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Auslauffläche
Ein Areal für Hunde

Ohne Leine: Im Stadtgebiet haben Hunde, wie hier im Hinterhof der Puschkinstraße, keine eigene Auslauffläche.
Ohne Leine: Im Stadtgebiet haben Hunde, wie hier im Hinterhof der Puschkinstraße, keine eigene Auslauffläche. © Foto: Stefan Lötsch
Stefan Lötsch / 22.01.2019, 08:00 Uhr - Aktualisiert 22.01.2019, 08:13
Eisenhüttenstadt (MOZ) Bürgermeister Frank Balzer (SPD) verfolgt nach wie vor noch die Idee, in Eisenhüttenstadt eine Auslauffläche für Hunde zu schaffen. Allerdings hat sich dafür noch kein geeignetes Grundstück gefunden. Auch gibt es Meinungen, dass das nicht notwendig sei.

Zu den Vorhaben, die Bürgermeister Frank Balzer (SPD) möglichst schnell nach seinem Amtsantritt umsetzten wollte, gehörte auch, in Eisenhüttenstadt eine Auslauffläche für Hunde zu schaffen. Auf einem eingezäunten Areal würde es für Hundehalter die Möglichkeit geben, ihre vierbeinigen Lieblinge ohne Leine laufen zu lassen.

Bisher ließ sich das Versprechen aus dem Wahlkampf aber noch nicht realisieren. „Das Thema ist aber nach wie vor aktuell“, bekräftigt Frank Balzer. Es seien auch schon Gespräche geführt worden. Es gab auch eine Fläche, die geeignet gewesen wäre. „Der Kontakt hat sich aber verworfen“, so Balzer.

Wichtig war ihm, auch zu ermitteln, ob für solch eine Fläche überhaupt ein Bedarf besteht. „Ich hatte unter anderem Kontakt mit dem Hundesportverein“, erklärt Frank Balzer. Dort bekam er das Signal, dass solch eine Fläche nicht benötigt werde, der Bedarf sei minimal. Bei ihm habe sich jemand gemeldet, der ein Hundehotel mit Auslauffläche schaffen wollte. Doch es habe keine weitere Rückmeldung gegeben.

Frank Balzer verweist darauf, dass es nicht nur reicht, ein Areal zu finden, das umzäunt wird, auf dem Hunde dann frei laufen können. Die Hundehalter müssten auch dorthin gelangen. Frank Balzer erklärt in dem Zusammenhang, dass dann auch Parkplätze zur Verfügung stehen müssten und vielleicht auch eine Toilette. „Nur eine Wiese reicht nicht. Man sollte auch ein paar Elemente für die Hunde aufstellen“, ergänzt Balzer.

Andere Kommunen machen mit solch einer Auslauffläche durchaus gute Erfahrungen. In Fürstenwalde zum Beispiel gibt es deren zwei. Eine wird von einem Verein in Nachbarschaft eines Tierheimes betrieben. Seit vergangenen Jahr weist auch der Forst in Fürstenwalde eine Fläche aus. Es handelt sich um ein 1,2 Hektar großes Areal, das erste dieser Art in Brandenburg, das in einem Wald liegt. Thomas Weber, Leiter des Stadtforstes, sagt, dass der Weg bis zur Genehmigung nicht ganz einfach gewesen sei. Er beobachtet, dass dieses Angebot von den Hundehaltern rege angenommen wird, besteht dort doch die Möglichkeit, die Vierbeiner frei laufen zu lassen.

Wo Hunde anzuleinen sind, regelt die Hundehalterverordnung des Landes. Demnach müssen Hunde unter anderem bei öffentlichen Veranstaltungen, in Einkaufszentren und Fußgängerzonen sowie auf Zuwegen und Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern angeleint werden. Darüber hinaus gilt die Leinenpflicht „in umfriedeten oder anderweitig begrenzten der Allgemeinheit zugänglichen Park-, Garten- und Grünanlagen“, also zum Beispiel auch auf der Insel in Eisenhüttenstadt. Darüber hinaus regelt die Stadtordnung der Stadt Eisenhüttenstadt noch: „Wer einen Hund mit sich führt, hat eine Leine bei sich zu haben, um im Bedarfsfall den Hund sofort anleinen zu können.“

Dabei verdient die Stadt an den mehr als 1300 Hunden, die in Eisenhüttenstadt gemeldet sind, nicht schlecht. Allein im vergangenen Jahr beliefen sich die Einnahmen aus der Hundesteuer auf 84 300 Euro, 14 000 Euro mehr als ursprünglich eingeplant. Allerdings ist die Hundesteuer nicht zweckgebunden. Das Geld fließt in den allgemeinen Haushalt mit ein.

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