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Patzelt lädt Tesla und  Harley Davidson ein

CDU-Bundestagsmitglied Martin Patzelt
CDU-Bundestagsmitglied Martin Patzelt © Foto: DBT/von Saldern
Heinz Kannenberg / 08.08.2018, 22:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Frankfurt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt hat die Chefmanager des legendären amerikanischen Motorradherstellers Harley Davidson und des innovativen Elektroautobauers Tesla zu einem Besuch nach Frankfurt eingeladen. Beide amerikanische Unternehmen suchen neue Produktionsstandorte in Europa.

„Die Stadt Frankfurt (Oder) hat lukrative Gewerbeflächen zu bieten“, wirbt Patzelt. Die Manager könnten sich sich vor Ort von den Vorzügen des Standortes überzeugen. „Für Stadt und Region würde die Ansiedlung eines Unternehmens wie Harley Davidson oder Tesla einen enormen Aufschwung bedeuten“, heißt es weiter. Frankfurt  verfüge über ein erstklassiges Gewerbegebiet mit bereits fertigen Betriebshallen, die für eine neue Investition zur Verfügung stehen. Darüber hinaus habe die Stadt weitere hervorragende Flächen zu bieten. Der Standort zeichne sich durch seine verkehrsgünstige Lage aus. Da ist laut Patzelt zum einen die Nähe zur Hauptstadt Berlin. Der neue Berliner Flughafen BER sei nur 60 Kilometer entfernt. Zum anderen liegt Frankfurt unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze. Dank der Autobahn A 12 sind die osteuropäischen Märkte schnell erreichbar. Patzelt verweist darauf, dass in der Region zahlreiche qualifizierte Arbeitskräfte leben. Nicht zuletzt profitieren Investoren von einer niedrigen Gewerbesteuer.

Eisenhüttenstadt Bürgermeister Frank Balzer hatte sich in der vergangenen Woche auch in einem Brief an die Konzernzentrale von Harley Davidson in Milwaukee gewandt und um eine Ansiedlung in der Stahlstadt geworben.

Hintergrund ist, dass Harley Davisdon im Juni 2018 angekündigt hat, seine Produktion in den Vereinigten Staaten von Amerika reduzieren zu wollen. Grund dafür ist der Handelsstreit zwischen US-Präsident Trump und der Europäischen Union. Um den amerikanischen Motorradbauer buhlt auch Berlin.

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Werner Matzat 13.08.2018 - 15:02:01

Bei diesen Gedankengängen steht der intelligente Leser unter Schock - ist in EH nicht anders - trifft auch auf CDU Abgeordnete zu

