Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Gegen 21 Uhr stieg Rauch über der Baustelle auf. Doch es ging glimpflich aus.

Feuer
Bauherr im Ferdinandshof kommt mit Schrecken davon

Bauleiter Karalic Nihad schaut auf den verkohlten Balken. Größerer Schaden entstand nicht.
Bauleiter Karalic Nihad schaut auf den verkohlten Balken. Größerer Schaden entstand nicht. © Foto: Heinz Köhler
Lisa Mahlke und Thomas Gutke / 15.05.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 15.05.2019, 06:51
Frankfurt (Oder) (MOZ) Um 20.50 Uhr sahen Nachbarn aus den umliegenden Häusern in der Gubener Vorstadt schwarzen Rauch aus den Ferdinandshöfen aufsteigen.

Wenig später heulten auch schon die Sirenen durch die Stadt. Mehrere Dutzend Feuerwehren rückten an und suchten mit einer Drehleiter von der Straße aus und über den Innenhof nach dem Brandherd – ein Balken hatte Feuer gefangen. Nach Informationen der Leitstelle war die Frankfurter Berufsfeuerwehr mit neun, die Freiwillige Feuerwehr Mitte mit neun, die Güldendorfer mit sechs und die Feuerwehr aus Lossow mit acht Männern und Frauen vor Ort. Viel zu tun hatten die meisten von ihnen nicht. Zwar zog der Qualm noch einige Minuten lang über die Dächer der Gubener Vorstadt Richtung Bahnhof. Doch die Lage war schnell unter Kontrolle. Ab 21.50 Uhr verließen die ersten Wehren den Einsatzort.

Bauherr Steven Uckermann war zu dem Zeitpunkt bereits über den Feuerwehreinsatz informiert. "Um 21 Uhr am Montag war die Hölle los, das Telefon stand nicht still", berichtet er am Dienstag. Und zeigt sich erleichtert darüber, dass nicht Schlimmeres passiert war. "Ein Holzdachbalken hat angefangen zu schmoren", erklärt Uckermann und betont: "Richtig gebrannt hat es nicht." Ursache war ihm zufolge offenbar eine Hausschwammbekämpfung, die am Montag vorgenommen worden war. Dabei sei der Balken abgeflammt worden. Scheinbar habe ein Funken Stunden später zum Schwelbrand und zur Rauchentwicklung geführt. "Es gab keinen größeren Schaden", sagt Uckermann. Der Dachbalken sei ohnehin kaputt gewesen und wäre entfernt worden. "Außer,  dass der Feuerwehreinsatz Geld gekostet hat, ist kein finanzieller Schaden entstanden."

In den Ferdinandshöfen finden seit 2017 umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Aus der einstigen Brauerei, Bettfederfabrik und Schnappsabfüllerei werden Studentenappartements, Wohnungen und ein Restaurant. Steven Uckermann – Geschäftsführer der Berliner VariWo GmbH & Co. KG  – investiert rund 10 Millionen Euro. Bund und Stadt fördern das Projekt. Die ersten Mieter sollen 2020 einziehen – vor allem für Studenten wird dann Platz sein. Erst Anfang April war Richtfest gefeiert worden.

Viele Anwohner aus der Gubener Vorstadt verfolgten den Großeinsatz von der Straße aus – und lobten das schnelle Eintreffen der Feuerwehr. "Wenn es wirklich mal ernst wird, kann man sich auf unsere Feuerwehr verlassen", meinte eine Anwohnerin, die den Rauch aus einem der oberen Stockwerke des großen Wohnblocks aus gesehen hatte.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG