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Aufräumen
Neujahrsputz in der Stadt

Überreste von Neujahr: Silvester-Müll durch Batterien und Böller am Frankfurter Stadion.
Überreste von Neujahr: Silvester-Müll durch Batterien und Böller am Frankfurter Stadion. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Jan-Henrik Hnida / 10.01.2019, 22:45 Uhr - Aktualisiert 11.01.2019, 11:50
Frankfurt (MOZ) Auch noch Wochen nach Silvester haben die Straßenreiniger des Bauhofs noch mit Silvester-Müll zu tun. Täglich sind sie im Einsatz. Gleichzeitig steht der Winterdienst bereit, um bei Schneefall und Glätte die Straßen verkehrstauglich zu halten.

Ausgebrannte Batterien, Holzstäbe von Raketen oder  leere Sektflaschen – obwohl das Neue Jahr bereits vor gut zehn Tagen ausgiebig begrüßt wurde, haben die vier Straßenreiniger noch Wochen später mit den bunten Überresten zu tun. „Die Zeit nach Silvester ist Anfang des Jahres reinigungsintensiv“, bestätigt  Frank Herrmann, Amtsleiter bei der Stadt für Tief-, Straßenbau und Grünflächen. In ihrer orangenen Arbeitskleidung halten die Straßenreiniger das ganze Jahr über Fahrbahnen, Parkstreifen, Radwege, Haltebuchten, Treppen und Gehwege sauber. Die Stadt Frankfurt ist auf Grundlage des Brandenburgischen Straßengesetzes (BbgStrG) dazu verpflichtet, alle öffentlichen Straßen innerhalb des geschlossenen Ortes zu reinigen. Die Stadtverwaltung hat diese Arbeiten dem Bauhof übertragen.

Bewaffnet mit Greifzange, Besen, Schippe und Abfallsack beziehen die Mitarbeiter von Bauhof-Chef Roland Kalz ihren Arbeitsplatz im Freien. Dabei kommen die große und die kleine Kehrmaschine von März bis November zum Einsatz.

Falls es diesen Winter doch mal intensiver schneit, müssen der Schnee von Fahrbahnen und Gehwegen geräumt sowie Gehwege, Fußgängerüberwege und auf den Fahrbahnen bei Eis- und Schneeglätte gestreut werden.

„Für den Fahrbahnwinterdienst waren alle Vorbereitungen im Oktober abgeschlossen“, wie die Pressestelle der Stadt bestätigt. Der Winterdienst wird durch die beiden Firmen Fa. Becker Armbrust und Agrokli durchgeführt. Mit ihrem Fuhrpark von 17 Fahrzeugen, der vom Lkw bis zum Multicar reicht, räumen sie die Straßen frei. Das dafür benötigte Streusalz wird in Silos gelagert. Insgesamt stehen 250 Tonnen an drei Standorten zur Verfügung. Ebenfalls sind 1100 Tonnen an Streusand eingelagert worden.

Für einen Einsatzbeginn des Winterdienstes gibt es keine feste Temperatur. Der Einsatzleiter orientiert sich anhand von Wetterberichten, Erfahrungswerten und an den Ergebnissen von Kontrollfahrten. Je nach Priorität W1  oder W2 rückt das Team aus. Strecken der Kategorie W1 haben Vorrang, werden zuerst abgefahren. Darunter fallen zum Beispiel die Strecken von Bus und Straßenbahn, Hauptverkehrsstraßen sowie Bundesstraßen. Bereiche der Stufe W2, wo eher weniger Verkehr herrscht, müssen nicht bei den ersten Schneeflocken abgefahren werden.

43 Kilometer öffentliche Fußwege muss der „Gehbahnwinterdienst“ von November bis März sauber halten. Mehrere Reinigungsfirmen sind hierbei für die einzelnen Stadtgebiete Nord, Süd, West, Beresinchen, Neuberesinchen und die neun Ortsteile zuständig. Auf weiteren 12 Kilometern Gehwege in der Innenstadt erfolgt der Winterdienst durch den Bauhof. Hierfür werden in der Regel jährlich 22 Mitarbeiter und 11 Fahrzeuge bereitgestellt. Bei städtischen Schulen etwa sind die Hausmeister für einen möglichst schneefreien Pausenhof zuständig.

Reinigungspflichten für Anlieger

■ Reinigung sowie Schnee- und Glättebeseitigung der im Straßenreinigungsverzeichnis (unter www.frankfurt-oder.de) aufgeführten Fahrbahnen, Gehwege und Plätze wird dem Eigentümer der durch sie erschlossenen Grundstücke übertragen (Anliegerpflicht). Sind die Grundstückseigentümer beider Straßenseiten reinigungspflichtig, so muss nur bis zur Straßenmitte geputzt werden.

■ Bei Eis- und Schneeglätte sind die gefährlichen Stellen auf den zu reinigenden Gehwegen und Fahrbahnen zu bestreuen, wobei abstumpfende Mittel (Sand, Splitt) vorrangig vor auftauenden Mitteln (Salz) einzusetzen sind. Die Gehwege sind in einer Breite von 1,50 Meter und bei geringeren Breiten vollständig von Schnee freizuhalten.

■ Bei der Straßenreinigungssatzung steigt der Preis für die wöchentliche Reinigung je Straßenmeter von 1,42 auf 2,03 Euro, für die 14-tägliche Reinigung von 71 Cent auf 1,02 Euro; Winterdienstgebühren werden im Hauptnetz von 1,46 auf 1,80, im Nebennetz von 1,04 auf 1,28 Euro angehoben.

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