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Nürnberger GRR Gruppe hat Gebäude erworben / Neue Regelung für Parkflächen

Verkauft
Südring-Center hat neuen Eigentümer

Die Parkscheibe ist Pflicht: Sven Attendorf hat daran gedacht, als er sein Auto am Südring-Center abstellt.
Die Parkscheibe ist Pflicht: Sven Attendorf hat daran gedacht, als er sein Auto am Südring-Center abstellt. © Foto: Gerrit Freitag
Sonja Jenning / 21.04.2018, 08:30 Uhr - Aktualisiert 24.04.2018, 10:44
Frankfurt (Oder) (MOZ) Das Südring-Center wechselt den Eigentümer. Die Ferox Immobiliengruppe aus Wuppertal hat das Einkaufszentrum mit einer Fläche von rund 10 000 Quadratmetern an die Nürnberger GRR Gruppe verkauft. Ändern soll sich in Zukunft nichts – bis auf die Regelung für die Parkflächen.

„Der Verkauf ist abgewickelt. Jetzt erfolgt noch die Eigentumsüberschreibung im Grundbuch“, bestätigt Philipp Roth, Projektleiter bei der Ferox Immobiliengruppe, auf Nachfrage der Märkischen Oderzeitung. Zum Kaufpreis werde man sich aber nicht äußern. Käufer des Einkaufszentrums mit einer Mietfläche von rund 10 000 Quadratmetern ist die Nürnberger GRR Gruppe, die auf Einzelhandelsimmobilien in Deutschland spezialisiert ist. Die Mieter werden jetzt seitens des Verkäufers und des Käufers informiert. „Für sie ändert sich nichts“, so Philipp Roth. Die Verwaltung erfolge weiterhin zentral, ein Hausmeisterservice werde Ansprechpartner vor Ort sein.

Die Ferox Immobiliengruppe erwarb das Südring-Center im Sommer 2015, nachdem ein von der Hamburgischen Immobilien Handlung GmbH (HIH) gemanagter Fonds insolvent gegangen war. Vor knapp einem Jahr feierte das Einkaufszentrum nach umfangreicher Sanierung dann einen echten Neustart mit dem Discounter Penny, dem DM-Drogeriemarkt und einem Rewe-Supermarkt im Erdgeschoss. Später eröffneten Woolworth, Tedi und die Kopernikus-Apotheke im Obergeschoss.

Doch bald stellte sich ein bitterer Beigeschmack ein. Zum 1. August vergab die Ferox die Parkplätze, die vorher komplett kostenfrei waren, an die Firma „Besser Parken“ aus Düsseldorf. „Ziel war es, die Fremdparker fernzuhalten, die die für die Kunden gedachten Parkplätze blockierten“, sagt Philipp Roth. Seitdem dürfen Autos mit Parkscheibe 90 Minuten kostenlos abgestellt werden. Vergisst der Kunde die Parkscheibe oder parkt er zu lange, droht ein Strafzettel über 19,90 Euro.

Eine Praxis, die bei Kunden und Mietern für Unzufriedenheit sorgt. Die einen ärgern sich über rigide Kontrollen und die ihrer Meinung nach unverhältnismäßig hohe Strafzahlung, die anderen fühlen sich vom Vermieter vor vollendete Tatsachen gestellt. „Dauerparker fernhalten zu wollen, ist in Ordnung. Aber mit der jetzigen Lösung bin ich nicht zufrieden“, sagt Rico Adolph, der Betreiber des Rewe-Supermarktes. Um Kunden an die Parkscheibe zu erinnern, lässt er Durchsagen im Halbstunden-Takt machen. „90 Minuten sind einfach zu wenig Zeit für einen Besuch im Center“, findet Dirk Köppen, Verkaufsleiter im DER Reisebüro. „Wir haben manchmal Termine, die dauern zwei Stunden“, sagt auch Sarah Eulenberger, Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse. Die Mieter des Südring-Centers sind sich einig: Sie wünschen sich eine Verlängerung der kostenlosen Parkzeit oder zumindest die Möglichkeit, an einem Parkautomaten bei Bedarf einen zusätzlichen Parkschein zu lösen.

Der scheidende Center-Eigentümer will dem Wunsch der Mieter nun kurzfristig nachkommen. „Wir haben mit ‚Besser Parken‘ verhandelt und uns auf eine Verlängerung der kostenlosen Parkzeit auf zweieinhalb Stunden geeinigt“, sagt Philipp Roth. Die Parkscheibe bleibe dennoch Pflicht. Die neue Regelung soll in Kraft treten, sobald die Hinweisschilder auf den Parkflächen aktualisiert sind.

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