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Kunstlehrerin Nadine Nau zeigt ihre Werke in der Ausstellung "Weltall - Erde - Mensch"

Ausstellung
Gemalte Philosophie in der Alten Schule

Phantasievolle Acrylgemälde: Die Arbeiten von Nadine Nau sind jetzt in der Woltersdorfer Alten Schule zu sehen.
Phantasievolle Acrylgemälde: Die Arbeiten von Nadine Nau sind jetzt in der Woltersdorfer Alten Schule zu sehen. © Foto: Marion Dammaschke
Marion Dammaschke / 29.11.2017, 07:42 Uhr
Woltersdorf (MOZ) "Weltall - Erde - Mensch", so hieß das voluminöse Buch, an das sich viele erinnern, die in der DDR aufgewachsen sind. Anlässlich der Jugendweihe wurde es den Mädchen und Jungen überreicht. Es vermittelte auf populäre Weise natur- und gesellschaftswissenschaftliches Wissen und sollte eine Art Kompass für den zukünftigen Lebensweg sein. Vor allem die darin enthaltenen Farbzeichnungen über die Urmenschen und zu frühen Formen des menschlichen Zusammenlebens waren Hingucker und beflügelten die Phantasie.

Das ging Nadine Nau auch so. Die gebürtige Rüdersdorferin studierte Geschichte und Deutsch an der Humboldt-Universität Berlin, sah sich viel in der Welt um und lernte andere Kulturen, unter anderem in Asien, kennen. Seit einigen Jahren unterrichtet die 41-Jährige am Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner. Nicht zuletzt ist es jenem Buch mitzuverdanken, dass sie sich für Geschichte interessiert und begann, über natur- und lebensphilosophische Themen nachzudenken und sogar darüber zu zeichnen.

Jetzt stellt Nadine Nau in ihrer ersten Einzelausstellung im Kulturhaus Alte Schule Woltersdorf ihre Arbeiten vor. Mit Bedacht wählte sie dafür den Titel "Weltall - Erde - Mensch". Zur festlichen Eröffnung - mit dabei ihre elfjährige Tochter Charlize, die auch gerne zeichnet - kamen viele Bekannte, darunter Kolleginnen, die von ihrer Mal-Leidenschaft wissen, sowie ihr einstiger Kunstlehrer Peter Gesien vom Heinitz-Gymnasium Rüdersdorf.

Ihre Arbeiten verblüffen, beispielsweise das in diesem Jahr entstandene phantasievolle Bild "In der Schwebe". Sie malte es in den von ihr geliebten Blautönen. Hier eröffnet sich dem Betrachter ein großer Ideen- und Gefühlskosmos. Im Mittelpunkt steht dabei die Suche nach dem Sinn der menschlichen Existenz als Teil des Naturprozesses und die Hoffnung, unsere Welt zu einem guten Ort zu machen. Nadine Naus Kunst ist gemalte Philosophie. Dass sie dabei alles andere als weltentrückt ist, zeigt ihr Vorhaben, den Erlös aus ihren Kunstverkäufen zur Hälfte an gemeinnützige Projekte im In- und Ausland zu spenden.

"Weltall - Erde - Mensch" ist bis 6. Januar im Kulturhaus "Alte Schule", Breitscheidstr. 27, mittwochs (9-13 Uhr) und donnerstags (18-20 Uhr) zu besichtigen.

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