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Deutsch-polnisches Buch zu Friedrich II.

Nachbarn interessiert am Preußenkönig

Annette Herold / 13.09.2012, 07:21 Uhr
Frankfurt (MOZ) Deutsch-Polnisches über einen Preußenkönig: Eine 120-seitige Broschüre mit Beiträgen zu Friedrich II. ist am Dienstagabend im Kleist-Museum vorgestellt worden. In einer Auflage von 1000 Stück hat die Stadt den Band herausgegeben, verteilt werden soll er unter anderem an die Bibliotheken in beiden Oderstädten.

"Wir wollen den Austausch zwischen Profi- und Hobbyforschern stärken", sagt Frankfurts Tourismusbeauftragte Alexandra Kankeleit. Ziel sei es außerdem gewesen, Antworten auf "die Frage nach dem polnischen Friedrich" zu finden. Erreicht werden sollen auch die Frankfurter Studenten - geplant ist deshalb, das Büchlein beim Neustudentenempfang zu verteilen. Eine zweite, überarbeitete Auflage wird derzeit vorbereitet.

Krzysztof Wojciechowski, Philosoph und Verwaltungsdirektor des Collegium Polonicum, hat das Grußwort "Friedrich/Fryderik 300 - Gedanken zum Preußenkönig in den Oderstädten Frankfurt und Slubice" verfasst. Noch vor zehn Jahren habe er für unmöglich gehalten, dass Deutsche und Polen jetzt miteinander über die Rolle des Monarchen diskutieren würden. Einen Wendepunkt für seine Haltung gegenüber Friedrich II. sei die Nachstellung der Schlacht von Kunersdorf vor drei Jahren gewesen. Als er von der Idee erfuhr und davon, dass auf dem Schlachtfeld Kies abgebaut werden sollte, habe er nichts mehr von seiner bis dahin empfundenen Feindseligkeit dem Alten Fritz gegenüber gespürt. Die Schlachtnachstellung hatte 2009 Tausende Schaulustige nach Kunowice (Kunersdorf) gelockt.

Über die historische Niederlage der preußischen Truppen dort hat der Wissenschaftler Grzegorz Podruczny geschrieben. Frankfurts Stadtarchivar Ralf-Rüdiger Targiel beschäftigte sich für die Broschüre mit der Frage, wie häufig der Alte Fritz in Frankfurt Station machte.

Über das Verhältnis Friedrichs und Carl Philipp Emanuel Bachs berichtet Hans-Günter Ottenberg. Und Jochen Hanschel schreibt über Ton-Büsten des Königs, die in den Gronefelder Werkstätten gefertigt werden.

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