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Komparsen für Produktion gesucht / Dreharbeiten zum Streifen "Warum" im Februar

Stadt ist wieder Filmkulisse

Spielt die Hauptrolle. Alexanda Maria Lara ist bei den Dreharbeiten in Eisenhüttenstadt mit dabei.
Spielt die Hauptrolle. Alexanda Maria Lara ist bei den Dreharbeiten in Eisenhüttenstadt mit dabei. © Foto: picture alliance / Jens Kalaene/
Stefan Lötsch / 12.01.2018, 19:57 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Eisenhüttenstadt wird erneut ein Schauplatz für eine Filmproduktion. Vom 4. bis 14. Februar werden Szenen für den Streifen mit dem Titel "Warum" gedreht. Dafür sucht die Produktionsfirma noch Komparsen.

Eisenhüttenstadt scheint als Kulisse bei Filmschaffenden beliebt zu sein. Nachdem im vergangenen Jahr im Frühjahr Szenen zu dem Kinofilm "Das schweigende Klassenzimmer" entstanden sind, ist die Planstadt erneut vom 4. bis 14. Februar Schauplatz von Dreharbeiten, diesmal für den Film "Warum" unter der Regie von Bernd Böhlich. Die Hauptrolle spielt die Schauspielerin Alexandra Maria Lara.

Dass die Wahl auf Eisenhüttenstadt als Drehort gefallen sei, sei völlig unabhängig von der Filmproduktion des vergangenen Jahres entschieden worden, sagt Produktionsleiterin Eva-Marie Martens von der Berliner Produktionsfirma Mafilm GmbH. Der Regisseur wollte eine Stadt, die in den 1950er-Jahren im Aufbruch war. "Unsere Protagonistin kehrt in ein Land zurück, das im Aufbruch ist. Ihr neuer Lebensraum ist Stalinstadt, eine rein sozialistische Planstadt", erklärt die Produzentin. "Diese Stadt steht für den Neuanfang einer Gesellschaft, aber auch für den ihres eigenen Lebens."

In Eisenhüttenstadt entstehen sowohl Außen- als auch Innenszenen. Ein Drehort wird die Pawlowallee sein, bestätigt Enrico Hartrampf, Leiter der Wohnungswirtschaft bei der städtischen Gebäudewirtschaft (Gewi). "Wir haben unsere Mieter schon informiert, denn es wird teilweise auch abends gefilmt." Um möglichst nahe an die 1950er-Jahre zu kommen, muss es Veränderungen geben. Eva-Marie Martens nennt als Beispiel ein Gerüst, das aufgebaut wird, um die Stadt im Werden zu zeigen. Manche Veränderungen werden danach allerdings erst im Studio eingearbeitet. So waren die Bäume damals noch nicht so hoch wie heute.

Weitere Drehorte sind das Friedrich-Wolf-Theater, das Rathaus aber auch das Krankenhaus. Das Krankenhaus ist Kulisse für eine Szene in einer Kinderklinik. Die Hauptfigur der Geschichte hat eine kranke Tochter, die dort behandelt wird.

Für diese Filmproduktion werden noch Komparsen gesucht. Benötigt werden auch Kinder, die unter anderem bei der Szene in der Kinderklinik mitwirken sollen, sagt Paul Mazur, der für die Zusammenstellung des Komparsenteams zuständig ist. Interessenten können sich mit einer E-mail bewerben. Wichtig ist ein Porträt- und ein Ganzkörper-Foto sowie der Name, Alter und die Telefon-Nummer. Wenn möglich, sollten auch die Körper- und die Kleidungsgrößen angegeben werden. Wichtig ist ebenfalls, dass sich die möglichen Komparsen Termine freihalten. Die Daten für die Anprobe der Kostüme beziehungsweise der Kleidung, die zu Beginn der 1950er-Jahre getragen wurde, ist in der Zeit vom 22. bis 26. Januar vorgesehen. Die konkreten Termin gibt es, sobald eine Vorauswahl unter den Bewerbern getroffen wurde, sagt Paul Mazur. Die Drehtermine selbst sind vom 4. bis 14. Februar.

Bewerbungen unter info@pawlmazur.com

Die Geschichte:

Der Film "Warum" handelt von Antonia Berger, die als junge, begeisterte Kommunistin in den 1930er-Jahren in die Sowjetunion geht. Dort wird sie unter dem Vorwand der Spionage verhaftet, kommt in ein Arbeitslager.1952 wird sie freigelassen, gelangt mit ihrer schwerkranken Tochter Lydia in die DDR. Ihr Schicksal muss sie verschweigen. Erst nach dem Tod von Stalin erzählt sie von ihren Erlebnissen. Ihr Geliebter, ein Krankenhausarzt und gläubiger Kommunist, erzählt dies einem Funktionär. Antonia wird erneut verhaftet.

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