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Brandenburgliga-Handballerinnen des HSC 2000 Frankfurt unterliegen dem HSV Falkensee mit 18:24 (9:14)

Ein Spiegelbild der Saison

Nur selten so frei vor dem gegnerischen Kasten: Frankfurts Kreis- und Rückraummitte-Spielerin Nadine Lauersdorf konnte bei der Niederlage gegen Falkensee vier Tore erzielen. Nach dem Schlusspfiff fand die Leistungsträgerin klare Worte.
Nur selten so frei vor dem gegnerischen Kasten: Frankfurts Kreis- und Rückraummitte-Spielerin Nadine Lauersdorf konnte bei der Niederlage gegen Falkensee vier Tore erzielen. Nach dem Schlusspfiff fand die Leistungsträgerin klare Worte. © Foto: Foto: Michael Benk
Christopher Kranich und Hubertus Rößler / 22.01.2018, 05:41 Uhr - Aktualisiert 22.01.2018, 19:04
Frankfurt (MOZ) Die Handballerinnen des HSC 2000 Frankfurt haben den Bock nicht umstoßen können. Gegen den HSV Falkensee verlor das Team von Heiko Hillebrand am Sonnabend 18:24 (9:14). Nach der elften Niederlage im elften Spiel stehen die Oderstädterinnen weiter auf dem letzten Tabellenplatz der Brandenburgliga.

Dabei begannen die HSC-Frauen die Partie sehr konzentriert. Die in den vergangenen Wochen sehr starke Anne Liebenthal schweißte nach zwei Spielminuten ihren ersten Wurf in den linken Knick zum 1:0 ein. Diesen Treffer beantworten die Gäste wiederum eine Minute später mit ihren ersten Tor zum 1:1. Auch die erste Unterzahlsituation überstanden die Frankfurterinnen ohne Probleme und konnten nach sieben Minuten mit einem Doppelschlag sogar auf 3:1 erhöhen. Die erfahrenden Havelländerinnen ließen sich jedoch dadurch nicht verunsichern und konnten nach zehn Minuten ausgleichen.

Bis zur 15. Minuten konnte sich zunächst kein Team beim Stande von 4:5 entscheidend absetzen. Erst als sich die technischen Fehler bei den HSC-Frauen häuften, waren die Gäste sofort zur Stelle und konnten ein Fünf-Tore-Polster erspielen. Mit 9:14 aus Frankfurter Sicht ging es schließlich in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Gäste, welche die ersten beiden Treffer markierten und sich beruhigend auf 16:9 absetzen konnten. Es war nun ein wie Spiegelbild der vergangenen Spiele und eigentlich der gesamten Saison. Wieder liefen die Oderstädterinnen einem Rückstand hinterher und wieder kämpften sie sich bis auf 14:18 beziehungsweise 17:21 noch einmal heran. Mehr ließ der Gegner jedoch auch dieses Mal nicht zu. Am Ende stand ein erneut trostloses 18:24 zu Buche. Anstatt den langersehnten ersten Saisonsieg zu feiern, fand man nur Enttäuschung und Traurigkeit in den Gesichtern aller Spielerinnen und Fans.

Der ebenfalls enttäuschte HSC-Trainer Heiko Hillebrand erklärte nach dem Spiel: "Erst einmal Glückwunsch an Falkensee zum verdienten Sieg. Wir haben heute in der Abwehr besser gestanden als in den Partien zuvor. Leider ging das wieder auf Kosten unserer Angriffsleistung, bei der wir uns allein in der ersten Halbzeit 15 technische Fehler geleistet haben. Gefreut habe ich mich über die Leistung meiner Torhüterin Anita Tumaszyk, die ein starker Rückhalt war."

Hillebrand erklärte auch seinen Disput mit dem Schiedsrichter-Team: "Ich bin eigentlich keiner, der auf die Schiedsrichter schimpft. Wir alle machen Fehler. Aber heute war die Leistung wieder unterirdisch. Daher habe ich mir quasi mit Absicht eine Strafe eingehandelt, um ein Zeichen zu setzen." Auf die Niederlagenserie angesprochen erwidert der Coach: "Die Mannschaft war es anderthalb Jahre gewöhnt, nur zu gewinnen. Daher ist es jetzt für die Spielerinnen umso schwieriger. Je länger der erste Sieg auf sich warten lässt, desto größer wird die Blockade in den Köpfen. Außerdem musste wir einige neue Spielerinnen in die Mannschaft integrieren, daher muss diese erst zusammenwachsen. Aber vom Potenzial her habe ich sehr gute Spielerinnen, die fleißig trainieren. Daher werden wir auch die Köpfe nicht hängen lassen", sagte der Trainer.

Auch Nadine Lauersdorf hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Wie schon in den Spielen zuvor können wir einfach keine Zeitstrafen unbeschadet überstehen. Das wirft uns immer völlig aus der Bahn. Im Training läuft es gut, aber im Spiel fehlt uns einfach der Mut und Glauben an unsere eigenen Leistung. Wir müssen auch viel häufiger aus dem Rückraum werfen", sagte die Kreis- und Rückraumspielerin. "Handball ist aller Hobby, das eigentlich Spaß machen sollte. Vielleicht ist das ja unser Problem, das wir zu verkrampft in die Spiele gehen. Außerdem haben wir auch eine dünne Bank. Das einzig Positive an der jetzigen Situation ist, dass wir nach Niederlagen weiter zusammenhalten und nicht verstritten sind", sagte Nadine Lauersdorf, die gegen Falkensee vier Tore erzielen konnte.

Das nächste Spiel für die HSC-Frauen steht am kommenden Sonnabend um 16 Uhr an. Dann geht es in den Elbe-Elster Kreis zum Tabellensechsten TSV Germania Massen. Das Hinspiel ging denkbar knapp mit 21:22 verloren. "Wir gehen wieder positiv in das Spiel und hoffen endlich auf die ersten Punkte", zeigt sich Nadine Lauersdorf weiterhin kämpferisch.

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