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Ringen
Zweimal Bronze beim Grand Prix

Bei den Frauen angekommen: Debora Lawnitzka (bei einem früheren Wettkampf) nutzte in Dormagen ihre Chance.
Bei den Frauen angekommen: Debora Lawnitzka (bei einem früheren Wettkampf) nutzte in Dormagen ihre Chance. © Foto: MICHAEL BENK
Jörg Richter / 28.02.2019, 02:15 Uhr - Aktualisiert 28.02.2019, 08:43
Frankfurt (Oder) (Jörg Richter) Über 100 Frauen und 75 Kadettinnen aus 19 Nationen ließen den Grand Prix von Deutschland in Dormagen zu einem Weltklasseturnier werden. Mit Russland, Kanada, den USA, Ungarn und Schweden waren führende Nationen des Ringkampfsportes anwesend. Für die Ringerinnen vom Bundesstützpunkt Frankfurt, die zweimal Bronze holten,  wurde es  eine wichtige Standortbestimmung.

Francy Rädelt (76 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt) kämpfte sich bei den Frauen erneut auf das Siegerpodium. Nach drei Siegen und zwei Niederlagen belegte sie wie beim Kippan-Cup in Schweden Rang 3.

Ihren ersten Kampf gewann Francy Rädelt gegen die Vize-Europameisterin der Junioren 2018 Enrica Rinaldi (Italien) mit technischer Überlegenheit (11:1) vorzeitig, musste dann jedoch die Überlegenheit der Österreicherin Martina Kuenz anerkennen.  Die Studentin aus Frankfurt legte einen 12:0-Sieg gegen die Weißrussin Inkara Zhanataeyeva nach. In Runde 4 stand sie der Olympia-Zweiten von 2016, der Russin Natalya Vorobeva, gegenüber. Rädelt musste eine Schulterniederlage quittieren und stand damit im Kampf um Bronze. Dieses Duell gewann die Frankfurterin gegen die Britin Georgina Nelthorpe mit 11:0 Wertungspunkten und dem damit verbundenen Abbruchsieg durch technische Überlegenheit.

Den Sprung auf das Siegerpodium schaffte auch Debora Lawnitzak (59 kg/SV Luftfahrt Berlin), die ebenfalls am Ringerzentrum Frankfurt trainiert. Gleich im ersten Duell gewann sie gegen Lauren Louive (USA) mit 8:8 Punkten, bedingt durch die zuletzt vergebene Wertung. Schmerzhaft war die 2:3-Niederlage im DRB-internen Vergleich gegen Andrea Grasruck (ASV Neumarkt). Nach einer weiteren Niederlage entschied Debora Lawnitzak das darauf folgende kleine Finale um Bronze gegen Brenda Reyna (USA) mit 12:8 Punkten für sich.

Luzie Manzke (62 kg/RSV Hansa) startete mit einem Sieg und einer Niederlage ins Turnier. In der Hoffnungsrunde musste sie eine 0:2-Punktniederlage gegen die WM-Dritte der Frauen 2018, Malhory Velte, hinnehmen und schied aus. „Gegen die US-Amerikanerin hat sie einen starken Kampf gemacht und die Entscheidung lange offen gehalten“, lobte Trainer Michael Kothe die Leistung von Luzie Manzke, die Achte im Feld der 18 Teilnehmerinnen wurde.

Im gleichen Limit kämpfte auch die noch-Juniorin Janny Sommermeyer vom RSV Hansa 90. Sie unterlag der Fünften der Junioren-Weltmeisterschaften 2017, Alina Temirtassova aus Kasachstan, mit 1:9 Punkten, wobei sie eine vorzeitige Niederlage mit viel kämpferischem Ehrgeiz vermied. Da bei den Frauen im KO-System gerungen wird und Temirtassova das Finale verfehlte, war das Turnier für Janny Sommermeyer beendet.

Ein ebenso schweres Los zog Serena Bölke (57 kg/RSV Hansa) mit Ramona Galambos. Gegen die Dritte der U-23-EM aus Ungarn war kein Kraut gewachsen, die Frankfurterin verlor mit 0:10 Punkten und schied aus dem Turnier aus. Für Lisa Ersel (50 kg/SV Luftfahrt) und Angelina Purschke (53 kg/SV Warnemünde) vom Bundes-Leistungszentrum war der Grand Prix ebenfalls  nach einer Auftaktniederlage beendet. Frances Lönhardt (72 kg/Luftfahrt) bestritt das Turnier in ihrer Gewichtsklasse auf Grund der geringen Teilnehmerzahl im System jeder gegen jeden. Sie konnte keinen ihrer drei Kämpfe gewinnen.

„Angesichts der Konkurrenz kann man mit zwei Bronzemedaille zufrieden sein. Dennoch konnten einige Ringerinnen ihr Leistungsvermögen nicht auf die Matte bringen. Hier haben wir einige Baustellen, die es bis zu den Jahreshöhepunkten zu beheben gilt“, so OSP-Trainer Michael Kothe über seine Ringer-Frauen.

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