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Mieter ziehen in ihre 40 barrierefreien Wohnungen in Erkner ein

Kerstin Ewald / 28.07.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 28.07.2020, 09:17
Erkner (MOZ) Gerade wechseln in der Erkneraner Friedrichstraße 23 die Wohnungsschlüssel den Besitzer. Die Wohnungsgesellschaft Erkner (WGE) übergibt gerade die 40 modernisierten, barrierefreien Wohnungen in dem von Grund auf sanierten Gebäude. Es gehört nun zu den repräsentativeren Häusern der WGE. Gebaut wurde seit Februar 2018.

Im Flur riecht es noch nach Farbe. Sigrid und Roland Noack (66 und 72 Jahre) nahmen am Montag die Schlüssel ihrer neuen Wohnung in der Friedrichstraße entgegen. Sie ziehen dorthin zurück, nachdem sie während der Bauzeit im Eichhörnchenweg untergebracht waren.

Fahrradabstellplatz und viele Details

Mit Antje Zettlitz von der WGE gehen sie durchs Haus und beginnen ganz unten. Kellerabteil, gemeinsamer Fahrradabstellplatz, Notausgang – die WGE-Mitarbeiterin lässt keine Kleinigkeit aus. Alles wird im Übergabeprotokoll vermerkt. Noacks wohnen im  ersten Stock. Die kleine Gruppe steigt in den Aufzug. Im Flur riecht es noch nach frischer Farbe. Antje Zettlitz weist auf den Lichthof im Hausflur hin, an dessen Wänden großformatige Straßenansichten des historischen Erkners hängen.

Das neue Atrium ist ein Schmuckstück. Ebenso eine gepflasterte Gemeinschaftsterrasse in der künftig ebenfalls gemeinschaftlich genutzten Grünfläche hinter dem Haus. Kleine Irritation bei den Noacks: "Welche Wohnung war denn noch einmal die unsere?" Noch steht kein Name an den Wohnungstüren.

Das barrierefreie Wohnen kommt gut an

"Uns gefällt’s hier gut in der Friedrichstraße, die Wohnung im Eichhörnchenweg war etwas klein für uns", erzählt Roland Noack während der Wohnungsübergabe. Die Noacks schätzen die zentrale Lage ihrer neuen – alten Adresse. Supermärkte und Erholungsmöglichkeiten, beides ist zu Fuß zu erreichen. Die Räume der neuen Wohnung sind hell, das Bad geräumig. Die Ausstattung ist modern, aber nicht luxuriös. Raufasertapete hängt an den Wänden, der Fußboden ist mit Kunststofflaminat in Holzoptik belegt. Das Bad ist großzügig geschnitten. In der ganzen Wohnung ist Fußbodenheizung verlegt. Dennoch sind die Mieten – um die fünf Euro pro Quadratmeter – halbwegs moderat. "Kippen Sie doch mal das Fenster an, wir probieren, ob alles funktioniert", bittet Antje Zettlitz. Sigrid Noack folgt der Aufforderung. 2013 zog das Ehepaar aus Köpenick nach Erkner. Sigrid Noack hat früher im Dämeritzsee-Hotel gearbeitet. Also zogen sie und ihr Mann näher zur Arbeit hin. Roland Noack war als Elektriker tätig.

"Das einzige, was ich nicht gut finde", bemerkt Sigrid Noack, "ist, dass  wir unsere Lampen nicht selbst aufhängen können, das soll eine Fachfirma machen." "Die Wohnungen hier sind mit modernster Technik ausgestattet", erklärt Antje Zettlitz dazu. "so wurden die Kabel im Hohlraum über den abgehängten Decken verlegt."

Neubauprojekte in Erkner angepeilt

Die Grundsanierung der Friedrichstraße 23 ist laut WGE-Chefin Susanne Branding in absehbarer Zeit die größte Investition des Unternehmens. "Ein Problem beim Umbau waren Höhendifferenzen und Lageabweichungen", erklärt Frank Unger aus der Technischen Abteilung der WGE. Wegen schiefer Wände und fehlender rechter Winkel mussten die Maurer oft Material wegstemmen beziehungsweise Schichten auflegen. So wurde der Bau teurer als geplant. Inwieweit der ursprünglich kalkulierte 5,5 Millionen-Kostenrahmen überstiegen wurde, konnte der Baufachmann der WGE noch nicht genau beziffern.

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