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Ausstellung
Von „Stunde null“ bis Rosenstrauß

Uwe Spranger / 12.02.2019, 07:00 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Bereits von Juli bis Ende Oktober 2018 war Manfred G. Fedler in Beeskow zu Gast. Mit seinem Bibel-Zyklus „Anfang und Ende – Schöpfung, Passion, Offenbarung“, den er mittlerweile in mehr als 20 Kirchen vor allem in Brandenburg gezeigt hat.

„Es ist ein wunderbarer Ausstellungsraum da“, schwärmt der 81-Jährige, der seit seiner Schulzeit malt. Deswegen habe er nicht lange gezögert, als er seinerzeit gefragt wurde, ob er noch weitere Ausstellungen gestalten könnte. Zum Jubiläum 30 Jahre Mauerfall hat er seiner Ausstellung deswegen den Titel „30 Jahre Mauerfall, Blumen für Deutschland“ gegeben und entsprechende Bilder herausgesucht. Sechs großformatige Ölgemälde auf Leinwand, seit 2014 entstanden, bilden das Kernstück. Da ist natürlich der Mauerfall selbst in Szene gesetzt. Aber er geht noch weiter zurück, bis zur „Stunde null“, direkt nach dem Krieg. „Ich habe ja noch selbst erlebt, wie die Bomben fallen“, berichtet der Maler. Neben Ruinen und Heimkehrern aus der Gefangenschaft hat er auch die aufblühende Wirtschaft im Westen, die Rosinenbomber oder den 17. Juni im Osten mit ins Bild gesetzt. In ein anderes den Mauerbau und die Teilung, in wieder ein anderes die Hoffnung nach der Wende.

Auch den Klimawandel hat Fedler thematisiert – schöne Natur und zugleich Schornstein und Feuer als Sinnbild für alles, was die Luft verschmutzt. „Drama und Tragik“, fasst Fedler zusammen, der Eisbär vor schmelzenden Gletschern, Lawinen und eine Uhr, die 5 vor 12 zeigt. Derlei Erläuterungen bzw. seine Gedanken werde er auch seinen Werken in Beeskow beifügen, kündigt er an. Jeweils ein A 4-Blatt pro Bild.

Er gehe ans Malen anders heran als manch anderer seiner Zunft, erklärt der Fredersdorf-Vogelsdorfer. Einfach anfangen und am Ende vielleicht „ohne Titel“ drunterschreiben, komme für ihn nicht in Frage, so der 81-Jährige, dessen Lehrer Diplom-Kirchen-Malermeister Wolfgang Hergerth und der Dresdner Maler Friedrich Schoch waren und der Lovis Corinth und Max Beckmann als Vorbilder nennt. „Ich mache zuerst Skizzen, bis es mir gefällt. Dann male ich“, berichtet er.

Als Anregung reicht bisweilen auch der Blick aus dem Fenster. Zum Beispiel für den Rosenstrauß, der als eines von 17 kleinerformatigen Blumenbildern ebenfalls mit nach Beeskow gehen wird. Und zu denen werden sich entsprechend dem Titel der Schau „Blumen für Deutschland“ auch noch 16 Bilder mit Markantem aus den einzelnen Bundesländern gesellen, zum Beispiel das Bauhaus für Sachsen-Anhalt. Komplettiert werde die Exposition schließlich durch den Phönix aus seinem Bibel-Zyklus. Der aus der Asche Aufstrebende passe schließlich auch zu diesem Thema, findet Fedler.

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