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Tag der Arbeit
Brückenfest soll linker werden

Die "Freeborn Brothers Band" aus Rzeszów bläst beim Brückenfest in die Trompeten.
Die "Freeborn Brothers Band" aus Rzeszów bläst beim Brückenfest in die Trompeten. © Foto: PK Studio
Nancy Waldmann / 16.04.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 18.04.2019, 12:50
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die 27. Auflage des Brückenfestes zum 1. Mai wird etwas anders als man es zuletzt gewohnt war."Wir haben uns entschlossen, Parteien, die rechts der SPD stehen, nicht mehr einzuladen", teilten Annelie Böttcher, stellvertretende Kreisvorsitzende der Linken und Gewerkschafter Frank Hühner vom das Maifest mitausrichtenden DGB Ostbrandenburg in einem Pressegespräch mit. Anwesend war dabei auch Anja Kreisel vom Potsdamer Linken Landesverband. Das Fest sei der Wahlkampfauftakt zur Kommunal- und Europawahl, da sehe man etwa mit der FDP "keine großen politischen Schnittmengen". Ein Volksfest solle es natürlich bleiben, aber ganz besonders das Brückenfest der Linken, teilten die Veranstalter mit. Der FDP-Kreisvorsitzende Wolfgang Mücke ist empört über die Ausladung. "Wirverwahren uns gegen eine Ausgrenzung anderer Parteien vom Brückenfest", schrieb er am Freitag in einer Pressemitteilung.

So werden sich am Vormittag des Tags der Arbeit Spitzenkandidaten von Linken, Grünen, SPD und Piraten für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung vorstellen, am Nachmittag Politiker, die zur Landtags- und Europawahl antreten – dann vor allem das eigene Personal, etwa Kathrin Dannenberg und Sebastian Walther sowie der Frankfurter Wolfgang Neumann. An linker Parteiprominenz wird Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender im Bundestag, erwartet. Parteipolitisch schillernder und diverser ist der "Europa-Talk" mit Bundestagsmitglied Thomas Nord und Kollegen aus Tschechien und Polen besetzt. Erwartet werden Vertreter der tschechischen Kommunisten von der KSCM, die derzeit die Regierung des Oligarchen Babis stützen, sowie von der polnischen liberalen Oppositionspartei SLD.

Eingerahmt ist das Politische in die Vereinsmeile und ein üppiges Programm lokaler und überregionaler Kultur-Acts entlang der Oderpromenade. Im Kinderzentrum sind die Kindertanzgruppe des Güldendorfer Karnevalsvereins mit von der Partie, ebenso wie der Frankfurter Ringernachwuchs. Auftreten werden auch die Punk-Combo "Creepy Windbag" aus Treuenbrietzen, "Abteilung 3" mit Ärzte-Coversongs, das Gitarrenduo "AMBS" sowie die frisch mit dem Axel-Förderpreis prämierten Frankfurter Mädchen von "Self Control".

Auf der Hauptbühne mischt sich mehr Ska und Gypsyin die rockigen Klänge: die "Freeborn Brothers" aus dem ostpolnischen Rzeszów, "The Offenders" und natürlich der Russian-Speedfolk-Klassiker "44 Leningrad", Stammgast linker Volksfeste im märkischen Sand. In der ersten Tageshälfte werden mit dem Berliner Liedermacher "Lari" und der Poetry-Slammerin Katja Hofmann aber auch verständliche Texte auf der Bühne zu hören sein.

In einer früheren Textfassung war das Zitat "Wir haben uns entschlossen, Parteien, die rechts der SPD stehen, nicht mehr einzuladen" fälschlicherweise dem Geschäftsführer des Kreisverbands der Linken Wir haben dies korrigiert.

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kay-uwe granz 20.04.2019 - 09:06:39

@Patrick Maziul

Ich stimme Ihnen voll zu, vielleicht sollten die "Braunen" auch ihre Steuern und Abgaben woanders entrichten, dann dürften auch solche linksverstrahlten Feste bald der Vergangenheit angehören.

