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Wieder mehr Frankfurter ohne Job

Annette Herold / 31.01.2014, 07:43 Uhr
Frankfurt (MOZ) Ende Januar sind mehr Frankfurter ohne Job als noch im Dezember. Die Arbeitslosenquote lag bei 14,6 Prozent, wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Damit waren 4622 Frankfurter erwerbslos, 290 mehr als Ende vergangenen Jahres. Die Mitarbeiter von getgoods - 88 sind je nach Betriebszugehörigkeit Ende März beziehungsweise Ende Mai gekündigt - zählen noch nicht dazu.

Arbeitsagenturchef Jochem Freyer sieht vor allem saisonale Gründe für den Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Entlassungen habe es zuletzt besonders beim Bau und bei baunahen Branchen gegeben. Das müsse vor allem mit dem Rhythmus dieser Branchen zu tun haben, sagte Freyer und erinnerte daran, dass der Winter zumindest bis Mitte Januar noch recht mild ausgefallen ist.

Dabei gibt es nach seinen Worten durchaus Stellenangebote. So würden in Frankfurter Callcentern derzeit 30 bis 40 neue Mitarbeiter gesucht. "Das ist eine Chance für alle, die sich das theoretisch vorstellen können", sagte der Arbeitsagenturchef. Nach seiner Einschätzung werde die Zahl der Frankfurter Jobs in dieser Branche in nächster Zeit noch steigen

Menschen ohne Abschluss wollen Agentur und Jobcenter in diesem Jahr verstärkt in Arbeit bringen. Für den gesamten Agenturbezirk und die Jobcenter Frankfurt und Märkisch-Oderland stehen dafür 8,8 Millionen Euro zur Verfügung, wie Jochem Freyer ankündigte. Etwa 1800 Menschen ließen sich mit diesem Geld ausbilden. Bedingung sei aber, dass die Umschüler intellektuell in der Lage zur Ausbildung seien und auch über das nötige Durchhaltevermögen verfügten.

Jobcenter-Geschäftsführer Karsten Tausch berichtete aus seinem Geschäftskreis, die Zahl der Arbeitslosen mit Arbeitslosengeld II sei im Januar um 79 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beziehen nach seinen Worten aber 140 Frankfurter Haushalte weniger Hartz-IV-Leistungen. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsbezieher sei innerhalb dieser zwölf Monate um 227 gesunken und es gebe 250 Leistungsempfänger weniger.

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Steuerzahler 10.02.2014 - 16:24:36

Danke

Ich bin beeindruckt, dass sich jemand in diesem Land noch traut, es laut auszusprechen: oh ja, man muss für Geld auch eine Leistung erbringen! Ich kenne keinen Job, in dem man nicht mal im Stress ist. Aber es scheint im Trend zu sein, dass es so manchen Herrschaften einfach zu viel ist, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Und da gibt es dann ein paar Deppen, die das mittels ihrer Steuern auch noch finanzieren...dafür mussten sie jedoch arbeiten und nicht schlafen. Es geht hier allen viel zu gut, um derartige Ansprüche zu formulieren. Da schämt man sich und es ärgert einen, dass man für diese Herrschaften mit arbeiten muss, um ihnen diese Haltung weiter zu ermöglichen. In anderen Ländern gibt es nichts, wenn man nicht arbeitet. Begreifen Sie doch endlich, dass Sie für sich selbst Verantwortung übernehmen und sich nicht länger von anderen Menschen finanzieren lassen. Es gibt kein kein Anspruch auf Faulheit

Karl M. 02.02.2014 - 21:27:56

@Friedrich E.

Bei meinem Posting ging es mir in erster Linie um das Argument Leistungsdruck. Wer heute noch nicht kapiert hat, dass der zum Job gehört, dem ist nicht zu helfen. Akademiker und Ingenieure können sich nicht auf den regionalen Arbeitsmarkt verlassen. Da gehören auch Ortswechsel dazu. Frankfurt (Oder) ist jedenfalls kein geeigneter Arbeitsort für so qualifiziertes Personal.

Friedrich E. 02.02.2014 - 20:50:11

@Karl M.

Ganz Kluger. Akademiker und Ingenieure für Dumpinglöhne in Callcenter.

Karl M. 02.02.2014 - 19:57:33

Bezeichnend

Zitat: "Den arbeiten sie mal in so ein Callcenter, super Leistungsdruck und noch besser ist das „viele Geld“ was man verdient." Es steht jedem frei auf einen Job zu warten, wo er mit wenig Leistung viel Geld verdient, Aber doch bitte nicht auf Kosten der Allgemeinheit.

na hallo 02.02.2014 - 18:42:17

Wieder mehr Frankfurter ohne Job

Ja wenn es so weitergeht wird das Jobcenter auch einer der Größten Arbeitgeber werden neben den Alten und Pflegeheimen und der Ambulanten Pflege. Ja wo sollen die Jobs auch herkommen? Wir haben ja jetzt neue Umgehungstrassen. Da brauch einer der sich „ansiedeln“ will nicht mehr durch unsere trostlose Stadt FF zu fahren. Aber durch die gute Eigenwerbung kommt sowieso keine „Arbeit“ nach FF. Willkommen in der“Kleinststadt bzw. der Stadt von Bach“. Hier werden sie geholfen! Ach so noch ein Satz zu diesen Zitat, „Dabei gibt es nach seinen Worten durchaus Stellenangebote. So würden in Frankfurter Callcentern derzeit 30 bis 40 neue Mitarbeiter gesucht. "Das ist eine Chance für alle, die sich das theoretisch vorstellen können", sagte der Arbeitsagenturchef. Nach seiner Einschätzung werde die Zahl der Frankfurter Jobs in dieser Branche in nächster Zeit noch steigen. Den arbeiten sie mal in so ein Callcenter, super Leistungsdruck und noch besser ist das „viele Geld“ was man verdient. MfG

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