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Die ersten 400 Meter Spundwände stehen schon / Arbeiten für 113 Millionen Złoty sind bis Juli 2021 angesetzt

Hochwasserschutz
Oderdamm wird verstärkt

Lisa Mahlke / 20.01.2019, 20:20 Uhr - Aktualisiert 21.01.2019, 13:43
Slubice (MOZ) Der Oderdeich wird auf Słubicer Seite bis 2021 ausgebaut. Die ersten Spundwände stehen auf Höhe des Bazars („großer Markt“). Außerdem werden zwei Kanäle ausgebaut. Für die Arbeiten sind 113 Millionen Złoty vorgesehen.

Es sah beeindruckend aus, als im November die ersten Spundwände in den Boden gelassen wurden. Gleichwohl habe die große Gerätschaft auch einschüchternd gewirkt, erzählen zwei Frankfurter, die das Spektakel bei einem Spaziergang auf dem Damm an der ulica 1 Maja in Słubice beobachtet hatten. Etwa 400 Meter Spundwände aus Stahl sind bislang eingebaut worden, in den vergangenen zwei Wochen passierte auf der Baustelle aber eher wenig. „Ein Teil der Bauarbeiten kann bei etwas Frost durchgeführt werden, viel hängt von der Arbeitstechnologie ab“, erklärt Anna Tarka vom Wasserwirtschaftsamt in Wrocław. Erdarbeiten und das Betonieren etwa erforderten Plusgrade.

Auf 6,7 Kilometern wird der an dieser Stelle bestehende Damm – also vom Bazar Richtung Norden aus Słubice raus – verstärkt und erweitert. Außerdem soll dort, wo der bestehende Damm im Norden endet, ein knapp 6 Kilometer langer neuer Damm in Richtung Drzecin entstehen. Darüber hinaus wird der Czarny Kanał, der nördlich aus Słubice hinausläuft Richtung Nowy Lubusz, über 4 Kilometer rekonstruiert; ebenso der Kanal Racza Struga über 2 Kilometer. Die Arbeiten werden für gut 113 Millionen Złoty, rund 27 Millionen Euro, von der Firma Energopol aus Szczecin durchgeführt. Die Vertragsunterzeichnung und der erste Spatenstich fanden bereits im Sommer 2017 statt.

„Die Baustelle wurde am 10. November 2017 an den Auftragnehmer übergeben“, sagt Anna Tarka. Das sei der Zeitpunkt des Beginns der Vertragsarbeiten gewesen. Warum bis vor kurzem noch nicht viel hinter dem Damm zu sehen war, erklärt sie so: „Vor Beginn der Bauarbeiten ist der Auftragnehmer verpflichtet, zahlreiche Hilfs- und Vorbereitungsarbeiten durchzuführen“ und zählt Vermessungen, die Umsetzung von Umweltmanagementplänen, Baumschnitt, Vereinbarungen mit Eigentümern von Strom- und Wasserversorgungsnetzen, Vereinbarungen mit Straßenbetreibern, Vorbereitungen von Bauanlagen und Zufahrtsstraßen sowie die Vorbereitung der für die Durchführung der Arbeiten erforderlichen Unterlagen, wie Zeitpläne, auf.

So begann die Firma im vierten Quartal 2018 mit den Grundarbeiten. Die ersten Spundwände wurden neben dem bestehenden Damm eingetrieben und die Bildung eines neues Deichabschnitts konnte starten. Der bestehende Deich soll abgedichtet und verstärkt werden, indem Stahlspundbohlen eingelassen und später mit Erde zugeschüttet werden. Der Damm wird nicht in der Höhe ausgebaut. Viel vom Ufer, das jetzt grün ist, wird nach Abschluss der Arbeiten betoniert sein. Dieser ist für Juli 2021 festgelegt. „Derzeit ist die Frist für die Fertigstellung der Arbeiten nicht gefährdet“, so Anna Tarka.

Zuständig für die Arbeiten ist die Woiwodschaft Lubuskie (Lebus). Das Fördergeld für den Ausbau des Hochwasserschutzes kommt zum größten Teil von der Landesbank sowie von der EU.

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