Patrick Maziul 19.04.2019 - 22:12:30

Alle Braunen ...

...weint bitte Euch woanders aus, Danke.

Karl Napp 19.04.2019 - 21:25:04

@Piefke Saga - Voll in's Schwarze getroffen - leider aber ein Rohrkrepierer

Sie haben auf jeden Fall Recht: es ist schon ein Kreuz mit dem älter werden. Aber die blau-braun/braun-blau-Blindheit ist m.E. nicht so schlimm wie rot-grün-Blindheit. _ _ / / _ _ Auf jeden Fall schlimmer ist jedoch der Versuch, den Gesprächspartner mit vermeintlichen Faktenwissen lächerlich zu machen. Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang an Ihren Beitrag vom 17.03.2019 in der MOZ erinnern´: "Aber, bevor man seinen Senf los lässt, sollte man sich schon zuerst erkundigen, auf was man sich einlässt, sprich man sollte sich schlau machen." (Guckst du hier: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1716451/) _ _ / / _ _ Und genau DAS haben Sie vorliegend NICHT getan. _ _ / / _ _ Heinz Schenk vom "Blauen Bock" hätte mir vielleicht einen Bembel überreicht. (Guckst du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Zum_Blauen_Bock) _ _ / / _ / Der Moderator Robert Lembke von der Quizsendung "Was bin ich" war der mit der berühmten Frage „Welches Schweinderl hätten S’ denn gern?“ (Guckst du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Was_bin_ich%3F#Ritualisierte_Spr%C3%BCche) _ _ / / _ _ Tja, shit happens, Piefke (https://de.wikipedia.org/wiki/Piefke), trotzdem schöne Ostern, sofern es den Genossen gestattet ist, die Auferstehung zu zelebrieren ;-)

Piefke Saga 19.04.2019 - 19:39:10

K. Napp, ist schon ein Kreuz mit dem älter werden ...

wenn aus Blau-Braun Braun-Blau wird ... dann hat das nichts mit Farbenblindheit zu tun. Wie auch immer, nehmen Sie es sportlich ... Wäre ich H. Sch. vom Blauen B. würde ich Sie heute fragen "Welches Schweinderl hätten's denn gerne? ... das blau-braune oder braun-blaue?"

Karl Napp 19.04.2019 - 15:01:43

@Ralf H. Janetschek

Das ist aber nur die halbe Wahrheit zum 1. Mai als Feiertag. siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai

Karl Napp 19.04.2019 - 14:37:21

Immer wieder lustig,

die geistige Diarröh von Genossen Piefke. Alles was nicht links ist, ist pseudodemokratisch und braun-blau. Bin ja mal gespannt, wo er dann sein Exil sucht, wenn rot-rot-grün nicht mehr das Sagen hat. Vielleicht geht er aber auch in den Untergrund als RAF-Neuauflage.

Paul Müller 19.04.2019 - 13:26:20

Immerhin geht Genossin Piefke ...

... zum Stalinistenstadel ;-) Rot Front Genossen ...

Ralf H. Janetschek 19.04.2019 - 13:23:14

Abschaffung des Feiertages

Mal zur Erinnerung, daß der 1. Mai seit 1933 gesetzlicher Feiertag ist, es wäre längst mal an der Zeit dieses nationalsozialistische Erbe zu entsorgen. Der Erste Mai wird durch das Gesetz vom 10. April 1933 zum gesetzlichen Feiertag „Tag der nationalen Arbeit“ bestimmt.

Piefke Saga 19.04.2019 - 12:49:14

Stellt Euch vor,

keiner liest den Kommentar von Karl Napp und jeder verweigert sich der braunen Gehirnwäche nebst den "alternaiven" Seifenblasen. Stellt Euch weiterhin vor, auf dem Brunnenplatz findet ein Volksfest ALLER pseudo-demokratisch gewählten blau-braunen Parteien zum Tag der Arbeit statt ... ach du meine Güte, was muss denen der Osterhase in die Eier füllen, dass man sich auf so etwas einlässt?

