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Zwei Mädchen-Mannschaften der Sportschule schneiden beim Bundesfinale stark ab.

Jugend trainiert für Olympia
Aggressiven Gegner im Griff

Taktisch in Angriff und Abwehr gut aufgestellt. Dazu kamen starke individuelle Leistungen. Die WK-III-Sportschülerinnen haben sich dadurch mit dem Sieg im Bundesfinale belohnt.
Taktisch in Angriff und Abwehr gut aufgestellt. Dazu kamen starke individuelle Leistungen. Die WK-III-Sportschülerinnen haben sich dadurch mit dem Sieg im Bundesfinale belohnt. © Foto: Sportschule
Wolfgang Dahlmann / 17.05.2019, 05:00 Uhr - Aktualisiert 17.05.2019, 07:39
Frankfurt (Oder) ( ) Die Sportschul-Mannschaft der WK III (Jg. 2004 und jünger) setzte sich ausschließlich aus Spielerinnen des Frankfurter Handball-Clubs zusammen. Die Mädchen  spielten sich im Bundesfinale  "Jugend trainiert für Olympia" (Deutsche Schulsportmeisterschaft) souverän durch die Vorrunde (siehe Ergebnisse).

In der Zwischenrunde hatten die Frankfurterinnen um Trainer Wolfgang Dahlmann gegen die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft der Sportschule Berlin unerwartet Probleme Nach dem 1:4-Rückstand kämpfte sich das Team mit hoher Moral und engagierter Abwehr zurück und gewann 5:4. Das Spiel gegen den Vorjahressieger vom Sportgymnasium Leipzig (Sachsen), bis dahin ähnlich souverän, entschied, wer mit Platz 1 ins Halbfinale einziehen würde. In diesem Vergleich boten die Frankfurter ihre beste Leistung. Durch offensives, antizipatives Abwehrspiel ließen sie den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Im Angriff überzeugte das Team mit effektivem Gegenstoßspiel sowie gut strukturierten Positionsangriffen und gewann unerwartet hoch mit 16:3. Auch die Christophorusschule Rostock (identisch mit HC Rostock) konnte Frankfurt im Halbfinale nicht gefährden (17:10).

Im Finale gegen die Frankfurter Sportschule traten die Sportschülerinnen aus Leipzig wesentlich aggressiver als in der Zwischenrunde auf und führten nach ausgeglichener Spieleröffnung mit 4:2. Nach dem Halbzeitstand von 6:6 übernahmen die Frankfurter Talente zunehmend die Initiative. Als Maxie Fuhrmann Mitte der zweiten Halbzeit mit einem präzisen Schlagwurf erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen hatte, schien der Spielverlauf zu Gunsten der Frankfurter zu  verlaufen, doch durch zwei individuelle Fehler konnten die Leipziger aufschließen. Dann brachte Emy Hürkamp ihre Mitspielerin Mette Kreuziger in  freie Wurfposition, die für die Entscheidung und den umjubelten 18:16-Finalsieg sorgte.

Hohe Qualität in den Partien

Grundlage für den Erfolg beim Bundesfinale war die große taktische Bandbreite der Mannschaft in Angriff und Abwehr sowie die hohe individuelle Qualität insbesondere von Maxie Fuhrmann, Lieselotte Heinrich, Sophie Pickrodt und Emy Hürkamp.

Ebenfalls auf hohem Niveau wurde in der Wettkampfklasse II (Jg. 2002 und jünger) gespielt. Die von Pavel Kaniowski betreuten Frankfurter, ebenfalls alle FHC, lösten ihre Aufgaben in der Vorrunde souverän. Beachtenswert war der Sieg gegen das Team aus Hannover (9:8). Mehrere seiner Jugendnationalspielerinnen haben schon Erfahrungen im Frauenteam der 3. Liga gesammelt.

In der Zwischenrunde qualifizierten sich die Frankfurter durch überzeugende Spielweise  sicher für das erste Halbfinale. Hier hatten sich die Sportschülerinnen mit dem Sportgymnasium Leipzig auseinanderzusetzen. Dabei boten sie gegen die mit mehreren Drittliga-Spielerinnen antretenden Sachsen eine sensationelle Leistung. Schade, dass die Mannschaft eine Drei-Tore-Führung in den Schlussminuten aus den Händen gab und in die Verlängerung gehen musste. Ohne nennenswerte Wechselalternativen musste sich Frankfurt nach großem Kampf mit 17:13 geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 gelang den Frankfurtern ein ungefährdeter 14:10 Sieg gegen das Sportgymnasium Schwerin.

Das  gute Abschneiden der Frankfurter Handballtalente beim Bundesfinale, untermauert mit dem Erreichen des Viertelfinals der A-Jugend-Bundesliga, dem Erreichen des Viertelfinals der B-Jugend beim Deutschlandcup sowie den sehr guten Ergebnissen bei der Sportschulsichtung ist Indiz für die exzellente Nachwuchsförderung an der Sportschule im Systemverbund mit dem Olympiastützpunkt und seinen Serviceinrichtungen.

Weg der Frankfurter WK III zum Sieg

Spiele der Gruppe D: Sportschule Frankfurt (BB) – Scholl-Gymnasium Ludwigshafen (RP) 10:3, – Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld (NI) 17:6, – L.-Wagner- Gymnasium Schwabmünchen (BY) 18:5Zwischenrunde: Sportschule Frankfurt –  Poelchauschule Berlin 5:4, – Schwabmünchen 18:5 (einschl. Ergebnis der Vorrunde), – Christophorusschule Rostock (MV) 16:3Halbfinale: Frankfurt – Rostock 17:10, F.-A.-Lange-Schule Solingen (NW) – Landesgymnasium für Sport Leipzig (SN) 19:20 n.V.Spiel um Platz 3: Solingen – Rostock 10:16Finale: Leipzig – Frankfurt 16:18

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