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Gut 30 Angler aus der Oderstadt beteiligten sich am Landeshegetag / Vier Seen und Teiche wurden fit fürs Frühjahr gemacht

Landeshegetag
Arbeitseinsatz an Frankfurter Ufern

René Matschkowiak / 11.02.2019, 08:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ganz ohne ihr Angelgerät haben sich am Sonnabend über 30 Petrijünger an vier Frankfurter Seen und Teichen zusammengefunden, um die Uferbereiche frühjahrsfit zu machen. Der Präsident des Frankfurter Anglerverbands, Bodo Taubitz, freut sich über die große Einsatzbereitschaft am Landeshegetag.

Im Blickpunkt stehen an diesem Tag das Lokbad und der Teich an der Puschkinstraße sowie der Kleine und große Kliestower See, erklärt er. „Der Februar wird deswegen als Termin gewählt, weil man jetzt noch den Holzschnitt durchführen kann“, so Taubitz. Vor allem Wildwuchs und Totholz wird am Landeshegetag entfernt. Außerdem wird Müll beseitigt und auch ansonsten für Sauberkeit und Ordnung gesorgt. Und zwar brandenburgweit.

Allerdings entscheiden die Angler nicht allein, was weggeschnitten wird und was nicht. Im Vorfeld gab es eine Begehung mit den Mitarbeitern der unteren Fischereibehörde und des Tiefbauamtes. Auch Container hat die Stadtverwaltung bereitgestellt, damit der Holzschnitt und die Abfälle später problemlos abtransportiert werden können. „Das hat sehr gut geklappt“, lobt Bodo Taubitz die Zusammenarbeit.

Für die Angler ist der Einsatz teilweise durchaus schweißtreibend. Etwa dann, wenn umgefallene Bäume abgesägt werden und die aus dem steilen Uferbereich geborgen werden müssen. Schließlich wollen die Männer nicht in das eiskalte Wasser fallen, das trotz des Tauwetters noch mit einer dünnen Eisdecke überzogen ist. „Natürlich wollen wir auch Anglerbereiche frei halten, es geht hier aber auch um Umweltschutz“, erläutert Bodo Taubitz. Dabei sollen aber durchaus auch naturnahe Bereiche erhalten bleiben. „Es geht nicht darum, alles so schönzumachen, wie man es sich mit englischem Rasen vorstellt“, meint ein Helfer.

Auch am Großen Kliestower See wird fleißig gewerkelt. Hier hat Gewässerwart Lutz Schröder den sprichwörtlichen Hut auf. „Wir müssen uns besonders um die Kopfweiden kümmern. Wenn die nicht beschnitten werden, brechen sie irgendwann auseinander. Nach einer Weile des Stillstandes hat sich am Kliestower See wieder einiges getan“, freut er sich. Initiiert von der Stadt sei im zurückliegenden Jahr großflächig das Schilf beschnitten worden.

Auch Frank Gubernus arbeitet gerade mit einer Handsäge an einer Kopfweide. Eigentlich gehe er lieber an der Oder angeln, als am Kliestower See. Helfen will er hier trotzdem, sagt er. Für ihn sei Angeln die schönste Beschäftigung. „Einige meinen, dass Angeln langweilig ist, aber noch langweiliger ist es, beim Angeln zuzugucken“, meint und lacht. Die Hechte, auf die er gerne geht, hätten sowieso Schonzeit im Moment.

Dass mit ihm die Angelleidenschaft noch viele weitere Frankfurter teilen, kann Bodo Taubitz nur bestätigen. Immerhin 17 Angelvereine mit etwa 1000 Mitgliedern gebe es in der Oderstadt, berichtet er. Hinzu kämen noch die vielen Angler, die Tageskarten erwerben.

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