Karl Napp 19.04.2019 - 12:27:09

Stellt Euch vor,

es ist Brückenfest der Linken und keiner geht hin ... Menschen, die den Sinn einer Demokratie begriffen haben, ignorieren einfach AgitProp, Singeclub und rote Gehirnwäsche. Die Catering-Unternehmen haben keine Umsätze, sodass nicht einmal die Standmieten ausgeglichen werden können. _ _ / / _ _ Stellt Euch weiterhin vor, auf dem Brunnenplatz findet ein Volksfest ALLER demokratisch gewählten nicht-linken Parteien zum Tag der Arbeit statt. Motto: "Hier ist des Volkes wahrer Himmel, Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!" (J. W. v. Goethe) _ _ / / _ _ Zugegeben, es ist momentan eine Illusion - aber Illusionen können auch wahr werden, wenn man es ernsthaft will. Packen wir's doch einfach mal an.

Einar Wiewir 19.04.2019 - 05:34:37

Frankfurt wird gelinkt

Das ist jetzt Demokratie. Volksfest ohne Volk. FDP, CDU und AfD müssen leider draußen vor der Tür bleiben. Senftleben (CDU) hat versucht, sich an die Linkspartei ranzuwanzen. Vergeblich ! Auch er bleibt draußen vor der Tür. Der "Koalitions-partner" grenzt (auch) die CDU aus. Das demokratische Spektrum in Frankfurt kennt nur noch Honecker, Mielke und seine Erben. Etwa 840 Stasi Mitarbeiter per 1990 sind in und aus Brandenburg namentlich bekannt. Wer sich die Organigramme der Ministerien und der Landesbehörden anschaut, findet gar zu viele davon wieder. Gerade Herr Senftleben sollte mal darüber nachdenken, was der "Kampf gegen rechts" bedeutet. Den Menschen soll Sand in die Augen gestreut werden, wieviele Linksextremisten sich hier in Brandenburg die letzten 30 Jahre gehalten haben. Und den Völkern die Signale vom vorletzten Gefecht in die Ohren tröten. Gerade der CDU sollten die Ohren klingeln angesichts dessen, was sich eine Linkspartei hier leistet und sich auch leisten kann. Die führen ihren Kampf schon seit 1945, als Stalin hier einmarschiert ist und Deutschland filetiert hat.

Ralf H. Janetschek 18.04.2019 - 19:10:29

Replik auf Karsten Berg

Gut Ding will Weile haben, wenn die Kommunisten erst wieder die absolute Macht haben. werden die Sozis verboten, oder wie 1946 von der KPD geschluckt.

Karsten Berg 18.04.2019 - 09:52:14

Noch mal Glück gehabt

Da kann ja die SPD aber froh sein, diesmal noch beim Brückenfest geduldet zu werden. Wenn die Sozis aber nicht fix ihre Einstellung zu Wohnungsenteignungen ändern, kann es mit der Geduld der Linken schnell vorbei sein, dann gibt's evt. nächstes Jahr auch keine Einladung mehr. Dann steht die SPD vielleicht auch schon zu weit rechts von den Linken - aus Sicht der Linken natürlich, wie immer weltoffen und tolerant.....

18.04.2019 - 08:38:06

ARROGANZ DER MACHT?

Bei der OB-Wahl waren alle Kräfte willkommen, die daran mitgewirkt haben, einen linken Oberbürgermeister ins Amt zu hieven. Das galt auch für unsere Teilnahme am Brückenfest. Wir wurden in diesem Jahr erst gar nicht zur Teilnahme eingeladen, was wir jetzt so deuten müssen, dass auch die Teilnahme der Frankfurter-Bürger-Initiative nicht gewünscht ist, obwohl wir keine Partei sind und weder rechts noch links zuzuordnen sind. Dem Anspruch ein Volksfest auszurichten wird man mit einer solchen Entscheidung nicht gerecht. Die Antwort auf die damit aufgeworfenen Fragen können Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stimmzettel am 26. Mai geben. ES MUSS SICH ETWAS ÄNDERN IN FRANKFURT (ODER)...

