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Heute ist Baubeginn

Klingefließ
Befreiung aus dem Betonbett

Fließt derzeit noch schnurgerade: Die Klinge soll auf einer Strecke  von rund 450 Metern entlang des Radwegs aus ihrem Betonbett befreit werden.
Fließt derzeit noch schnurgerade: Die Klinge soll auf einer Strecke  von rund 450 Metern entlang des Radwegs aus ihrem Betonbett befreit werden. © Foto: Sonja Jenning
Sonja Jenning / 02.07.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 02.07.2018, 09:30
Frankfurt (MOZ) Heute beginnen entlang des Radweges hinter der Bergstraße die Arbeiten zur Renaturierung der Klinge. Das Fließ wird auf einer Länge von rund 450 Metern zwischen der Kieler Straße und dem Wohngebiet Weißes Rössel aus seiner Zwangsführung befreit und in einen natürlicheren Verlauf gebracht.

Die Vögel zwitschern, die Grillen zirpen, dazu ist ein leises Plätschern des Klingefließes zu vernehmen. Doch die Idylle trügt. Der Bach ist in ein enges Betonbett gezwängt. Das soll sich ändern, zumindest auf einer Strecke von rund 450 Metern zwischen der Brücke an der Grundschule Am Botanischen Garten und an der Bergstraße. In diesem Bereich soll in den kommenden Monaten der natürliche Verlauf des Gewässers wiederhergestellt werden. Die Baukosten liegen bei rund 550 000 Euro, die Finanzierung erfolgt zu 90 Prozent aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz und zu 10 Prozent aus dem Ausgleichfonds des Landes Brandenburg.

„Die ortsansässige Firma Buchwald hat die Ausschreibung gewonnen und wird ab 2. Juli mit den Arbeiten beginnen“, sagt Thomas Rohr, der zuständige Mitarbeiter für Gewässer und Stadttechnik im Tiefbauamt. Die Renaturierung der Klinge wird archäologisch begleitet, mögliche Funde müssen gesichert und bewertet werden. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise flussabwärts und werden bis in den Herbst hinein andauern.

Dabei wird die Betonfassung, die das Fließ einengt, verschwinden und ein geschwungener Gewässerlauf mit Böschungen hergestellt. „Durch die neue Trasse gewinnen wir ungefähr 30 Meter Flussverlauf“, sagt Thomas Rohr. Zudem werde das Flussbett erweitert, auf bis zu zwölf Meter an der breitesten Stelle. Die Maßnahme diene dem Hochwasserschutz, indem sie Rückhalteraum schafft und das Abflussverhalten verbessert. „Das sorgt für Entlastung im Unterlauf der Klinge“, so Thomas Rohr. Zudem werde der Bereich als naturnaher Raum aufgewertet und attraktiver gestaltet. Dazu gehören standorttypische Bäume und Sträucher, die zum Abschluss des Projektes als Ersatz für die Ende Februar gefällten Bäume nachgepflanzt werden. Voraussetzung für die Renaturierung der Klinge in diesem Bereich war zudem der Abriss der alten Sportanlage der Grundschule Am Botanischen Garten.

Während der Bauarbeiten wird der Radweg entlang der Klinge gesperrt. Die Ausweichroute führt über den Geh- und Radweg parallel zur Kieler Straße. Die Baustellenzufahrt erfolgt über die Bergstraße. In diesem Bereich wird ein Parkverbot eingerichtet. Auf der Kieler Straße wird in Fahrtrichtung stadtauswärts vor der Ampelkreuzung mit der Straße Am Klingetal die Geschwindigkeit auf 40 Stundenkilometer begrenzt, um Baufahrzeugen die Ausfahrt zu ermöglichen.

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