Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

DDR-Kunstausstellung geht zu Ende / Letzte Führung am Sonnabend um 14 Uhr

Vergessenes bewusst gemacht

Kunst in der Mittagspause: Jonas Eichhorn, Kirill Repin und Stefan Henkel (von links) vor Elementen der Mauer von Jürgen Karnopp, die einst das Schöpferdenkmal im Lennépark umgab. Die Ausstellung im Audimax ist noch bis Sonntag zu sehen.
Kunst in der Mittagspause: Jonas Eichhorn, Kirill Repin und Stefan Henkel (von links) vor Elementen der Mauer von Jürgen Karnopp, die einst das Schöpferdenkmal im Lennépark umgab. Die Ausstellung im Audimax ist noch bis Sonntag zu sehen. © Foto: MOZ/Sonja Jenning
Sonja Jenning / 12.08.2017, 06:00 Uhr - Aktualisiert 12.08.2017, 10:08
Frankfurt (Oder) (MOZ) Am Sonntag geht die Ausstellung "Was macht die Kunst, Frankfurt (Oder)?" im Audimax der Viadrina zu Ende. Sechs Wochen zeigte sie fast vergessene Kunstwerke aus der DDR-Zeit, die einst im Stadtraum oder an Gebäuden zu sehen waren.

Stefan Henkel, Jonas Eichhorn und Kirill Repin nutzen eine späte Mittagspause, um am Freitag einen Blick in die ehemalige Mensa im Audimax zu werfen. Seit Anfang Juli sind dort Kunstwerke, zu sehen, die in der DDR zum öffentlichen Raum gehörten, in jüngster Zeit aber zunehmend aus dem Stadtbild verschwinden. Zwölf Exponate sind Originale aus dem städtischen Depot. Hinzu kommen Fotografien, auf denen die gefährdetet Kunst an Bauten der Nachkriegsmoderne dokumentiert wird. "Den Umgang mit DDR-Kunst öffentlich zu thematisieren, finde ich sehr wichtig und interessant", sagt Stefan Henkel, der mit seinen Kollegen derzeit die Sommerschule "Viadrinicum" zum Thema Grenzgebiete in Europa vorbereitet, die am 28. August beginnt. Dabei werde es unter anderem auch darum gehen, was in Russland aus der Kunst der Sowjet-Zeit geworden ist. "Eine spannende Parallele", sagt Stefan Henkel und bedauert, dass die Ausstellung im Audimax bereits am Sonntag zu Ende geht.

Mehrere hundert Besucher haben sich die Objekte und Fotos in den vergangenen sechs Wochen angeschaut. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis für unsere kleine und spontane Aktion", sagt Sahra Damus, die die Ausstellung mit dem Fotografen Martin Maleschka und Paul Zalewski, Professor für Denkmalkunde an der Viadrina, initiiert hat. Auch die Begleitveranstaltungen - zwei Vorträge von Dozenten der Europa-Universität und eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Kunst und Wohnungsunternehmen - stießen auf großes Interesse. Viele Künstler, ehemalige Stadtpolitiker und Architekten gehörten zu den Gästen. Zudem sei es gelungen, einige Wissenslücken zu schließen und mithilfe von Besuchern Kunstwerke einem Künstler oder ehemaligem Standort zuzuordnen. "Wir freuen uns, dass es gelungen ist, eine Diskussion anzuregen und hoffen, dass sie bald Früchte trägt", so Sahra Damus.

Am Wochenende kann die Ausstellung von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Am Sonnabend um 14 Uhr gibt es eine letzte Führung mit dem Fotografen Martin Maleschka. Der Eintritt ist frei. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang des Auditorium-Maximum, Logenstr. 4.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG