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Telekom
Breitband für 14 000 Haushalte

Frankfurter Internetknoten: Thomas Freudenberg und Marco Lippold (v.l.) von der Deutschen Telekom erklären Bürgermeister Claus Junghanns, wie die Daten in der Oderstadt verarbeitet werden.
Frankfurter Internetknoten: Thomas Freudenberg und Marco Lippold (v.l.) von der Deutschen Telekom erklären Bürgermeister Claus Junghanns, wie die Daten in der Oderstadt verarbeitet werden. © Foto: Rene Matschkowiak
René Matschkowiak / 18.01.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 18.01.2019, 10:40
Frankfurt (Oder) ( ) 14.000 Haushalte in Frankfurt profitieren künftig von schnelleren Internetverbindungen, so sie denn wollen. Am Mittwoch gab die Deutsche Telekom den offiziellen Startschuss für die neuen Breitbandleitungen in den angeschlossenen Stadtgebieten.

Es hat etwas gedauert, aber nun ist die Zielgerade in Sicht – Frankfurt surft schneller im Internet. Zumindest gilt das für einen Großteil der Stadt. Eigens zur Verkündung des Abschlusses des sogenannten Step 1 in der Oderstadt hatte Telekom-Regionalmanager Sven Nitze die nicht für jedermann zugänglichen Räume des Telekom-Gebäudes an der Heinrich-Hildebrandt-Straße geöffnet. Zwar stehen dort noch einige monströse Schaltschränke und Server. Doch die werden nun nach und nach abgeschaltet. Stattdessen hält Einzug, was kaum dicker als eine Angelsehne ist – moderne Glasfaserkabel.

Alle Daten, die aus Frankfurt an der Oder in Richtung des größten Internet-Knotens der Welt nach Frankfurt am Main hinausgehen, wandern jetzt schon durch einen übersichtlichen Schaltschrank, wie Sven Nitze eindrucksvoll demonstrierte. Spätestens Ende Januar sollen exakt 14032 Haushalte in einem Gebiet zwischen Güldendorf bis etwa zur Oderbrücke und zum Damaschkeweg über schnelles Internet verfügen. Der Großteil der Anschlüsse ist bereits freigeschaltet.

2017 sei Frankfurt von der Deutschen Telekom in das Ausbaugebiet aufgenommen worden, berichtete der Telekom-Manager. Seit damals wurde gebuddelt und wurden Schaltschränke umgebaut. Teilweise war das mit erheblichen Widerständen verbunden. Nicht etwa von Menschen, sondern von riesigen Steinen, die ein Bohren unter der Erde in Teilen der Innenstadt behinderten. Hinzu kamen Lieferengpässe bei den Schaltschränken. Deswegen dauerte der Ausbau auch deutlich länger, als zunächst geplant.

Nach 18 Monaten ist Step 1 nun geschafft. Allerdings muss sich jeder Haushalt, der schnelles Internet haben will und im Ausbaugebiet liegt, bei der Telekom melden. „Von allein passiert nichts“, erklärt Nitze. „Im T-Punkt in den Lennépassagen liegt auch eine Liste, auf der die Straßen mit schnellem Internet markiert sind.“

Die Anschlüsse erreichen nun eine maximale Geschwindigkeit von etwa 100 Megabit pro Sekunde. Dafür seien in der Stadt 21 Kilometer Glasfaserkabel verlegt worden. Ab sofort kann man über die neuen Anschlüsse nicht nur telefonieren und im Internet surfen, sondern zeitgleich auch fernsehen. Ab Mitte des Jahres soll dann auch der sogenannte Step 2 abgeschlossen sein. Bis dahin werden weitere Stadtgebiete in Nord und West bis zur Brauerei und bis nach Booßen und damit weitere rund 5900 Haushalte an das schnelle Datennetz der Telekom angeschlossen.

Bürgermeister Claus Junghanns würdigte den Eigenausbau  der Deutschen Telekom als Meilenstein für die Stadt. „Für Firmen ist das wichtig, aber auch für Familien. Viele fragen schon bei der Wohnungssuche nach schnellem Internet“, sagte er.

Einige weiße Flecken auf der Internetlandkarte der Stadt bleiben vorerst auch nach Step 2 bestehen. Ein Großteil der davon betroffenen Gebiete lässt die Stadt mit Mitteln von Bund und Land ausbauen. Die Konzession für den kommunalen, geförderten, 10 Millionen Euro teuren Ausbau hat Frankfurt an die Telekom vergeben (wir berichteten), die Vergabe wird noch geprüft. Damit werden dann bis 2020/2021 weitere rund 3000 Haushalte in der Stadt sowie Schulen und Gewerbegebiete an das schnelle Internet angeschlossen, informierte Mario Quast von der Wirtschaftsförderung.

Übrig bleiben danach höchstens noch kleinere Gebiete von Dienstleistern, die zwar erklärt haben, ihre Netze ausbauen zu wollen, jedoch bislang noch nicht damit begonnen haben.

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