Gespensterbrief?, Luftschlösser?, Wahnvorstellungen?, steigt Bürgermeister Frank Balzer die Hitze zu Kopf?, - oder alles nur Getöse um Ansiedlung für Harley Davidson? - Hallo! - "Wir befinden uns im "Handelskrieg" - Sind wir etwa die Guten? Wussten Sie schon, dass wir uns seit geraumer Zeit im Krieg befinden? Im "Handelskrieg", um genauer zu sein. Den hat US-Präsident Trump nämlich nun der Welt erklärt, wie unsere Qualitätszeitungen einhellig vor Wochen vermeldeten. Fortan erheben die USA Einfuhrzölle auf Aluminium und Stahl. Ein Skandal! Und was macht die EU? Die erhebt ebenfalls Einfuhrzölle auf Aluminium und Stahl, nennt diese Zölle jedoch "Antidumping-Maßnahmen", was freilich ein und dasselbe ist. Und weil man die "politisch motivierten" Strafzölle Trumps auch nicht hinnehmen will, prüft Brüssel nun seinerseits Strafzölle gegen amerikanische Orangen, Bourbon-Whiskey und Harley Davidsons und Kartoffeln. Warum ausgerechnet diese Produkte? Weil sie in Bundesstaaten hergestellt werden, in denen Trump besonders viele Stimmen bekam. So viel zum Thema "politisch motiviert". Da haben wir ja den Unterschied. Während Trump der Welt den Handelskrieg erklärt, schützt die EU nur europäische Stahlhersteller vor unfairen Handelspraktiken. Wir sind ja schließlich die Guten! Und wie sehen solche unfairen Praktiken aus? In China kriegen Stahlhersteller beispielsweise staatlich subventionierte niedrige Energiepreise. Und in Deutschland? Sind hier Stahlhersteller (siehe Arcelor Mittal Eisenhüttenstadt) und andere "energieintensive Branchen" über die sogenannte "Härtefallregelung" etwa nicht von der EEG-Umlage befreit und kriegen damit staatlich subventionierten Strom? Man sollte lieber nicht all zu intensiv über derlei doppelte Standards nachdenken, sonst kriegt man noch Kopfschmerzen. Aber darum soll es hier an dieser Stelle nicht gehen, sondern um das Getöse der EU. Die sollte lieber einfach mal die Klappe halten. Und vielleicht könnten sich einige Kollegen der schreibenden Zunft dem ja mal anschließen? Das wäre doch erholsam. Und wer noch mehr wissen will zu Produktionsverlagerungen dem sei hier ein Einblick gewährt. Quelle: https://www.motorradonline.de/recht-verkehr-branche/eu-vergeltungszoelle-harley-davidson-und-indian-wollen-produktion-verlagern.584590.html --- Eisenhüttenstadt als Standort wird bei diesem Quelle Einblick leider nicht favorisiert. Also, was will unser Bürgermeister Frank Balzer (SPD) aus Eisenhüttenstadt, mit dieser Aufreißer - Einladungsbrief - Meldung, bezwecken? Aber es geht immer weiter. Mal wieder nur Panikmache ohne Sinn und Verstand, oder einfach nur die nächste Sau durchs Dorf getrieben? Wer gerne wieder einmal eine volle Dröhnung Wahnvorstellungen, für entwickelte industrielle Voraussetzungen bei Wirtschaftsansiedlungen in Eisenhüttenstadt, erleben möchte ist beim Stadtoberhaupt nebst Rathaus-Mannschaft, an der richtigen Adresse. Es wundert mich schon sehr, dass Herr Balzer (SPD) mit dieser menschenfeindlichen Politik in Kombination mit realitätsverleugnenden Sprüchen tatsächlich die Mehrheit von 67,9 Prozent der Wählerstimmen bekommen hat und nicht nur die 5,4,3,2, vlt. sogar nur 1 Prozent der Klientel von Bestverdienern, die er vertritt. Bevor Sie in weitere leere Inhalte abtauchen eine Bitte: Darf man als Einwohner bereits jetzt gespannt sein, ob sich Ihre aufgestellten Leitlinien, zur Bürgermeisterwahl 2017, zum positiven in allen Lebensbereichen, für seine Bürger, zielstrebig umsetzen lassen? Was zählt, ist eine Stadtpolitik von der sich die Menschen begeistert fühlen, wenn man ihnen ein überzeugendes Angebot mache. Wenn eine große Mehrheit der Bevölkerung sich für bezahlbare, sozial gerechte, Mieten, Energiepreise, Fernwärmepreise, gerechte Löhne in der Arbeitswelt, für gute Pflege, ausreichende Gesundheitsversorgung, gegen Armutsrenten, Schutz vor Kriminalität und Verbrechen, ernsthaft umgesetzte Klimapolitik, für eine Steuergerechtigkeit und auch gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr ausspricht. Das nennt sich dann, gelebte Bürgernahe Stadtpolitik. Gespensterbriefe allein, als Einladung an Harley Davidson, nach Milwaukee, zu schicken erscheinen da nur als unschöne Auswüchse der derzeitigen Hitzewelle. "Quod licet Iovi, non licet bovi", Herr Balzer. Was wohl unser Bürgermeister Frank Balzer (SPD) zu sich genommen hat, um auf solch einen Gedanken zu kommen und den auch noch zitieren zu lassen? Und so einer gilt immer noch als “Briefe schreibender Bürgermeister - Vordenker”? Wäre es nicht so grotesk und traurig … man könnte herzhaft lachen, wenn die Situation nicht so einen ernsten Hintergrund hätte. (trifft für Ffo. auch zu) noch Fragen?

