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Wohnhäuser statt Wald und Wiese

archiv-oga-rat1 ARCHIV - Bauarbeiter errichten am 16.05.2012 Eigenheime im neuen B-Plan-Gebiet "Mühlenscharm" in Schwerin. (zu dpa «IW sieht drei Risiken für deutschen Immobilienmarkt» vom 21.08.2017) Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
archiv-oga-rat1 ARCHIV - Bauarbeiter errichten am 16.05.2012 Eigenheime im neuen B-Plan-Gebiet "Mühlenscharm" in Schwerin. (zu dpa «IW sieht drei Risiken für deutschen Immobilienmarkt» vom 21.08.2017) Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit © Foto: dpa/Jens Büttner
Kerstin Bunge / 12.07.2018, 20:33 Uhr
Woltersdorf Noch ist das Gelände Wald und Wiese: Im Bereich Stolper Weg/Kiesweg /Im Krähenwinkel will die Firma Bonava ein Wohngebiet mit etwa 80 Doppel- und Einfamilienhäusern entwickeln.

Bonava hat Ende 2017 eine circa 50 000 Quadratmeter große Fläche in dem Bereich östlich des Berghofer Wegs gekauft. Davon sind etwa 10 000 Quadratmeter Wald. Am Rande dieses Waldes möchte das schwedische Unternehmen (ehemals NCC) ein Wohngebiet entwickeln, in dem Doppel- und Einfamilienhäuser, eineinhalb- bis zweieinhalbgeschossig mit Satteldach, gebaut werden könnten. Bevor der Investor diese Pläne umsetzen kann, muss er sich  mit der Gemeinde Woltersdorf und den Gemeindevertretern auseinandersetzen, da Bebauungspläne zusammengefasst beziehungsweise geändert werden müssen.

Die Gemeindevertreter  äußerten sich im Bauausschuss verhalten gegenüber dem Vorhaben. „Ich bin nicht gerade euphorisch ob dieser Pläne“, sagt Heinz Vogel vom Woltersdorfer Bürgerforum (WBF). „Es wirkt langweilig, weil es immer die gleichen Haustypen sind“, gab Jens Mehlitz, ebenfalls vom WBF, zu bedenken. Das Thema Regenentwässerung und Versiegelung sprach der sachkundige Einwohner Carsten Utke an. Wie soll das Regenwasser abgeleitet werden? „Das Bodengutachten hat ergeben, dass es in diesem Gebiet nur Sandboden gibt. Das Wasser kann daher auf den Grundstücken versickern und über Mulden entlang der Straßen ablaufen“, sagte Dirk Nitsche, von Bonava beauftragter Bau-Ingenieur.

Jutta Herrmann (Die Linke) machte auf die geringe Breite der Straßen aufmerksam. „Es ist dort viel zu eng, wo will man da noch Mulden anlegen?“ Dirk Hemmerling von „Unser Woltersdorf“ beschäftigte der Zustand der Straßen. „Dort gibt es nur Sandwege. Man muss die Befahrbarkeit regeln, schon während das Grundstück erschlossen wird“, forderte er.

Dirk Nitsche von Bonava nahm mehrere Anregungen aus dem Bauausschuss mit. „Die Gemeindevertreter möchten kein uniformes Wohngebiet, sondern verschiedene Haustypen, eine aufgelockerte Bebauung. Auch die Regenentwässerung ist ihnen wichtig. Damit müssen wir uns beschäftigen“, sagte er.

Karl-Heinz Ponsel von „Unser Woltersdorf“ schlug vor, dass sich alle Fraktionen Gedanken zu dem Konzept machen. Bauamtsleiterin Kerstin Marsand will prüfen, wie der Bebauungsplan geändert werden muss.

„Die Grundstücke für ein Einfamilienhaus wären zwischen 350 und 500 Quadratmeter groß und für ein Doppelhaus zwischen 500 und 850 Quadratmeter“, sagte Nitsche auf Nachfrage. Alle Wohnungen seien als Eigentumsobjekte geplant, Mietwohnungen nicht vorgesehen. Über eventuelle Mehrfamilienhäuser könne man reden, so Nitsche. Die Firma Bonava, deren deutscher Sitz in Fürstenwalde ist, hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zehn Jahren 43 000 Häuser sowie Wohnungen  an Privatkunden und Investoren verkauft.

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