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Ausstellung
„Heimat ist eine Utopie“

Führen durch die Ausstellung im Keller der Jähn-Grundschule: Lilly Marie Kubenz (r.) und Maryan Idris.
Führen durch die Ausstellung im Keller der Jähn-Grundschule: Lilly Marie Kubenz (r.) und Maryan Idris. © Foto: Annemarie Diehr
Annemarie Diehr / 06.12.2018, 21:00 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) „Heimat ist, wo man sich wohl fühlt“, „Heimat ist eine Utopie“ oder auch „Kartoffelsalat“ steht auf handgeschriebenen Zetteln. Sie hängen an hohen Bauzäunen, die den „Spiegelsaal“ im Keller der Sigmund-Jähn-Grundschule in eine Art Labyrinth verwandeln.

Ursprünglich sollte die Ausstellung „Brandenburg in Bewegung“ in der Kulturfabrik oder anderen 400 Quadratmeter Platz bietenden Räumlichkeiten gezeigt werden. Doch weil dies nirgends möglich war, hat Ines Tesch, die Leiterin der Jähn-Schule, angeboten, die Ausstellung zur Migrationsgeschichte Brandenburgs bei sich unterzubringen.

„Heute Vormittag haben sie schon die 5. und 6. Klassen gesehen“, sagt Ines Tesch bei der offiziellen Eröffnung am Donnerstagnachmittag im Jugendclub Nord. Nach einleitenden Worten zum Projekt, das im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg umgesetzt wurde, führen vier Schüler aus Nauen, die die Ausstellung mit Mitschülern innerhalb eines Jahres erarbeitet haben, rüber in die Schule.

„Uns war es wichtig, die Ausstellung interaktiv zu gestalten“, sagt die 18-jährige Lilly Marie Kubenz. Deshalb verknüpfen auf einer Brandenburg-Karte QR-Codes Orte, die durch Migration geprägt sind, mit Videos und Fotos auf einem Tablet. Potsdam und die Hugenotten oder Spätaussiedler aus Russland sind vertreten.

Was für Zugewanderte Heimat bedeutet, machen nicht nur handgeschriebene Zettel, sondern auch Video-Interviews deutlich. Ebenso zeigen Schautafeln die Gründe und Bedingungen für Flucht und die Spuren, die Einwanderer in Brandenburg hinterlassen. „Flucht und Migration“, sagt Schülerin Maryan Idris, „ist in der Geschichte Brandenburgs fest verankert.“

Bis 31. Januar ist die Ausstellung zu den Unterrichtszeiten zu sehen.

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