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Deutsche Meisterschaften der Jugend

Gewichtheben
Bronze geholt, EM-Norm verpasst

Kerstin Bechly / 12.07.2018, 05:45 Uhr - Aktualisiert 12.07.2018, 09:57
Frankfurt (Oder) (MOZ) Drei Sportler vertraten den Bundesstützpunkt Frankfurt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften  der Gewichtheber. Jeder von ihnen kehrte mit einer Medaille zurück. Nur das ganz große Ziel, die EM-Qualifizierung, gelang nicht.

Der größte Druck lastete im baden-württembergischen Oberböbingen auf Annika Pilz. Die Bundes-C-Kaderathletin (Jahrgang 2002) wollte die Norm zu den Jugend-Europameisterschaften erfüllen. In der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm entspann sich ein Dreikampf mit Julia Perlt (SV Gräfenroda) und Celina Schönsiegel (SV Germania Obrigheim). Beide legten drei gültige Versuche hin, schafften 65 bzw. 64 Kilogramm im Reißen. Annika als Leichteste unter den Dreien begann mit der höchsten Einstiegslast (62 kg), legte im zweiten Durchgang zwei Kilo drauf und stellte damit ihre Bestleistung ein. Für gültige 66 kg im dritten Versuch fehlte ihr minimal die Kraft.

„Um die Konkurrentinnen unter Druck zu setzen, hat Annika im Stoßen gleich mit 77 Kilogramm begonnen. Die hat sie erstmals geschafft, ist aber zweimal an 80 Kilogramm gescheitert. Da ist ihre Technik noch nicht ausgereift genug“, schätzt ihr Trainer Lars Betker ein. Besser machten es Perlt und Schönsiegel, die am Ende mit 146 und 145 Kilogramm im Zweikampf nicht nur Gold und Silber unter sich ausmachten, sondern auch die EM-Norm geknackt hatten. Bei Athletin und Trainer aus Frankfurt war trotz der Bronzemedaille die Enttäuschung groß. „Wir haben ein Vierteljahr intensiv auf das Ziel hingearbeitet. Ein bisschen Pech war beim Wettkampf dabei, denn dass die beiden anderen Sportlerinnen sechs und fünf gültige Versuche zeigen, damit kann man auch nicht rechnen“, so Betker. Im nächsten Jahr hätte Annika Pilz, die weiterhin für ihren bayrischen Heimatverein TV Roding startet, aber eine neue Chance.

Mit Magnus Gellert (Jahrgang 2001) kann der Frankfurter Bundesstützpunkt einen unerwarteten Deutschen Meister in seiner Chronik führen. Der Trainer lobt: „Mit fünf gültigen Versuchen und überall persönlichen Bestwerten ist Magnus über sich hinausgewachsen. Er hat am Ende sehr souverän gewonnen.“ Der für den AC Potsdam startende Heber (+94 kg) erreichte in der schwersten Gewichtsklasse des Tages 113 kg im Reißen und 132 kg im Stoßen. In der zweiten Teildisziplin war er nach ungültigem zweitem Versuch auf Risiko gegangen und hatte im letzten Versuch um weitere zwei Kilo erhöht. Trotz der Freude über den Meistertitel stellte Lars Betker fest, „dass die Sieger in den beiden niedrigeren Gewichtsklassen im Zweikampf höhere Lasten hoben als Magnus.“

Mit ihrer Zweikampfleistung von 139 Kilogramm (67/72) und nur knapp unter ihrer Bestleistung hat auch Lea-Justine Mattig vom ASK Frankfurt in der Klasse bis 69 kg einen Podestplatz erkämpft. Für Silber hätten ihr im dritten Stoßversuch die aufgelegten 74 kg gelingen müssen. Dennoch war Bronze ein schöner Lohn, nachdem die Elftklässlerin in den Wochen zuvor schulisch stark gefordert und dies nicht ohne Auswirkung auf die Intensität des Trainings geblieben war.

Für den Trainer des Trios steht als Fazit: „Alle Drei haben das Maximale aus sich herausgeholt. Es passiert eben, dass  nicht immer alles klappt.“

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