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Jugend forscht
Was Insekten anlockt

Gut vorbereitet: Annalena Bolenz und ihr Biolehrer Heiko Miethe mit dem Projekt „Der Kreislauf des Lebens“.
Gut vorbereitet: Annalena Bolenz und ihr Biolehrer Heiko Miethe mit dem Projekt „Der Kreislauf des Lebens“. © Foto: Larissa Benz
Larissa Benz / 22.01.2019, 09:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Annalena Bolenz aus Friedland ist ein großer Fledermaus- und Insektenfan. Für „Jugend forscht“  untersucht die Gymnasiastin, welche Pflanzen die Tiere anlocken.

In ihrem Friedländer Garten gibt es nur wenige Fledermäuse. Diese Beobachtung machte Annalena Bolenz (13) bereits im vergangenen Jahr. Und das, obwohl im nahen Waldgebiet Möllenwinkel Fledermauskästen aufgestellt sind. Der Ursache wollte sie auf den Grund gehen. Die Beeskower Gymnasiastin überlegte was sie tun kann, um generell mehr Arten anzulocken.  Eine Liste mit Pflanzen aus ihrem Garten sollte helfen, die Ergebnisse zu dokumentieren. Gleichzeitig begann sie, mit einem Kescher die Insekten zu fangen und zu zählen. „Das hat aber irgendwie nicht so gut funktioniert, weil das so viele waren“, sagt sie.

Ihre Dokumentation wollte sie auf Fledermäuse ausweiten. Feinsäuberlich notierte sie an drei Tagen im Sommer, wann etwa der Abendsegler oder die Mückenfledermaus  den Garten besuchten. Sie beschloss, mit ihrem kleinen Projekt „Der Kreislauf des Lebens“ an dem Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ teilzunehmen. Von der Möglichkeit, sich  außerhalb des Unterrichts auszuprobieren, war sie so begeistert, dass sie in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal mitmacht. Zwar mit dem gleichen Projekt, aber mit einer neuen Methode: „Ich habe an mehreren Tagen die Pflanzen fotografiert, um die Insekten zu dokumentieren“, sagt sie.

Besonders gut wurde dabei laut Annalena die Pfefferminze angenommen. Auf den weiteren Plätzen folgten nach Auswertung der Fotos der Lavendel und die Pfefferminze, auch eine Kräuterspirale lockte viele Tiere an.

Ihr Betreuer ist der Biologie Lehrer Heiko Miethe, der auch regelmäßig Jurymitglied bei „Jugend forscht“ ist: „Ich finde es gut, wenn die Schüler sich wissenschaftlich mit einem Projekt beschäftigen, das ihren Interessen entspricht“, sagt er. Er bedauert, dass Annalena in diesem Jahr die einzige Teilnehmerin aus Beeskow ist. Es falle zunehmend schwerer, die Schüler dafür zu motivieren.

Für Annalenas Projekt ist am 30. Januar Abgabeschluss. Die Präsentation, die nicht länger als 15 Seiten lang sein darf, wird komplett online hochgeladen. Dafür hat die 13-Jährige einen Fließtext geschrieben, der ihr Projekt beschreibt. Angefügt sind ihre Forschungsergebnisse und Tipps, was jeder Einzelne tun kann, damit mehr Fledermäuse und Insekten den Weg in den heimischen Garten finden. Dazu zählen für sie etwa Rückzugsmöglichkeiten wie Steinmauern am Rand des Gartens.

Das Interesse für Naturthemen kommt bei Annalena auch durch ihre Familie: Ihre Mutter ist Mitglied beim Naturschutzbund, hat kürzlich erst eine Beringerprüfung für Fledermäuse abgelegt. Damit lassen sich Rückschlüsse auf die Population und zur Wanderung der Fledermäuse ziehen.

Persönlich wird Annalena Bolenz ihr Projekt beim Regionalwettberwerb von „Jugend forscht“ am 28. Februar in Eberswalde vorstellen. Dafür muss sie einen Tisch vorbereiten, der etwa mit einem Plakat ihr Thema beschreibt. Und obwohl sie in ihrer Altersklasse noch keine Wertung bekommt, möchte sie sich gut vorbereiten: „Man tauscht sich ja auch mit den anderen Teilnehmern aus“, erzählt sie. Außerdem gibt es eine Jury, die den jungen Forschern Rückmeldungen zu ihren Projekten gibt.

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