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Das Słubicer Gesundheitszentrum hat Interesse bekundet, einen Hautarzt anzulernen, der sich später in Frankfurt niederlassen könnte.

Dermatologie
Brandmed will Hautarzt ausbilden

Das Gesundheitszentrum Brandmed hat Interesse gezeigt, einen Hautarzt auszubilden, der sich später in Frankfurt niederlassen könnte.
Das Gesundheitszentrum Brandmed hat Interesse gezeigt, einen Hautarzt auszubilden, der sich später in Frankfurt niederlassen könnte. © Foto: René Matschkowiak
Lisa Mahlke / 23.04.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 23.04.2019, 08:40
Slubice (MOZ) In Frankfurt herrscht Unmut über die Hautarztsituation. Eine Praxis mit einem solchen Facharzt gibt es nicht; diejenigen, die in Rente gegangen waren, fanden keinen Nachfolger. Wer ein Hautproblem hat, muss ins Medizinische Versorgungszentrum im Klinikum oder zu einem Hautarzt ins Umland – aber auch dort reichen die Kapazitäten nicht aus. Das deutsch-polnische medizinische Zentrum Brandmed in Słubice könnte nun eine Lösung bringen.

Brandmed-Geschäftsführerin Joanna Józefiak stellte sich beim jüngsten Bildungs- und Gesundheitsausschuss vor. Sie sagte, dass das Interesse deutscher Patienten vor allem an einem Termin bei der Brandmed-Hautärztin groß sei. "Wir haben ständig deutsche Patienten", sagte sie. Amtsarzt Oliver Fahron schätzt einen Termin bei Brandmed als gute "Möglichkeit für Frankfurter Bürger, in der Nähe eine hautärztliche Versorgung zu bekommen", ein.

Doch der entscheidendere Punkt dabei: "Die sind auch in der Lage, Hautärzte auszubilden, die sich dann irgendwann in Deutschland niederlassen könnten", betonte Fahron. Für diese Idee sei das Geundheitszentrum offen, sagte Joanna Józefiak. "Gerne würde Brandmed für ein oder zwei Jahre mit einem Arzt in Vorbereitung gehen. Dann hat er eine Chance, ganz normal Geld zu verdienen, kann die Sprache lernen und sich vorbereiten auf die Arbeit in Deutschland."

Ein deutsch-polnisches Projekt

Ein ähnliches Vorhaben sei bereits erfolgreich zusammen mit dem ASB – Brandmed und der Arbeiter-Samariter-Bund kooperieren bereits – und einem polnischen Krankenpfleger durchgeführt worden. "Es ist ja nicht so, dass wir hier irgendeine Konkurrenz aufbauen wollten", unterstrich Józefiak. Vielmehr schwebt ihr ein Projekt zum deutsch-polnischen Austausch vor. Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin Brandenburg (KVBB) führe sie bereits seit einigen Jahren, die Situation sei schwierig. "Ich weiß, das Problem mit dem Hautarzt gibt es, wir können das lösen", sagte sie. Doch es müsse eine Institution dahinter stehen. Der Verein für deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gesundheitswesen, dessen Vorsitzende sie ist, könne das etwa leisten. Aber für ein solches Projekt brauche man Geld.

"Ich kann Sie nur ermutigen, zur Zusammenarbeit mit der Politik, zu Projekten mit der KVBB – wir müssen die KVBB letztendlich ins Boot holen", sagte die Abgeordnete Renate Berthold (Bürgerbündnis) zu der Brandmed-Geschäftsführerin.

Es gebe polnische Interessenten, sagte Józefiak, allerdings müsste für diese ein komplexes Angebot geschaffen werden  mit Wohnung, Sprachkursen, praktischen Weiterbildungsmöglichkeiten, Praxistagen in deutschen Praxen, die einen Nachfolger suchen, und so weiter. "Ein grenzüberschreitendes Projekt zu basteln und die Idee, einen polnischen Arzt dafür zu begeistern, die finde ich einfach bestechend, auch wenn es vielleicht noch eine Weile dauert", sagte Renate Berthold.

Doch die Lösung des Problems könnte schon näher liegen, wie Oliver Fahron andeutete. "Der Buschfunk sagt, dass es einen jungen, aufstrebenden Noch-nicht-ganz-Dermatologen gibt, der sich hier gerne niederlassen möchte, und dem noch ein bisschen was fehlt", sagte er im Ausschuss. Eventuell könnte diese Person das letzte halbe Jahr, das in der Ausbildung noch fehlt, bei Brandmed oder einer anderen Klinik in der Gegend machen, "sodass wir dann möglicherweise demnächst einen hätten, der sich hier niederlassen möchte."

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