erwartung der Tesla-Ansiedlung gerade verkehrstechnisch eine lange Wunschliste hat, ist bekannt.

Vorbereitungen auf Tesla sind auch im regionalen Maßstab sichtbar und sollen bald durch eine Vereinbarung konkretisiert werden. Eine solche wird am 28. Mai unter Anwesenheit des Landesministers für Infrastruktur und Landesplanung Guido Beermann in Fürstenwalde unterzeichnet werden. Die Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg, der Landkreis Oder-Spree sowie 14 weitere Ämter, Städte und Gemeinden von Berlin bis ins östliche Brandenburg verpflichten sich darin, ein Konzept zur strategischen Entwicklung des regionalen Umfeldes der Tesla-Ansiedlung zu erarbeiten. Den Ausgangspunkt bilden wohn- und siedlungsstrukturelle Aspekte, die in der weiteren Konsequenz Überlegungen versorgungs- und infrastruktureller Natur nach sich ziehen.

Eine entsprechende Beschlussvorlage zur Unterzeichnung der Vereinbarung fasste die Fürstenwalder Stadtverordnetenversammlung vergangene Woche einstimmig. Andere Städte und Gemeinden wollen auf diesen juristisch nicht notwendigen Akt verzichten. Weder der finanzielle Rahmen noch der Inhalt mache das nötig, sagt der Erkneraner Bürgermeister Henryk Pilz: "Das ist Sache der Verwaltung." Er sieht die Vereinbarung als Arbeitsinstrument, auf dessen Grundlage später Beschlussvorlagen für die Stadtverordnetenversammlung erarbeitet werden können. Pilz begrüßt den regionalen Ansatz, die unterschiedlichen Interessen von Kommunen zu koordinieren. "Das ist notwendig und sinnvoll", sagt er. "Wenn ich eine Straße baue, nutzt es doch auch niemandem, wenn sie am Ortsschild von Erkner endet."

Lösungen sind nötig

Ähnlich sieht das der Rathauschef in Grünheide. "Die Kooperationsvereinbarung ist eine Aufgabe für die laufende Verwaltung", betont Christiani. Groß sind die Erwartungen auch hier. Bei der Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen "sind Lösungen nötig". Die Tesla-Ansiedlung bringe nichts, wenn die Region nicht entwickelt sei und nichts zu bieten habe. In Grünheide brennen besonders infrastrukturelle Vorhaben wie die Unterführung des Bahnübergangs Fangschleuse, eine neue Anschlussstelle an die A 10 über die L 23 sowie der vierspurige Ausbau der L 38 unter den Nägeln.

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