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MOZ-Talk
Männer, Fußball und starke Frauen

Heinz Kannenberg / 20.02.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 21.02.2019, 07:49
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zum 25. Mal lädt die Märkische Oderzeitung zum Talk mit Musik in das Kleist Forum ein. Am 20. März werden die Hamburger Entertainerin Lilo Wanders und die Journalistin Claudia Seiring wieder mit namhaften Gästen plaudern.

Vor sechs Jahren – am 20. März – fand der erste MOZ-Talk mit Musik statt. Claudia Seiring und der Frankfurter Entertainer Bob Lehmann moderierten damals einen Abend mit ungewöhnlichen Einsichten und rätselhaften Ausblicken. Knapp 60 Zuschauer fanden am ersten Frühlingstag 2013 bei Schneegestöber den Weg ins Restaurant Schroffenstein’s. Der damalige Oberbürgermeister Martin Wilke ließ sich von der Wahrsagerin Stella die Karten legen. Sie kündigte für den Sommer ernstzunehmende Investoren an, die Wilke auf einer Feierlichkeit treffen werde. Daraus wurde zwar nichts. Doch einige Investoren kamen dann doch – wenngleich auch zu einer späteren Jahreszeit. Oderhähne-Kabarettist Wolfgang Flieder, der später auch einige Male den MOZ-Talk moderierte, tanzte im Fahrradtrikot Zumba. Caroline Schließmann sorgte mit der Kleist Forum Hausband für Musik. So begann alles. Und mehr als 100 Gäste folgten der Einladung der MOZ in den vergangenen sechs Jahren.

Der MOZ-Talk mit Musik ist inzwischen die größte Live-Talk-Bühnenshow in Ostdeutschland. Lilo Wanders und Claudia Seiring, die alle 25. Talks moderierte, werden diesmal erneut mit prominenten Gästen plaudern. Genau vor einem Jahr hatte Sahra Wagenknecht schon zugesagt, zum Talk zu kommen. Kurzfristig musste sie dann wegen einer Krankheit absagen. Nun ein zweiter Anlauf. Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken gilt inzwischen als beliebteste Politikerin in Ostdeutschland. In ihrer eigenen Partei ist sie durchaus umstritten. Sahra Wagenknecht, seit 2014 verheiratet mit Oskar Lafontaine, geht keinem Konflikt aus dem Weg. Gemeinsam mit Lafontaine initiierte sie 2018 die Gründung der linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Auch wenn die Chancen für diese Bewegung von Linken-Frontfrau Sahra Wagenknecht eher schlecht stehen, hält sie daran fest, mit ihr die politischen Verhältnisse in Deutschland aufzumischen.

Mehr als zwei Mal gab es Kontakte, um die „Tagesschau“-Legende Dagmar Berghoff für den MOZ-Talk zu gewinnen. Diesmal sagte die gebürtige Berlinerin, die in Hamburg wohnt, zu. 1976 kam Dagmar Berghoff als erste Frau ins Sprecherteam der „Tagesschau“. 1995 wurde sie als Chefsprecherin ernannt. Silvester 1999 verabschiedete sie sich vom Bildschirm. In Erinnerung bleibt: Dagmar Berghoff las nüchtern distanziert die Nachrichten vom Blatt und unterdrückte jede Spur persönlicher Haltung zu Meldungen. Sie war und ist unzweifelhaft ein Star, aber ein Star ohne Glamour. Nichts an ihr wirkt affektiert, und nur wenn sie sich eine Zigarette anzündet, denkt man, das hätte sie in der „Tagesschau“ nicht gemacht. Sie ist und bleibt eine Dame. Am 20. März sitzt die 76-Jährige auf dem Sofa beim MOZ-Talk im Großen Saal im Kleist Forum.

Auch aus Hamburg kommt der Musikproduzent Oke Göttlich. Der 43-Jährige ist seit vier Jahren Präsident des FC St. Pauli. Bei dem Hamburger Kult-Klub läuft es in dieser Saison so gut wie lange nicht. In der 2. Bundesliga stehen die Hamburger Kicker auf dem sechsten Platz mit Tuchfühlung zu den davor Platzierten. Doch der FC St. Pauli hat sich über die Stadtmauern Hamburgs hinaus eine Sonderrolle im deutschen Profi-Fußball erarbeitet. Bei der Beliebtheit deutscher Profiklubs landet der FC St. Pauli regelmäßig weit vorn im Ranking, zuletzt auch vor Bayern München. St. Pauli hat den Ruf, ein rebellischer Klub mit sozial eingestellter, aktiver Fanbasis zu sein. Die Fans engagieren sich auch für die Seenotrettung von Flüchtenden. Und der Verein betreibt auf dem Stadiongelände einen eigenen Kindergarten. Der FC St. Pauli ist der Verein der Herzen in Hamburg. Oke Göttlich meint, jeder Verein könne es werden. Wie – das will er den Zuschauern, unter denen auch immer Sportfreunde aus Frankfurter Vereinen sind, erzählen.

Es gibt Frauenärzte, aber Männerärzte? Prof. Dr. Hartmut Porst, Facharzt für Urologie und Andrologie, hat erforscht, dass viele Männer eher weniger über ihre Krankheiten sprechen und nicht gerne mit ihren Erkrankungen zum Arzt gehen. Er hat sich schwerpunktmäßig auf die Diagnose und Behandlung von Hormonstörungen beim Mann spezialisiert. Prof. Dr. Porst, Präsident der Europäischen Gesellschaft für Sexualmedizin, ist seit 20 Jahren an der Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten bei Potenzstörungen im In-und Ausland maßgeblich beteiligt und hat in dieser Zeit mehr als 10 000 Paaren zu neuer Lebensqualität verholfen.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von der MOZ-Showband mit Søren Gundermann, Thomas Strauch und Jacek Faldyna. Einen weiteren musikalischen Gast werden wir demnächst ankündigen.

MOZ-Talk mit Musik am 20. März um 19.30 Uhr im Kleist Forum: Tickets für 19, 15 und 10 Euro gibt es in der MOZ-Geschäftsstelle in der Paul-Feldner-Straße 13, im Kleist Forum und unter moz.de/ticket sowie ticket@muv-ffo.de

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