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SVF veröffentlicht gemeinsame Ausschreibung mit Verkehrsbetrieben Cottbus und Brandenburg

Gemeinsam mit Cottbus und Brandenburg
Nächster Anlauf beim Straßenbahn-Kauf

Spätestens ab 2022 sollen in Frankfurt (Oder) nur noch barrierefreie Straßenbahnen über die Schienen rollen.
Spätestens ab 2022 sollen in Frankfurt (Oder) nur noch barrierefreie Straßenbahnen über die Schienen rollen. © Foto: Frank Groneberg
Thomas Gutke / 19.06.2018, 22:29 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Verkehrsbetriebe  der drei kreisfreien Städte Frankfurt, Cottbus und Brandenburg kooperieren bei der Anschaffung neuer Straßenbahnen. Mitte voriger Woche wurde die gemeinsame Ausschreibung im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht. „Mit der gemeinsamen Beschaffung werden, neben einem guten Preis, auch günstige Folgekosten, zum Beispiel für die Schulung der Mitarbeiter oder die gemeinsame Ersatzteilbevorratung bezweckt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (SVF).

Die Ausschreibung umfasst den Kauf von insgesamt 45 Fahrzeugen mit einem Anteil von 70 Prozent an barrierefreien Niederflurbahnen. 24 sollen sofort bestellt werden, weitere 21 erst nachdem die Finanzierung dafür durch das Land und die Kommunen abgesichert ist. Der Kauf der 13 benötigten Frankfurter Bahnen wird jedoch bereits komplett mit der ersten Teilbeschaffung erfolgen. Dafür hatten die Stadtverordneten mit ihrem Beschluss im April 2017 den Weg frei gemacht. Die Anschaffungskosten für die SVF belaufen sich auf mindestens 32 Millionen Euro, die größtenteils kreditfinanziert werden sollen. Das Land gibt als Förderung rund 7 Millionen Euro verteilt auf mehrere Jahre dazu.

„Der Abstimmungsbedarf war groß, aber wir haben von Anfang sehr konstruktiv zusammengearbeitet“, berichtet SVF-Geschäftsführer Christian Kuke über die Gespräche mit den Kollegen aus Cottbus und Brandenburg. Die avisierten 45 Bahnen müssen vom Prinzip her alle ähnlichen technischen Anforderungen genügen. Im Einzelnen seien jedoch Anpassungen an unterschiedliche Rahmenbedingungen in den Städten nötig, so Kuke. Die neuen Fahrzeuge sollen auch körperlich eingeschränkten Fahrgästen die Mitfahrt ermöglichen – womit die Verkehrsbetriebe EU-Recht umsetzen – sowie komfortabler und geräuschärmer sein.

Die Angebotsfrist endet Anfang Juli. Mit einem erfolgreichen Abschluss des Vergabeverfahrens rechnen die drei Verkehrsbetriebe noch in diesem Jahr. Christian Kuke zeigte sich optimistisch, dass spätestens Anfang 2021 neue Straßenbahnen auf den ein Meter breiten Gleisen der Stadt rollen werden.

Ende vorigen Jahres war ein erster Versuch der SVF, 13 barrierefreie Straßenbahnen anzuschaffen, gescheitert. Sowohl die Hersteller Skoda (Tschechien) als auch Solaris (Polen) hatten ihre ersten, seit 2015 vorliegenden Angebote mit Preisbindung zurückgezogen; auch deshalb, weil eine Entscheidung zum Ankauf neuer Bahnen im Stadtparlament lange auf sich warten ließ.

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