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Ausstellung zur Backsteinarchitektur eröffnet in der Marienkirche

Ausstellung
Von Deutschland bis ins Baltikum

700 Jahre alter Zeuge der Backsteingotik: Dieser Mauerstein aus der Frankfurter Marienkirche zeigt eine der ältesten Darstellungen des märkischen Adlers.
700 Jahre alter Zeuge der Backsteingotik: Dieser Mauerstein aus der Frankfurter Marienkirche zeigt eine der ältesten Darstellungen des märkischen Adlers. © Foto: Henriette Brendler
Thomas Gutke / 13.06.2018, 20:32 Uhr - Aktualisiert 14.06.2018, 11:33
Frankfurt (MOZ) Die Wanderausstellung „Backsteinarchitektur im Ostseeraum – Neue Perspektiven der Forschung“ wird am Sonnabend um 17 Uhr in der Marienkirche eröffnet. Anlass ist der „1. Tag der Backsteingotik“, an dem zehn deutsche und polnische Städte Veranstaltungen rund um das Thema Backstein und den im Norden Europas einzigartigen Baustil anbieten.

Zeugnisse sakraler und profaner Backsteinarchitektur prägen seit Jahrhunderten die Städte im südlichen Ostseeraum. Die Backsteingotik ist bis heute ein verbindendes Element zwischen den nordischen Städten von Dänemark bis ins Baltikum, von Polen bis nach Deutschland. Die Ausstellung bietet einen Überblick zur Backsteinarchitektur des Ostseeraumes, zeigt anhand zahlreicher Beispiele den aktuellen Forschungsstand und wie in der Gegenwart mit dem kulturellen Erbe umgegangen wird. Bei der Wanderschau handelt es sich um eine Tafelausstellung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Bonn.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonnabend wird der promovierte Historiker Ernst Gierlich aus Bonn eine Einführung in die Ausstellung geben. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Frankfurter Klarinettistin Johanna Krech. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Auch wenn die Frankfurter Marienkirche im Binnenland liegt, birgt sie zahlreiche backsteinerne Schätze in ihren Mauern – zum Beispiel einen 700 Jahre alten Mauerstein mit der ältesten Ritzzeichnung des märkischen Adlers. Der Backstein kann in der Sakristei besichtigt werden.

Der „Tag der Backsteingotik“ ist vom Verein „Europäische Route der Backsteingotik“ ins Leben gerufen worden, um künftig jedes Jahr am dritten Sonnabend im Juni durch Aktionen und Veranstaltungen der Mitgliedsstädte den Backstein in den Fokus zu rücken. Neben den leuchten roten oder andersfarbigglasierten Backsteinen gehören spitz zu laufende Fenster- und Türöffnungen sowie Kreuzrippengewölbe im Inneren der Gebäude zu den typischen Merkmalen dieses Baustils.

Die Marienkirche ist vom 1. Mai bis 30. September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In dieser Zeit ist auch der Öffnungsdienst im Info-Bereich telefonisch unter 0335 22442 erreichbar.

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