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Fußball
Drei Standards – drei Tore

Auf vereistem Kunstrasen: der Frankfurter Erik Huwe (rechts) vor Nico Urbansky
Auf vereistem Kunstrasen: der Frankfurter Erik Huwe (rechts) vor Nico Urbansky © Foto: michael benk
Eberhard Fehland / 20.01.2019, 19:07 Uhr - Aktualisiert 21.01.2019, 07:33
Frankfurt (Oder) Fußball-Brandenburgligist 1. FC Frankfurt hat sein erstes Testspiel in der Winterpause gewonnen. Er setzte sich auf teilweise schneebedecktem Kunstrasen gegen den Landesligisten FSV Dynamo Eisenhüttenstadt mit 3:0 (1:0) durch.

Trotz der wetterbedingten Schwierigkeiten sahen die wenigen Besucher ein ansehnliches Übungsspiel zweier Jung-Teams (Durchschnitt gerade mal 20 Jahre) mit zahlreichen Tormöglichkeiten. Die erste hatten die Gäste. Beim 18-Meter-Freistoß von Maik Frühauf musste sich Schlussmann Marvin Benno Lähne gewaltig strecken, um noch zur Ecke abzulenken (7.). Kurz danach hatte das FCF-Sturmduo aus der 2. Mannschaft seine Möglichkeiten. Erst prüfte Malkleint Petrai den Dynamo-Torhüter. Und nach einem Foul von Dynamo-Innenverteidiger Daniel Friedrich gegen Eryk Piotr Kryjak gab es Elfmeter, den Paul Karaszewski sicher verwandelte (14.). „Das war eher ein harmlosen Schubser“, fand FSV-Coach Dirk Liedke.

Klar, die Frankfurter schlugen die technisch feinere Klinge, obwohl sie aus dem vollen Konditionstraining heraus in die Jahrespremiere im Freien starteten. Und sie sahen sich mit einfachem, geradlinigem Spiel im Vorteil. Robin Grothe bestätigte mit raumöffnenden Pässen in den Rücken der Abwehr mehrmals seine Rolle als Kreativposten mit Vorbereiter-Qualitäten und als Vollstrecker.

Zur Halbzeit wechselte der Favorit voll durch und brachte sieben neue Akteure, die davor noch einige Stadionrunden drehen mussten, auf den Platz. Nachdem Sandro Henning nach guter Aktion mit Umkurven des Torwarts kläglich am Pfosten scheiterte – dafür gibt‘s wie vereinbart fünf Liegestütze extra –, machte es der Stürmer nach Eckstoß von Tobias Fiebig mit Kopfball in die Maschen besser (2:0/59.). Möglichkeiten für Tom Rasser und Fiebig (zweimal) blieben ebenso ungenutzt wie die von Oliver Weniger und Steven Frühauf. Aber da hatten auch die guten Torhüter ihre Aktie dran. Das 3:0 gelang wieder nach einem Standard. Den ruhenden Freistoßball vor der 16-Meter-Linie versenkte Grothe kurz vor Abpfiff mit einem gekonnten Schlenzer an der Fünf-Mann-Mauer vorbei ins rechte untere Eck.

Bei den Gastgebern fehlten nur die erkrankten Lars Wiedenhöft und Angelo Marcel Müller sowie Artur Aniol (im Winterurlaub). Der 1,86 Meter große Probespieler Cezary Zielinski (28) beeindruckte durch seine Körperlichkeit, machte in der Innenverteidigung einen soliden Eindruck. „Aber derzeit ist der Pole keine Option im Gesamtpaket, könnte im Sommer nach den Studienabgängen von Ruven Bertel und Tom Rasser eine Alternative sein“, wertete der Sportliche Leiter Axel Geisler.

Jan Mutschler zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Auftakt. „Keiner hat sich ernsthaft verletzt“, so der FCF-Coach. „Ein ansehnlicher Test. Vorn ließen wir wieder zu viel liegen, hinten gestatteten wir wenig. Lähne leistete sich keinen Fehler.“

„Schade, dass wir uns mit Chancen nach teilweise mutigem Spiel nicht belohnt haben“. urteilte Dirk Liedke. „Drei Gegentreffer nach Standards sind eigentlich ein Unding, da müssen wir ansetzen. Doch unser Ersatzkeeper hat für Sebastian Grummt heute einen tollen Job gemacht.“ Der Eisenhüttenstädter hofft, dass der am Meniskus operierte Kevin Frühauf in vier Wochen dabei sein kann. Dann könnte es wieder passieren, dass vier Frühauf‘s auf dem Landesliga-Fußballplatz stehen: neben Kevin (23) die Zwillinge Maik und Steven (21) sowie Vater und Konditionstrainer Sergej (43). Diesmal waren es „nur“ drei.

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