Karl Napp 17.04.2019 - 23:13:08

@Wilko Möller

Warum stellt denn dann die AfD keinen eigenen Stand auf dem nicht von den Linken annektierten Bereich südlich der Oderbrücke auf? Infostand, Gulaschkanone mit Erbsensuppe, kleines Kulturprogramm - ich bin überzeugt, dass viele Frankfurter das Angebot annehmen würden. Meine Familie und ich wären jedenfalls dabei. Vielleicht beteiligen sich auch noch andere von den Linken Ausgeschlossene - wenn auch nicht gleich, dann vielleicht nächstes Jahr. Einfach mal klein anfangen und dann wachsen. Geht ja bei der "großen" AfD auch :-)

Wilko Möller 17.04.2019 - 22:46:59

Brückenfest soll linker werden

LINKE schließt FDP vom Brückenfest aus! Ich als Vorsitzender des AfD-Stadtverband Frankfurt (Oder) stelle fest, dass die Partei „DIE LINKE“ – insbesondere in Frankfurt (Oder) sich immer weiter links radikalisiert. Dass die AfD nicht zum Brückenfest eingeladen wird, hatte ich bereits 2015 erfahren müssen als wir ebenfalls einen Stand auf dem Brückenfest aufbauen wollten. Nun wird sogar die FDP von den sehr fragwürdigen LINKEN-Führungspersonen namens Fank Kreitner, Anja Kreisel und Frank Hühner nicht für das Brückenfest zugelassen. Der linke Kreisvorsitzende Jan Augustyniak hätte es besser wissen müssen, aber dies ist ein weiteres deutliches Zeichen der Radikalisierung. Man merkt, dass die alte Garde um Hammer und Henschke nicht mal mehr als „Graue Eminenz“ in dieser merkwürdigen Partei Einfluss haben. Besondere Satire ist: Große Teile der von den Frankfurter LINKEN eingeladenen tschechischen Kommunisten der KSCM kritisieren die EU-Mitgliedschaft der Tschechischen Republik und das bei einem Brückenfest – da wo Europäische Werte und Gemeinsamkeiten hochgehalten werden sollen. Bei der Verfassungstreue zur Tschechischen Republik gibt es bei der KSCM ebenfalls Probleme. Dieses Verhalten sollte dem Wähler, der immer noch LINKS wählt, zu denken geben. Wilko Möller

Mathias Friedel 17.04.2019 - 17:51:56

Versteh' ich nicht.

Das Brückenfest ist eine Veranstaltung, organisiert von Linker und DGB. Wie auch immer man zu diesen Veranstaltern steht - es ist doch normal, dass sie sich aussuchen, wen sie zum Brückenfest einladen. Sicher fühlt sich auch die AfD hier 'undemokratisch' behandelt.

kay-uwe granz 16.04.2019 - 17:48:23

Auch interessant!

https://www.bz-berlin.de/berlin/umland/genossen-filz-wenn-die-ex-des-vize-den-top-job-bekommt

Norbert Wesenberg 16.04.2019 - 16:58:41

Was die Linken von Demokratie halten

Besser als mit der Ausladung anderer demokratischer Parteien zum Brückenfest können die Frankfurter Altkommunisten und SED Kader wohl kaum zum Ausdruck bringen was sie von Demokratie und Meinungsvielfalt halten. Am "Kampftag der internationalen Arbeiterklasse" herrscht eben wieder die "Diktatur des Proletariats". Ein Grund mehr diese Veranstaltung am 1. Mai zu meiden. Sollte das Rathaus das Ganze mitfinanzieren, dann wäre das ein Skandal.

Manuela Merker 16.04.2019 - 15:06:21

Wer bezahlt das Ganze?

Das nennt man Abmeldung aus der Demokratie!

Manuela Merker 16.04.2019 - 15:05:36

Wer bezahlt das Ganze?

Das nennt man Abmeldung aus der Demokratie!

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