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Sportlerehrung
Geballte Erfolge

Rene Matschkowiak / 18.01.2019, 02:15 Uhr
Frankfurt Sportler der Oderstadt sind national und international Spitze – das zeigte sich einmal mehr bei der Auszeichnungsveranstaltung der Stadt Frankfurt, die am Mittwochabend in der Aula der Erich-Kästner-Grundschule stattfand.

Einige der geehrten Sportler waren nicht zum ersten Mal dabei, um Urkunde und Blumen in Empfang zu nehmen – für Oberbürgermeister René Wilke aber war es eine Premiere. „Frankfurt ist stolz auf sie, auch als Botschafter dieser Stadt“, sagte der 34-Jährige in seiner Rede. Trotz angespannter Haushaltssituation versprach er für den Sport ein paar Euro mehr als bisher auszugeben. Schließlich müssten auch die Rahmenbedingungen stimmen, um Höchstleistungen zu vollbringen. So sollen künftig 7,7 Millionen Euro in den Sport fließen.

Ein Großteil davon kommt natürlich den Sportlern am Olympiastützpunkt zugute, die auch die Mehrzahl der geehrten 73 Aktiven und Trainer aus acht Sportarten stellten. Zahlreiche Athleten hatten sich im vergangenen Jahr mit Medaillen bei deutschen Meisterschaften oder  internationalen Wettbewerben belohnt. Boxer und Ringer, Gewichtheber und Schützen von der Sportschule dominierten die Liste der Auszuzeichnenden. Mit Alexander Bahyrycz gehörte aber auch ein Radsportler dazu, der einen deutschen Meistertitel in der Klasse U17 eingefahren hat.

Dass sportliche Erfolge indes nicht nur ein Privileg der Jugend sind, bewies Udo Weiß, der bei der traditionellen Veranstaltung der Stadt schon so etwas wie einen Stammplatz auf der Bühne hat. Mehr als 20 deutsche Meisterschaften hat der Armwrestler gewonnen. Keine Frage des Alters sind Titel auch bei den Turnerinnen des TuS Klingetal. So waren Cordula Kusnick, Ursula Willwohl und Renate Sube Deutschlands Beste bei den Seniorenmeisterschaften.

Eine Europameisterin, die auch schon bei Weltmeisterschaft erfolgreich war, bescherte derweil die Universität Viadrina der Stadt. Daria Kuznetsova ist internationale Spitze im Inline Freestyle. „Das ist ähnlich wie Eiskunstlaufen, nur eben auf Inlinern“, erklärt die sympathische Moskauerin. In Frankfurt studiert sie internationale Betriebswirtschaft. Trainieren muss sie allerdings allein, ihr Coach ist weiterhin in Moskau. Was Daria Kuznetsova auf den kleinen vier Rollen an den Füßen anstellt, dürfte jedem Freizeitsportler, der mühevoll um Gleichgewicht auf den Inlinern ringt, die Tränen in die Augen treiben. Ihre Videos werden in sozialen Netzwerken tausendfach angeklickt.

Im Rahmen der Sportlerehrung durch die Stadt wurde auch wieder der von der Lottogesellschaft Brandenburg gemeinsam mit dem Landessportbund ausgelobte Sympathiepreis „Ehrenamt im Sport“ vergeben. Dieser geht an Ulrich Eulenberger, der derzeit jeden möglichen Zuspruch braucht. Seit 27 Jahren arbeitet er im Vorstand des Frankfurter Ruderclubs von 1892 als Schrift- und Kassenwart sowie stellvertretender Vorsitzender. „Er steht für die finanzielle Solidität des Vereins und die Förderung des Nachwuchses, leitet das Training von rund 30 Kindern, begleitet sie zu Regatten, führt Wanderfahrten durch“, sagte Laudator Matthias Lang.

Eulenberger ist vor der Preisverleihung schwer erkrankt, in Vertretung nahm Vereinsvorsitzender Michael Schneider den mit 350 Euro dotierten Preis entgegengenommen. „Ulrich fehlt wirklich“, sagte Schneider und wünschte alles Gute für den Genesungsprozess.

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