Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Interkulturelle Woche
Dass aus Fremden Freunde werden

Sonja Jenning / 24.08.2018, 06:15 Uhr - Aktualisiert 24.08.2018, 08:19
Frankfurt (Oder) Zum wiederholten Mal beteiligt sich Frankfurt an der bundesweiten Interkulturellen Woche. Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ finden vom 14. bis zum 29. September 29 Veranstaltungen statt, die dazu beitragen sollen, dass aus Fremden Nachbarn oder sogar Freunde werden.

Milena Manns hat ein Bild mitgebracht, das für sie die Vision einer multikulturellen Gesellschaft symbolisiert. Es zeigt Linien, Kringel und Wirbel in unterschiedlichen Farben. „Jede Farbe hat ihre Berechtigung. Erst aus dem Zusammenspiel entsteht ein Kunstwerk“, bringt es die Kultur- und Bildungsdezernentin bei der Vorstellung des Programms für die diesjährige Interkulturelle Woche auf den Punkt. Die bundesweite Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt verbindet“. An ihr beteiligen sich mehr als 500 Städte. Eine Frankfurter Besonderheit ist, dass es so viele Veranstaltungen gibt, dass eine Woche für sie nicht ausreicht. „Das zeigt, wir nehmen das Thema ernst und wollen versuchen, Menschen zusammenzubringen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären“, sagt Milena Manns. Vom 14. bis 29. September wird es insgesamt 29 Angebote geben. Fast alle sind kostenfrei. Koordiniert werden sie vom Migrationsnetzwerk Think.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe macht der Verein Puerto Alegre, der am 14. September, von 16 bis 19 Uhr, zu einem Begegnungsfest mit Musik, Tanz und internationalen Köstlichkeiten in die Marienkirche einlädt. „Damit eröffnen wir nicht nur die Interkulturelle Woche, sondern auch die Faire Woche, die zeitgleich stattfindet“, sagt Reinhard Schülzke. Er macht auch auf die Ausstellung „Sehen und Säen“ mit Fotos und Texte von Albert Schweitzer aufmerksam, die noch bis 21. September in der Marienkirche gezeigt wird.

Auch private Nachbarschaften laden zu interkulturellen Aktionen ein. Auf der Grünfläche vor dem Pablo-Neruda-Block 2 findet am 21. September von 14 bis 18 Uhr ein Mitbring-Picknick aus aller Welt mit einem Markt zum Tauschen und Verschenken statt. Anmeldungen für den Tauschmark werden bis 14. September im Nachbarschaftstreff „Gute Stube“ entgegengenommen, sagt Anne Lubetzki von der Wohnungswirtschaft. Die Wowi konnte erstmals auch zwei Gastronomen gewinnen, sich mit Gutschein-Aktionen an der Interkulturellen Woche zu beteiligen: Im „Sombredo“ bekommt man bei Vorlage zwei Essen zum Preis von einem, im Asia-Restaurant an der Magistrale ein Hauptgericht à la carte. Die Gutscheine gibt es in der Tourist-Information im Bolfrashaus und im Vermietungscenter am Brunnenplatz.

Mit verschiedenen Aktionen beteiligen sich der Verein Słubfurt und weitere Initiativen, die auf dem Brückenplatz (Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11a) ihr Domizil haben: Pflanzenfreunde kommen am 24. September von 17 bis 18 Uhr  bei interkulturellen Gartenführungen auf ihre Kosten. Am 26. September von 14 bis 18 Uhr laden Frauen aus Kenia zu einer landestypischen Feier mit Tee, Essen und Musik ein. Teezeremonien aus verschiedenen Ländern werden am 24., 25., 26. und 28. September ab 17 Uhr vorgestellt. Am 28. September um 12.30 Uhr lädt der Verein „Muslime an der Oder“ zum Freitagsgebet.

Unter dem Titel „Stadtgesellschaft gestalten“ steht eine Dialogveranstaltung am 28. September  von 13 bis 17 Uhr im Audimax (Logenstraße 4) mit dem Journalisten, Autor und Migrationsforscher Mark Terkessidis. Dabei geht es um die Frage, wie die Einwohner ihre Stadt künftig gestalten können.

Krönender Abschluss ist das „Fest der Vielfalt Brandenburg“ am 29. September auf dem Brückenplatz unter der Schirmherrschaft der Grünen-Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock und des Frankfurter Oberbürgermeisters René Wilke (Linke). Von 14 bis 21 Uhr stellen sich interkulturelle Projekte, Organisationen und Einrichtungen vor. Dazu gibt es Tanz, Theater, Musik, kreative Angebote und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. „Es geht darum zu zeigen, welches Potential diese Gruppen haben und was sie der Gesellschaft geben können“, sagt Thomas Klähn vom Migrationsnetzwerk Think.

Das komplette Programm findet man auf der Internetseite frankfurt-oder.de.Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG