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Kreisvorstand der CDU Frankfurt schlägt Bau- und Kulturdezernenten als Kandidat für die Wahl 2018 vor

Wahl
Markus Derling will OB werden

© Foto: Michael Benk
Thomas Gutke / 17.06.2017, 07:30 Uhr - Aktualisiert 02.03.2018, 23:49
Frankfurt (Oder) (MOZ) Im Rennen um das Oberbürgermeisteramt gibt es einen weiteren Kandidaten: Am Donnerstag schlug der Kreisvorstand der CDU den Beigeordneten Markus Derling vor. In der vergangenen Woche hatte bereits der amtierende OB Martin Wilke erklärt, erneut kandidieren zu wollen.

Die offizielle Nominierung soll bei einer Mitgliederversammlung des CDU-Kreisverbandes im Herbst erfolgen. Völlig überraschend kommt die Kandidatur, die am Freitagmorgen per Pressemitteilung bekannt gegeben wurde, von Derling nicht. Der städtische Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Umweltschutz und Kultur war schon länger als OB-Kandidat gehandelt worden.

"Wir schicken mit Markus Derling einen erfahrenen und fachlich kompetenten Kandidaten ins Rennen für das Amt des Oberbürgermeisters unserer Stadt", erklärte der Kreisvorsitzende der CDU, Michael Möckel. Derling habe sich "in den vergangenen Jahren mit viel Leidenschaft für Frankfurt engagiert. Er kennt die Verwaltung und ist ausgezeichnet in der Stadt und der Region vernetzt, um in den nächsten Jahren gute Politik für Frankfurt zu machen."

Markus Derling kam 2002 aus Cottbus nach Frankfurt und war in der Stadtverwaltung zunächst als Kämmerer tätig. Nach der Wahl von Martin Wilke zum Oberbürgermeister im März 2010 wurde Markus Derling im Juli desselben Jahres Dezernent beziehungsweise Beigeordneter und hat seitdem unter anderem den Stadtumbau, mehrere größere Neubau- und Sanierungsprojekte sowie die Weiterentwicklung des Kulturstandortes Frankfurt federführend mit begleitet. 2013 war Derling von Wilke für das Amt des Bürgermeisters, also als dessen Stellvertreter, vorgeschlagen worden. Weil ihm die politische Mehrheit fehlte, fiel er jedoch bei den Stadtverordneten durch, woraufhin das Innenministerium die damalige Kämmerin Claudia Possardt zur Bürgermeisterin bestimmte. Seit ihrem Ausscheiden aus der Verwaltung im Jahr 2014 ist das Amt wieder unbesetzt.

Neben seiner Arbeit als Verwaltungsbeamter ist Derling in mehreren Aufsichtsräten stadteigener Gesellschaften wie der Messe- und Veranstaltungs GmbH, dem TeGeCe sowie der Wohnungswirtschaft Mitglied. Darüber hinaus engagiert er sich ehrenamtlich als Präsident des Fußballclubs 1. FC Frankfurt.

"Vom CDU-Kreisvorstand vorgeschlagen worden zu sein, freut mich sehr und ich bin dafür dankbar", erklärte der 52-Jährige in der Pressemitteilung. "Nun werbe ich zunächst um das Vertrauen der CDU-Mitglieder, um mich dann im kommenden Jahr den Wählerinnen und Wählern zu stellen. Mit der OB-Kandidatur möchte ich mich mit meinem Gestaltungswillen und meiner Erfahrung aber ebenso mit Empathie und wachem Gespür für notwendige zukunftsorientierte Entscheidungen auch weiterhin in den Dienst unserer Stadt und der Frankfurterinnen und Frankfurter stellen", so Derling.

Am vergangenen Mittwoch hatte Martin Wilke bei seiner Feier zu seinem 60. Geburtstag angekündigt, für eine weitere Amtszeit antreten zu wollen. Unklar ist bislang, ob es dafür aus den Reihen der etablierten Parteien Unterstützung gibt. 2010 war er als parteiloser Kandidaten von der SPD nominiert und der CDU und der FDP unterstützt worden, was inzwischen nicht mehr der Fall ist.

Der SPD-Unterbezirk hat bislang keinen Kandidaten für die OB-Wahl benannt, als Favorit wird jedoch Sozial- und Bildungsdezernent Jens-Marcel Ullrich gehandelt. Der Kreisverband der Linken hat sich ebenfalls noch nicht entschieden. Erster Anwärter ist der Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete René Wilke.

Die Wahl findet im Frühjahr 2018 statt. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Gewählt wird der Oberbürgermeister für eine Amtszeit von acht Jahren.

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