Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Internationaler Brandenburg-Cup mit zehn Nationen

Ringen
Lernen auf internationalem Niveau

Kräftezehrende sechs Minuten: Steven Ecker vom Stützpunkt Frankfurt (rechts) unterlag dem Rumänen Ionut Tudor 2:3 nach Punkten. Den 3. Platz in seiner Gewichtsklasse verpasste er hauchdünn.
Kräftezehrende sechs Minuten: Steven Ecker vom Stützpunkt Frankfurt (rechts) unterlag dem Rumänen Ionut Tudor 2:3 nach Punkten. Den 3. Platz in seiner Gewichtsklasse verpasste er hauchdünn. © Foto: MICHAEL BENK
Kerstin Bechly / 13.05.2019, 10:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Am Sonnabendnachmittag haben die griechisch-römisch Spezialisten Philipp Riese und Maximilian Simon vom Bundesleistungszentrum Frankfurt in der Brandenburg-Halle fast zeitgleich um Platz 3 gerungen.

In der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm war Philipp Riese vom gastgebenden RSV Hansa 90 zwar gegen Andrey Janzen in Führung gegangen, doch der Dritte der Deutschen Juniorenmeisterschaften aus Baden-Württemberg setzte seine Techniken erfolgreicher an und gewann 4:2 nach Punkten. Riese, der von seinen drei Kämpfen zuvor einen gewonnen hatte, war damit Vierter.

In der Kategorie bis 67 Kilogramm stand es zwischen dem deutschen Juniorenmeister Maximilian Simon (SV Weißwasser) und Luka Malobalic nach der Hälfte der sechsminütigen Kampfzeit noch 4:5. Doch dann rollte der Kroate den Deutschen aus und siegte vorzeitig 12:7 nach Punkten. Simon, der zum Auftakt verloren und in der Hoffnungsrunde einen Schultersieg verbucht hatte, beendete das Turnier unter zehn Startern als Fünfter.

Mit vier weiteren Ringern kämpfte Steven Ecker in der Kategorie bis 55 kg im Modus jeder gegen. Der Juniorenmeister 2018 vom KSV Köllerbach (Saarland), der vor wenigen Wochen an die Oder gewechselt ist, verpasste nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Rang 3 nur aufgrund zweier technischer Punkte.

Für dieses Trio sowie Thien Nguyen Ho (63 kg), Marius Megier (67), Ron Eric Luckow (77), Marten Scheel (82) und Martin Hettler (97), die teils nach einem Kampf ausschieden, hieß es aus Sicht ihres Trainers Maik Bitterling bei diesem Turnier: "Die Jungs müssen lernen, sich ein Herz zu fassen. Sie bekommen gezeigt, wo es einmal hingehen soll." Vor allem die Finnen, Kroaten und Esten seien körperlich stark. "Da müssen wir was tun."

Simon fährt zur Junioren-EM

Aufmerksamer Beobachter und Motivator in den Kampfpausen war Bundestrainer Maik Bullmann. Für ihn zählten beim Brandenburg-Cup weniger die Ergebnisse. "Wie bringen die Sportler ihre Trainingsinhalte in einem internationalen Wettkampf rüber. Woran haben sie gearbeitet, wie ihre Techniken vervollkommnet. Wie ringt die internationale Konkurrenz. Das steht für mich im Fokus", sagte Bullmann. Er sah noch einige Baustellen und sprach von einem langwierigen Prozess. "Wir wollen die Junioren schließlich erfolgreich in den Männerbereich hinüberbringen." Für die Frankfurter hofft er, dass an die Erfolge des Vorjahres angeknüpft werden kann, als André  Ginc (60 kg) und Franz Richter (130 kg) bei der Junioren-EM Gold bzw. Silber geholt hatten. In diesem Jahr ist Maximilian Simon Hoffnungsträger.

Aus Sicht des Gastgebers war Mario Balzer mit dem Turnier zufrieden. "Wir haben 71 Teilnehmer aus zehn Nationen. Die Schweizer, Kroaten und Moldawier sind zum ersten Mal dabei, die Finnen und Esten kommen regelmäßig. Der Brandenburg-Cup ist eines der wenigen internationalen Turniere für Junioren und vom Weltverband ausgeschrieben. Die Länder entscheiden sich sehr bewusst für uns, das zeugt von unserem Niveau", so der Vorsitzende des RSV Hansa 90.

In dieser Woche schließt sich ein einwöchiges internationales Trainingslager mit 60 Teilnehmern an. Mit vielen Cup-Startern, aber auch Ringern, die am Wochenende bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften gekämpft haben.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG