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Zehnjährige Helena Kutz springt beim Ostseepokal in Rostock knapp an vier-Meter-Marke vorbei / Fünf Urkundenplätze für kleine SC-Delegation

Nach Bronze im Vorjahr nun einen Silber-Satz hingelegt

Eine Urkunde für fast jeden: die Leichtathleten in Rostock. Helena Kutz (3. von links vorn) zeigt stolz ihre silberne Medaille.
Eine Urkunde für fast jeden: die Leichtathleten in Rostock. Helena Kutz (3. von links vorn) zeigt stolz ihre silberne Medaille. © Foto: Susanne Thielemann
Kerstin Bechly / 09.06.2016, 18:50 Uhr
Rostock (MOZ) Vom renommierten 14. Ostseepokal in Rostock sind die Leichtathleten des SC Frankfurt mit einer Medaille, fünf Urkunden und zahlreichen Bestleistungen zurückgekehrt. Unter 640 Teilnehmern aus 48 Vereinen stellten sie in diesem Jahr eine eher kleine Delegation.

Weil in diesem Jahr zeitgleich die Landesmeisterschaften der U14 stattfanden, begaben sich diesmal nur 12 Kinder der U10/U12 und drei Betreuer auf die dreitägige Wettkampfreise.

Der Auftakt in den sportlichen Höhepunkt brachte für die Frankfurter Leichtathleten ernüchternde Ergebnisse im Sprint. Kaum jemand kam an seine Bestleistung ran, Finalteilnahmen der Neun- bis Elfjährigen waren weit entfernt. "Wir hatten uns für den gesamten Wettkampf zwar einige Urkundenplätze ausgerechnet, aber Platzierungen nicht als maßgebend angesehen, weil hier wirklich viele der Besten antreten. Die Kinder sollten möglichst viele Bestleistungen aufstellen. Da war der Sprint kein guter Anfang", blickt Übungsleiterin Susanne Thielemann zurück. Erklären konnte sich dies niemand, der Gegenwind allein war nicht schuld.

Umso größer war die Freude über den weiteren Wettkampfverlauf. Helena Kutz (W10), die mit einer Bestweite von 3,80 Meter im Weitsprung angereist war, gelangen im Finale der besten Acht unter 47 Teilnehmerinnen zwei Sätze auf 3,97 und 3,98 m. Erst zur Siegerehrung erfuhr Helena, dass sie - nach Bronze im Vorjahr - Silber gewonnen hatte. Die zeitweilige Enttäuschung, die 4-m-Marke noch nicht geknackt zu haben, verlor sich darüber wieder.

Eine große Überraschung bot auch der Ballwurf. "Fast alle SC-Athleten haben sich verbessert. Deshalb geht ein großes Dankeschön an die Wurftrainer Wolfgang Stoll und Wolfgang Heinrich", so Susanne Thielemann. Neue Bestweiten erreichten unter anderem Helena (drei Meter weiter), Marie Christoph (W10) und Sophie Thater (W11/jeweils ein Meter) sowie Hanna Zoe Helbig (W10), die sich um einen halben Meter auf 31,50 Meter verbesserte, damit den siebten Platz einnahm und eine Urkunde erhielt. Auch Tim Luedecke (M11/40 m) wurde Siebter. Der ein Jahr jüngere Tim Thielemann erreichte Platz 8 (36,50 m).

Für eine weitere Überraschung sorgte Mattes Hanschke (M9), der sich im Feld der teils einen Kopf größeren 800-m-Läufer nicht beeindrucken, sondern mitziehen ließ. Er verbesserte sich um zehn Sekunden auf 3:06,50 min und wurde als Achter mit einer Urkunde belohnt. Die 4x50-Meter-Staffel mit Marco Unger Marco, Tilo Luedecke, Tim Thielemann und Aidan Ballaschke wurde ebenfalls Achte.

Ein riesiger Leistungssprung gelang auch Eleonora Harth über 800 Meter. Sie verbesserte sich um 13 Sekunden auf 3:10,52 min. Groß war die Freude ebenso bei Tim Thielemann. Er wollte endlich die 3-Minuten-Marke knacken. Dies gelang ihm in Rostock mit 2:59,88 min. Damit war er fast acht Sekunden schneller als bisher. Unerwähnt bleiben sollte nicht die Leistung seiner Zwillingsschwester Tamina im Ballwurf. Gehandicapt durch eine Fußverletzung, konnte sie ihren Wettbewerb nur mit einem drei-Schritte-Anlauf bewältigen. Sie erreichte dennoch immerhin 30 Meter und wurde Zwölfte.

"Wir Betreuer haben mit den Kindern den Wettkampf gemeinsam ausgewertet. Die Quintessenz ist: Wir wollen mehr im Sprint trainieren", fasst Susanne Thielemann zusammen.

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