Roland Totzauer 13.08.2018 - 10:55:41

Tesla und Harley-Davidson überflüssig!

Weder die Stadt Frankfurt (Oder) noch Eisenhüttenstadt verfügen über geeignete - also ausgebildete - Arbeitskräfte im Auto- und Motorradbau. Geeignete Gewerbeflächen und geeignete Arbeitskräfte für diese Brachen finden die beiden US-Firmen aber sicher in Zwickau, in Eisenach, in ehemaligen Opel-Standorten und anderen Orten, die eine solche KFZ-Tradition haben. Frankfurt kann Solar, aber ganz sicher nicht KFZ. Hier sollten Patzelt & Co. ganz nüchtern bleiben. Mit seiner "Werbeaktion" hat sich Herr Patzelt höchst lächerlich gemacht. Seine Werbeaktion zielt in erster Linie auf seine eigene Person. Ich habe nichts gegen Aktionen zur Wirtschaftsansiedlung in FF, aber sie sollten fundiert und seriös sein. Eine sympathische Selbsteinschätzung der eigenen Möglichkeiten passt besser zu uns als der pressewirksame Größenwahn eines wirtschaftsfernen CDU-Abgeordneten.

Gudrun Heinrich 11.08.2018 - 22:36:23

Patzelt lädt Tesla und Harley Davidson ein, MOZ 09.08.2018

Nanu, hat Frankfurt einen neuen Dezernenten für Wirtschaft? Oder in welcher Funktion lädt der Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt die Firmen nach Frankfurt ein? Vielleicht ist er ja Urlaubs - Stellvertreter des OB René Wilke? Was hat Herrn Kannenberg veranlasst so einen Kommentar zu fertigen? Es wäre schön, wenn auch der Stadtbote mal wieder Leserzuschriften veröffentlichen würde, auch die von Herrn Wilko Möller zum Thema.

Wilko Möller 09.08.2018 - 17:09:33

Patzelt lädt Tesla und Harley-Davidson ein

Wunderbar: Nicht genug, dass die ehemalige Hoffnungsträgerin und mit Renè Wilke gut befreundete Linke Brandenburger Parteichefin Diana Golze (gleichzeitig Ministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales) kurz vor dem Abschuss steht (neben der AfD fordert jetzt auch die CDU und wohl Teile der SPD auch Golzes Rücktritt), sondern der Oberbürgermeister Renè Wilke kriegt es richtig besorgt! Die MOZ mit ihrem Lokalredakteur Heinz Kannenberg greift erneut das Thema Ansiedlung von HARLEY-DAVIDSON auf. Kannenberg fragt zurecht in seinem Kommentar nach, warum der OB das Feld der Ansiedlung der CDU überlässt (Martin Patzelt, MdB übernimmt die Aufgabe des OB und macht Wirtschaftspolitik mit HARLEY-DAVIDSON und Tesla)? Der OB feiert sich selbst über seine ersten 100 Tage - beschäftigt sich nur mit seiner neuen Rathausspitze und die anderen Städte der Region sorgen dagegen für positive Schlagzeilen (Eisenhüttenstadt bewirbt sich um HARLEY-DAVIDSON). Herr Kannenberg kommt zum richtigen Schluss und bemängelt die Rathausspitze in Bezug auf die schlechteste städtische Wirtschaftspolitik der letzten 20 Jahre. Das mangelnde Interesse des OB`s mag wohl daran liegen, dass HARLEY-DAVIDSON keine Fahrräder baut. Aber was will man von einem OB erwarten, der selbst nur Fahrrad fährt oder sich im dicken Audi A6 umweltfreundlich zum nächsten Flüchtlingstreff resp. Kriminalitätsschwerpunkt chauffieren lässt. Die LINKEN konnten sich noch nie gut mit Industriearbeitsplätzen anfreunden und HARLEY-DAVIDSON baut gute Motorräder. Dort wird man keine Flüchtlinge, die in der Regel keine technische Berufsausbildung, einstellen.

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