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Polnische Privatinvestoren bauen Zwei-Felder-Halle neben Slubicer Stadion / Eröffnung im Februar geplant

Tennis auch in den Wintermonaten

Noch ohne Schläger: Die Investoren Dariusz Krzeptowski (links) und Irek Donigiewicz stehen in der neuen Tennis-Halle. Die beiden Plätze sind so gut wie fertig, in den kommenden Wochen soll noch der Mittelteil der Halle mit Sanitärbereich, Garderobe und Te
Noch ohne Schläger: Die Investoren Dariusz Krzeptowski (links) und Irek Donigiewicz stehen in der neuen Tennis-Halle. Die beiden Plätze sind so gut wie fertig, in den kommenden Wochen soll noch der Mittelteil der Halle mit Sanitärbereich, Garderobe und Te © Foto: Michael Benk
Hubertus Rößler / 11.01.2018, 19:39 Uhr - Aktualisiert 12.01.2018, 09:11
Slubice (MOZ) In Slubice soll in den kommenden Wochen die erste Tennis-Halle der Region eröffnet werden. Gebaut wird diese von fünf Privatinvestoren aus Slubice, vier von ihnen sind beim Tennisclub Frankfurt aktiv. Auch dort freut man sich über das erweiterte Angebot in den Wintermonaten.

Schnee, Kälte, Dunkelheit. Der Winter lädt in unseren Breitengraden nicht gerade zu einer Partie Tennis ein. Zumindest bisher. Denn demnächst besteht in Slubice die Möglichkeit, in einer beheizten Halle die gelbe Filzkugel über das Netz zu jagen. Gebaut wird das Gebäude, in dem zwei Tennisplätze länglich angeordnet sind, direkt neben der Eislaufhalle unweit des Stadions hinter dem großen Basar.

Gebaut wird die Halle von fünf Slubicer Privatinvestoren, die alle jeweils 20 Prozent an dem Projekt tragen. Einer von ihnen ist Radek Kwiatkowski. "Wir hatten einfach keine Lust mehr, im Winter zum Tennisspielen immer nach Bad Saarow oder Fürstenwalde zu fahren, da es hier in der Gegend keine Halle gibt. In Polen ist es nach Zielona Gora und Gorzow sogar noch weiter zu fahren", erklärt der Geschäftsmann. "Die Nachfrage ist groß - in Slubice genau wie in Frankfurt. Daher möchten wie die Plätze auch an jedermann vermieten", sagt er. Geplant ist ein Einlass-System mit einem Pin-Code. Später soll das Buchen der Plätze mithilfe einer App auch über das Handy so unkompliziert wie möglich gemacht werden.

Auch die Preise stehen schon fest: Bis 16 Uhr soll eine Stunde 60 Zloty (knapp 15 Euro) kosten, ab 16 Uhr sind 70 Zloty zu entrichten. Außerdem soll ein Abo angeboten werden, bei dem für mindestens acht Stunden im Monat jeweils 10 Zloty weniger zu zahlen sind.

Die Idee für den Bau hatten die Slubicer bereits vor mehreren Jahren. Seit dem vergangenen November wird nun auf dem Gelände des Slubicer Sport- und Erholungszentrums (SOSiR) gebaut. Die zwei Plätze haben die üblichen Maße und sind daher auch für offizielle Turniere geeignet. Neben den Plätzen ist mit sechs Metern zudem ausreichend Auslauffläche. Als Belag wählten die polnischen Geschäftsmänner und Tennis-Freaks den "Advantage Red Court". "Auf dem Belag spielt es sich super, genau wie auf Sand", schwärmen die Männer.

Im Eingangsbereich, der in der Mitte zwischen den beiden Plätzen angesiedelt ist, werden derzeit noch behindertengerechte Toiletten sowie separate Umkleiden und Duschen für Frauen und Männer gebaut. Eine Treppe soll künftig auf die Aussichtsterrasse führen, die Sicht auf beide Plätze bietet. Angedacht ist dort eventuell auch eine kleine gastronomisches Einrichtung.

Errichtet wurde das Gebäude auf einem Betonfundament, in das große Holzträger aufgebaut wurden. "Auf diesen wurde dann eine doppelte Spezialplane gespannt, in die zwischen zwei Schichten warme Luft geblasen wird", erklärt Dariusz Krzeptowski. Wie Kwiatkowski und etwa 30 weitere Landsmänner ist auch er Mitglied beim Tennisclub Frankfurt (TCF).

Dort freut man sich über den Bau der Halle. "Es ist eine gute Ergänzung für unsere Mitglieder während der Wintermonate.Noch schöner wäre es natürlich, wenn eines Tages eine Halle in unmittelbarer Nähe unseres derzeit neu errichteten Vereinsheimes gebaut werden könnte. Aber das ist derzeit unrealistisch", sagt Ulf Holzmann, seit zwei Jahren Vorsitzender des TCF.

Die Punktspiel-Saison auf den sieben Freiluft-Plätzen an der Markendorfer Straße dauert in Frankfurt stets nur von April bis September. "In den Wintermonaten weichen unsere Mitglieder individuell auf alternative Hallen im Umland aus - das ist aber jedem selbst überlassen", sagt Holzmann. In Frankfurt habe es ebenfalls schon seit längerem Bemühungen um den Bau einer Tennis-Halle gegeben, allerdings hätten sich bislang keine privaten Investoren gefunden. Bis vergangenes Jahr gab es eine provisorische Halle mit einem Platz nahe der Erdgastankstelle am Mühlenweg, doch diese war ohnehin nur begrenzt bespielbar und sei mittlerweile auch geschlossen.

Daher freuen sich nun Tennisspieler von beiden Seiten der Oder auf die neue Halle. "Die Gasheizung muss noch angeschlossen werden, der Rest ist dann schnell gemacht", sagt Irek Donigiewicz, ein weiterer der fünf Investoren. Sie hoffen, im Februar die Halle zu eröffnen und dann endlich auch im Winter Tennis spielen zu können.

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