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Coworking-Café
Arbeitsort für Kreative im Industrie-Look

Eröffnung am 6. Oktober: Nancy Mönch, Sprecherin der Sparda-Bank, im Obergeschoss des geplanten Coworking-Spaces im früheren Kinderkaufhaus in der Magistrale.
Eröffnung am 6. Oktober: Nancy Mönch, Sprecherin der Sparda-Bank, im Obergeschoss des geplanten Coworking-Spaces im früheren Kinderkaufhaus in der Magistrale. © Foto: Thomas Gutke
Thomas Gutke / 17.07.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 17.07.2018, 14:04
Frankfurt (Oder) (MOZ) „In unseren Filialen haben wir soviel Raum, den wir nicht nutzen. Warum nicht etwas davon abgeben?“, meint Nancy Mönch mit einem großen Grundriss unter dem Arm. Im Obergeschoss des früheren Kinderkaufhauses in der Magistrale erklärt die Pressesprecherin der Sparda-Bank am Sonnabend die Pläne für den Coworking-Space – einen flexiblen Arbeitsort für alle, der mitten in Frankfurt am Entstehen ist. Seit dem Frühjahr lässt das Kreditinstitut die Räume in der Karl-Marx-Straße 182 ausbauen. Im Auftrag der Sparda-Bank soll das St. Oberholz – Pionier in Sachen Coworking aus Berlin – das Blok O genannte Büro-Projekt betreiben. Für die Genossenschaftsbank ist in dem 750 Quadratmeter großen Komplex dabei nur ein einziger fest gebuchter Raum vorgesehen. Denn die Mitarbeiter des Sparda-Standortes sollen vor allem eines: Teil einer vernetzten Gemeinschaft mit Freiberuflern, Kreativen und Gründern sein.

Am Rande des Stadtfestes gaben die Projektpartner Einblicke in den Stand der Bauarbeiten. Bei Kaffee und Eis erklärten sie Interessierten das Konzept und zeigten die Arbeitswelt von morgen im Modell. Eigentlich sollte das St. Oberholz bereits zum Bunten Hering eröffnen. „Es ging auch pünktlich los. Doch dann mussten wir den Estrich komplett erneuern, der alte Fußboden war total kaputt. Das war so vorher nicht abzusehen“, berichtet Nancy Mönch. Der Start für die innovative Bürogemeinschaft wurde deshalb auf den 6. Oktober verschoben. An diesem Tag wird das denkmalgeschützte Gebäude zugleich auch 55 Jahre alt.

Ein Großteil des Umbaus sei allerdings schon geschafft, sagt die Sprecherin. Die Decken wurden freigelegt, der Boden ist fertig, die Möbel sind bestellt. Was unter anderem noch fehlt, sind Trennwände  und die IT-Verkabelung. Die Inneneinrichtung soll dabei ohne viel Schnickschnack auskommen, erklärt Nancy Mönch. Der blanke Estrich, Konstruktionsteile und Haustechnik werden das Erscheinungsbild im Inneren des Gebäudes prägen; ein moderner, auf das Wesentliche beschränkter Industrie-Look.

Im Erdgeschoss ist ein frei zugänglicher Bereich mit Café geplant. Hier werden auch zwei Geldautomaten der Sparda-Bank stehen. Nächstes, gegen ein Tagesticket erhältliches Servicelevel ist ein Arbeitsplatz mit schnellerem Internet, einer Anbindung an einen Drucker und dem Zugang zur Coworking-Community. Der Grundgedanke dahinter: Viele teilen sich branchenübergreifend eine Arbeitsumgebung. Dazu gehören auch Besprechungsräume im Obergeschoss, die flexibel oder fest gemietet werden können. Erste Anfragen von Unternehmen aus dem Bereichen Medienproduktion und Softwareentwicklung habe es bereits gegeben, hieß es am Sonnabend.

Die Sparda-Bank will im April 2019 einziehen. „Natürlich braucht es sowohl von unseren Kunden als auch von unseren Mitarbeitern einen großen Veränderungswillen“, sagt Nancy Mönch. Schließlich gibt die Bank in Frankfurt ihr klassisches Filialmodell komplett auf und verlagert Beratung und Service in eine offenere Umgebung. „Aber wer Neues nicht ausprobiert, wird auch nicht wissen, ob es funktioniert.“

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