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Wolfsriss in Lieberose vermutet

Opfer eines Raubtiers: Gerissenes Stück Damwild im Wildgatter der Familie Halbasch in Lieberose.
Opfer eines Raubtiers: Gerissenes Stück Damwild im Wildgatter der Familie Halbasch in Lieberose. © Foto: Jörg Kühl
Jörg Kühl / 16.11.2018, 08:00 Uhr - Aktualisiert 16.11.2018, 08:44
Lieberose (MOZ) In der Nacht zu Donnerstag sind mutmaßlich ein oder mehrere Wölfe in ein Wildtiergehege in Lieberose eingedrungen und haben fünf Stück Damwild gerissen. Der Halter der Tiere, Rainer Halbasch, fand zwei der Kadaver morgens auf seinem Grundstück, drei weitere wurden offenbar durch ein Loch, das die Raubtiere unter dem Zaun hindurch gegraben hatten, auf ein Nachbargrundstück gezerrt. Der Zaun ist etwa zwei Meter hoch, verfügt aber weder über einen Untergrabungsschutz, noch über eine elektrische Sicherung. „Mir geht es nicht um eine Ausgleichszahlung oder ähnliches, sondern ich möchte davor warnen, dass der Wolf keine Scheu hat, selbst in bewohnte Gebiete vorzudringen“, so Halbasch. Ähnlich sieht es sein Nachbar Thomas Wisnewski, der in Lieberose Schafe hält. Dieses Mal ist seine Herde verschont geblieben, doch er befürchtet, dass die Raubtiere, nunmehr gut angefüttert, zurückkommen und sich auch seine Tiere vorknöpfen. In der Nachbarschaft gebe es auch kleine Kinder, die in Gärten spielen. Nicht auszudenken sei es, wenn ihnen  durch Wölfe etwa zustieße. Laut Manfred Sprenger, der sich den Schaden auf seinem Nachbargrundstück am Sonnabend ebenfalls ansah, berichtet von seiner langjährigen Praxis als Jäger. Demnach würde der Wolf die Scheu gegenüber den Menschen mehr und mehr ablegen: „Erst vor kurzen ist eine Wölfin mit ihren Welpen unter meinem Jägerstand, in dem ich saß, unbeeindruckt durchgelaufen.“ Donnerstagnachmittag untersuchte ein Rissgutachter die Kadaver und nahm Gewebeproben.(jök)

In der Nacht zu Donnerstag sind mutmaßlich ein oder mehrere Wölfe in ein Wildtiergehege in Lieberose eingedrungen und haben fünf Stück Damwild gerissen. Der Halter der Tiere, Rainer Halbasch, fand zwei der Kadaver morgens auf seinem Grundstück, drei weitere wurden offenbar durch ein Loch, das die Raubtiere unter dem Zaun hindurch gegraben hatten, auf ein Nachbargrundstück gezerrt. Der Zaun ist etwa zwei Meter hoch, verfügt aber weder über einen Untergrabungsschutz, noch über eine elektrische Sicherung. „Mir geht es nicht um eine Ausgleichszahlung oder ähnliches, sondern ich möchte davor warnen, dass der Wolf keine Scheu hat, selbst in bewohnte Gebiete vorzudringen“, so Halbasch. Ähnlich sieht es sein Nachbar Thomas Wisnewski, der in Lieberose Schafe hält. Dieses Mal ist seine Herde verschont geblieben, doch er befürchtet, dass die Raubtiere, nunmehr gut angefüttert, zurückkommen und sich auch seine Tiere vorknöpfen. In der Nachbarschaft gebe es auch kleine Kinder, die in Gärten spielen. Nicht auszudenken sei es, wenn ihnen  durch Wölfe etwa zustieße. Laut Manfred Sprenger, der sich den Schaden auf seinem Nachbargrundstück am Sonnabend ebenfalls ansah, berichtet von seiner langjährigen Praxis als Jäger. Demnach würde der Wolf die Scheu gegenüber den Menschen mehr und mehr ablegen: „Erst vor kurzen ist eine Wölfin mit ihren Welpen unter meinem Jägerstand, in dem ich saß, unbeeindruckt durchgelaufen.“ Donnerstagnachmittag untersuchte ein Rissgutachter die Kadaver und nahm Gewebeproben.(jök)

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