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Ampel-Umbau
Verkehrschaos bleibt aus

Jan-Henrik Hnida / 06.12.2018, 06:00 Uhr - Aktualisiert 06.12.2018, 09:07
Frankfurt (MOZ) Wegen Modernisierungsarbeiten wurden die Ampelanlagen der Hauptkreuzung am Platz der Republik  für zwei Tage ausgeschaltet. Zumindest am Mittwoch blieb ein Verkehrschaos aus. Dafür krachten bereits am Mittag zwei Autos zusammen. Abzuwarten bleibt der Berufsverkehr Donnerstagfrüh.

Seit Mittwochmorgen acht Uhr gibt es weder rotes, gelbes noch grünes Licht – die Ampelanlagen am Platz der Republik sind aus. Der Grund sind Modernisierungsarbeiten der Firma Siemens. Ausgetauscht werden Lampen, Anforderungstaster und Blindensignalisierung. „Vorher hatten die Lampen 230 Volt. Wenn wir fertig sind werden es nur noch 40 Volt sein“, erklärt Bauleiter Thomas Thederan. Die neuen LED-Lämpchen sollen Strom sparen und besitzen eine höhere Lebensdauer.

Der Bauleiter steht vor dem kleinen Zelt, das er und sein Team um das Schaltgerät vor den Lenné-Passagen aufgebaut haben. „Von hier aus werden die Lichtsignalanlagen gesteuert“, erklärt er. Währenddessen bauen seine Kollegen nacheinander alte Ampelleuchten ab. Oder setzen die neuen LEDs ein, wie es José Romero Partal mit seinem orangenen Hubwagen tut. In drei Metern Höhe schraubt seine Kollegin das rote Signallicht heraus.

„Die neuen Lampen werden wir aber erst morgen einzeln austesten“, sagt Thederan. Um die Autofahrer nicht auf der Hauptverkehrsader – Heilbronner-/ Logen-/ Linden-/ Karl-Marx-Straße – in der abendlichen Dunkelheit zu verunsichern. So steht es auch in den Verkehrstechnischen Unterlagen (VTU), in welchen auch geregelt ist, wie die Ampelsignale wann und wie oft leuchten, in Abhängigkeit von Jahres- sowie Tageszeit und den Wochentagen. „Die Ampel ist abends länger grün, wegen des Feierabendverkehrs“, sagt der Bauleiter. Und droht den Frankfurtern ohne eingeschaltete Ampeln ein Verkehrschaos? „Ich bin guter Dinge. Bis jetzt scheint nichts passiert zu sein.“

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Fünf Minuten später kracht es mitten auf der Kreuzung. Gegen halb drei mittags fährt ein Hyundai in die Beifahrertür eines VW Up’s. Zum Glück bleibt es bei einem Sachschaden, keiner der Fahrer scheint verletzt. Der Polizeidirektion Ost sei es personell nicht möglich gewesen, die Kreuzung mit Beamten manuell zu regeln, so Stadt-Pressesprecher Uwe Meier. So müssen Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger selbst achtgeben. Weder zu den Spitzenzeiten am Morgen – 6 bis 9 Uhr – noch am Abend  – 15 bis 18 Uhr –  kommt es zu einem Verkehrschaos, was angesichts von Weihnachtsmarkt, einem Verkehrsknotenpunkt ohne Ampeln und ohne regulierende Polizeibeamte durchaus möglich gewesen wäre.

Jedoch entstehen bereits am Tag immer wieder gefährliche Situationen auf der Kreuzung, da Vorfahrtsregeln missachtet oder übersehen und Handzeichen unter den Autofahrern falsch gedeutet werden. Die Folge sind lautes Hupen und quietschende Reifen. Da auch die grünen wie roten Ampelmännchen aus bleiben, birgt die abendliche Dunkelheit für Fußgänger Gefahren, da nur wenige Signalstreifen an ihrer Kleidung tragen – und sie so von Autofahrern erst spät gesehen werden.

Bis heute Mittag um 15 Uhr werden die Ampelanlagen aus bleiben. Dann knipsen Thederan und sein Team die LEDs an.

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