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Schülerpraktikum
Patienten befragt und Knochenmarkpunktion erlebt

Bilder für die Onkologie: Mirjam Schöne und Lilli Rutschke malen. Lehrerin Franziska Walpert und Dr. Michael Ossadnik schauen sich die Kunstwerke an.
Bilder für die Onkologie: Mirjam Schöne und Lilli Rutschke malen. Lehrerin Franziska Walpert und Dr. Michael Ossadnik schauen sich die Kunstwerke an. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 12.06.2018, 07:30 Uhr
Frankfurt (Oder) Von solchen Möglichkeiten dürfte es gern mehr geben, finden viele der fast 100 Schüler der neunten Klassenstufe des Gauß-Gymnasiums. Sie alle waren in der vergangenen Woche für drei Tage im Klinikum auf verschiedenen Stationen oder bei einem Kunstprojekt im Krankenhaus eingebunden. Zusammen mit Lehrerin Franziska Walpert, war Michael Ossadnik der Initiator dieser Initiative.

Er ist Pflegedirektor des Krankenhauses und lobt seine Kollegen für die tolle Mitarbeit. Immerhin waren die Schüler auf 20 Stationen des Klinikums verteilt. „Die Schüler konnten je nach Interessenlage wählen auf welche Station sie wollten“, erklärt der Pflegedirektor. Ziel des ganzen war es, den Schülern einen breiteren Einblick ins Arbeitsleben zu gewähren. „Wir suchen natürlich auch Berufsnachwuchs in fast allen medizinischen Bereichen“, so Michael Ossadnik.

Levinia Guse etwa hat sich mit vier anderen Mitschülern entschieden, auf die Onkologie zu gehen. Für die Schülerin war es besonders interessant zu erfahren, wie an Krebs erkrankte Menschen mit ihrem Schicksal umgehen. Notfallsanitäterin ist ihr Berufswunsch. Die Schüler auf der Station führten unter anderem eine Befragung der Patienten durch und konnten bei einer Knochenmarkpunktion dabei sein. Natürlich alles unter den Augen von Stationsschwester Manuela Meyer. Auch ihre Tochter Johanna ist mit auf dieser Station. „Ich habe ihr dazu geraten“, sagt sie. Gleichwohl ist die Onkologie natürlich nicht für jeden geeignet, findet sie. „Es lief aber gut“, so ihr Fazit.

Im Kunstprojekt malen ein Dutzend Schüler Bilder auf Leinwand. Die jungen Künstler haben sich die Motive im Garten des Klinikums ausgesucht. Diese Bilder, in erstaunlicher Qualität, sollen dann eine bisher weiße Wand in er Onkologie verschönern, freut sich Michael Ossadnik. „Es ist toll wenn die Patienten an etwas Positives denken, wenn sie unsere Bilder sehen“, erklärt Mirjam Schön. „Für die Gaußianer war es ein tolles Erlebnis“, meint Franziska Walpert. „Selbst Schüler die sonst eher ruhig sind, blühten regelrecht auf“. Nach der Arbeit wird das Erlebte noch mal zusammen gefasst und vor den anderen Schülern präsentiert. (rmk)

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