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"Senioren"-Techno: Tourismusbranche begrüßt B-Parade-Pläne

07.03.2012, 16:14 Uhr - Aktualisiert 07.03.2012, 16:22
Berlin (dapd) Die Planungen für ein neues Festival der elektronischen Musik in Berlin stoßen in der Tourismusbranche auf offene Ohren. Eine an die Loveparade angelehnte B-Parade im Juli bedeute eine "Wahnsinnswerbung nach draußen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Berliner Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Thomas Lengfelder,der dapd.

Noch existiert die B-Parade aber nur als Konzept, eine Genehmigung der Behörden steht noch aus. Eine neue Elektromusik-Parade füge sich gut ein in die Highlights, die die Hauptstadt ihren Bürgern und Gästen sonst zu bieten hat. "Das würde wieder eine Attraktion für Berlin werden", sagte Lengfelder. Sollten am 21. Juli, wie von den Veranstaltern erwartet, bis zu 450.000 Besuchern kommen, profitierten vor allem die Hotels. "Es braucht auch solche Großveranstaltungen, um das positive Berlin-Bild weit über die Grenzen hinaus zu transportieren", sagte Christian Tänzler, Sprecher des Tourismus-Marketing Visit Berlin.

Die Veranstalter, die bislang nie als Organisatoren von Großveranstaltungen aufgetreten sind, hoffen auf etwa 25 bis 30 Prozent Besucher aus dem Ausland. Im Vergleich zur Loveparade sollen ältere Elektromusik-Fans angesprochen werden, die auch kaufkräftiger sind. Zwtl.: Bis zu 200 DJs auf der Partymeile Wie bei der einstigen Loveparade sollen auf Lastwagen aufgebaute Bühnen, auch Floats genannt, durch die Menge fahren. Hunderttausende Menschen sollen auf der Straße des 17. Juni - vom Brandenburger Tor vorbei am Großen Stern bis zum S-Bahnhof Tiergarten - tanzen und feiern.

Zusätzlich zu den mobilen Bühnen soll es auch kleinere, feste Bühnen geben. Bis zu 200 Discjockeys sollen für die Musik sorgen, bisher wurden aber noch keine bekannten Namen preis gegeben. Ein spezielles Augenmerk wollen die Veranstalter auf die Sicherheit der Besucher legen, vor allem im Hinblick auf die Loveparade-Tragödie von Duisburg, bei der im Juli 2010 durch eine Massenpanik 21 Menschen starben und mehr als 500 verletzt wurden.

Die Loveparade war 1989 vom DJ Matthias Roeingh alias Dr. Motte organisiert worden und wuchs von einst 150 Teilnehmern auf rund 1,5 Millionen im Jahr 1999. Nach finanziellem Wirrwarr und einem Wechsel im Team der Organisatoren zog die Loveparade ins Ruhrgebiet um. Zum Leitungsteam des Projekts B-Parade gehören nun unter anderem Geschäftsführer Eric J. Nussbaum, der nach eigenen Angaben als Werbefachmann und TV-Produzent arbeitete und noch nie eine Veranstaltung dieser Größenordnung verantwortete. Als Gesellschafterin fungiert die Gastronomin Dajana Graf.

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