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Bei der Bundestagswahlkundgebung geht es auch um die OB-Wahl 2018

Bundestagswahl
Gysi schlägt René Wilke vor

Wahlkampf in Frankfurt: Gregor Gysi (Mitte) mit René Wilke (l.) und Thomas Nord. Wilke schlug er als OB-Kandidaten vor und Nord empfahl er für den Bundestag.
Wahlkampf in Frankfurt: Gregor Gysi (Mitte) mit René Wilke (l.) und Thomas Nord. Wilke schlug er als OB-Kandidaten vor und Nord empfahl er für den Bundestag. © Foto: Winfried Mausolf
Heinz Kannenberg / 21.09.2017, 11:33 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zum Schluss der Wahlkampfkundgebung am Mittwochnachmittag holt Linken-Spitzenpolitiker Gregor Gysi nach seiner 60-Minuten-Rede aus seinem Jacket noch einen Zettel hervor. Zwei Namen stehen darauf: René Wilke und Thomas Nord. Gewohnt locker wendet er sich an die Zuhörer auf dem Marktplatz: "Sie wissen ja, ich habe in Frankfurt (Oder) ein Double - René Wilke." Dann wendet er sich an den etwa gleich großen René Wilke: "Ich finde, Du musst nun mal langsam so richtig in Erscheinung treten. Meine Empfehlung ist: kandidiere 2018 doch mal als Oberbürgermeister." Die meist Linken-Sympathisanten, unter ihnen viele junge Leute, klatschen. Wilke lächelt. Keine Erklärung seinerseits - auch danach nicht. Dem Vernehmen nach will er Anfang Oktober seine Kandidatur bekanntgeben.

Der 69-jährige Gysi erteilt dem 33-jährigen Wilke jedoch kurz danach, ohne seinen Namen zu nennen, noch einen unerbetenen, störenden Ratschlag, wie er ihn selbst nennt: "Ich bin dafür, dass Frankfurt weiter eine kreisfreie Stadt bleibt." Ansonsten gäbe es außer Potsdam nur noch eingemeindete Kommunen im Land Brandenburg. Und das sei auch nicht gut für die Demokratie. Der Landtagsabgeordneten und Stadtverordnete Wilke enthielt sich bisher zumeist nur der Stimme bei Abstimmungen zu dieser Frage in seiner Fraktion. Die Linken wollen gemeinsam mit der SPD in dieser Legislatur eine Kreisreform umsetzen, in deren Ergebnis Frankfurt den Status Kreisfreiheit verliert.

Gysi, der zum vierten Mal im Wahlkreis Berlin-Treptow/Köpenick für das Direktmandat kandidiert, wirbt dann vor etwa 500 Zuhörern vor allem für Thomas Nord als Direktkandidaten im Wahlkreis Oder-Spree/Frankfurt. Er charakterisiert ihn mit seinen politischen Positionen als einen "Ausgleicher" im Bundestag. "Zuspitzer haben wir genug", betont er. Nord ist auch Bundesschatzmeister der Partei Die Linke. Zuvor hatte Gysi in seiner einstündigen Rede die Welt erklärt und was sich ändern muss. Dabei ging es um Nahost, Russland, die USA, Türkei, EU, um Arm und Reich...

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