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Die Brüder Jonas und Vincent Schöneberg entwickelten ein aufwendiges Filtersystem

Zapfstelle
Extra sauberes Wasser

René Matschkowiak / 27.03.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 27.03.2018, 20:41
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Brüder Jonas – in Frankfurt – und Vincent Schöneberg – in Detroit/USA – entwickelten ein aufwendiges Wasserfilterystem. Im ehemaligen Kornspeicher an der Rathenaustraße kann man ihr hochreines Wasser zapfen.

Hohe Wellen hat in der vorigen Woche die Nachricht der Frankfurter Wasserwerke geschlagen, dass Trinkwasser gechlort werden muss, weil es verunreinigt ist. Jonas Schöneberg, Betreiber der Wassermanufaktur in Frankfurt, sagt: „Es ist nicht so schlimm wie es sich anhört. Die Frankfurter Wasserwerke machen einen guten Job“.

Die Wasserqualität ist und bleibt jedoch ein sensibles Thema. Das weiß auch der Ingenieur und Naturwissenschaftler. Schon seit Jahren forscht Jonas Schöneberg mit einem weltweiten Netzwerk daran. Nach einem Gespräch mit ihm, schwirren dem Zuhörer chemische Formeln und Zahlen durch den Kopf. Jonas Schöneberg, so viel ist klar, macht das, was er tut, mit Leidenschaft. „Wasser ist das bestkontrollierte Lebensmittel in Deutschland“, sagt er, „aber allein aus Kostengründen ist es von Seiten der Wasserwerke nicht möglich,  es auf alle möglichen Schadstoffe zu untersuchen, man müsste jeden einzelnen Stoff gezielt suchen. Das machen wir“, sagt er.

Nachdem der Frankfurter vor fast zehn Jahren seine GesundheitsManufaktur gründete, legte er mit der Wassermanufaktur nach, die er mit seinem Bruder Vincent Schöneberg aus der Taufe hob. Obwohl sie einige Tausend Kilometer ausei-nander wohnen – Vincent lebt in der Nähe von Detroit, Jonas in Frankfurt – entwickelten sie gemeinsam ein aufwendiges Wasserfiltersystem. Seit einigen Monaten kann man am Firmensitz in der Josef-Gesing-Straße, im ehemaligen Kornspeicher an der Rathenausstraße, hochreines Wasser zapfen. „Es ist mehrfach gefiltert und danach wieder energetisch aufgeladen“, erklärt er. Rückstände von Medikamenten, Mikroplastik, Weichmachern, Mikroorganismen, Hormonen oder auch Nitrat und Sulfat werden aufwendig herausgefiltert. Übrig bleibe Wasser reinster Qualität. Die Filteranlage ist bisher deutschlandweit fast einmalig. Außer in einem Geschäft der Biocompany in der Yorckstraße in Berlin, wo ebenfalls eine Zapfanlage der Wassermanufaktur steht, gibt es die nur in Frankfurt.

Ganz ohne Grund sind die Brüder Jonas und Vincent Schöneberg nicht auf dieses Thema gekommen. „Unsere Eltern sind Ärzte und insbesondere Vater Michael Schöneberg beschäftigt sich mit der ganzheitlichen Medizin“, erklären sie. Schon als Kinder waren sie bei Vorträgen des Mediziners dabei. „Den Ausschlag für die Wassermanufaktur hat ein Auftrag von Mercedes Benz gegeben“, erzählt Jonas Schöneberg. Das Unternehmen hatte in einem Werk Wasserfilter installiert und brauchte Trinkflaschen für die Mitarbeiter, die frei von Schadstoffen, wie etwa Weichmachern, sind. Die konnten sie entwickeln und liefern und blieben am Thema dran. Medikamenten-Rückstände im Trinkwasser oder Weichmacher in Mineralwasserflaschen aus Plastik, diese Themen gingen deutschlandweit durch die Medien. „Zwar sind die Stoffe nur marginal vorhanden“, erklärt Jonas Schöneberg. Aber man wisse natürlich nicht, was so etwas langfristig anrichten könne.

An der Zapfanlage auf dem Firmenflur in der Rathenaustraße herrscht derweil Hochbetrieb. Mit einem Abo-Modell, das nicht teurer ist, als wenn man Mineralwasser kauft, kann man sich in Kanistern oder Glasflaschen, die extra geprüft sind und vorher gereinigt werden, sein extra sauberes Wasser zapfen. „Natürlich ist es auch vorteilhaft, wenn das Mineralwasser nicht auf Lastkraftwagen durch halb Europa gefahren wird“, betont Jonas Schöneberg.

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