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Schwimmen
Das "Abbiegen" aus dem Strom gelingt allen gut

Kerstin Bechly / 12.06.2019, 05:15 Uhr - Aktualisiert 12.06.2019, 07:45
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zwei mit der Oder Vertraute vom MKP Szczecin haben das 10. Oderschwimmen um den Stadtwerkepokal gewonnen: Bei den Männern siegte Pawel Radzinski (Jahrgang 1990) nach 3,5 Kilometer in 32:14 Minuten. 34 Sekunden hinter ihm erreichte mit Gosia Serbin (1966) schon die schnellste Frau das Ziel.

Beide Polen waren dem Pulk aus 39 Teilnehmern vom Start am Ziegenwerder sofort davon geschwommen. Dass sie beide so dicht beieinander bleiben würden, hätte sie nicht gedacht, sagt Gosia Serbin, die das Oderschwimmen bereits 2014 gewonnen hatte. "Es ist unser erster Start in die Saison. Pawel ist schneller und stärker und hat mich gezogen. Ich wollte ein schnelles Tempo von Anfang bis Ende durchhalten", berichtet die Mittfünfzigerin, die sich wie Radzinski – Sieger des 9. Oderschwimmens 2017 – auf die Freischwimmer-Weltmeisterschaften der Masters im August in Südkorea vorbereitet. Dazu trainieren sie in Szczecin auch in der Oder.

Die Nächstplatzierten wurden mit viel Beifall von Vereinskollegen empfangen: Jan Schulz (1974/35:08) und Goetz Lipinsky (1969/36:59) vom MSV Tripoint Frankfurt sowie von den Bernauer Lauffreunden Sybille Liepner (1972/36:35) und Tripointlerin Claudia Lipinsky (1969/36:59). Achillesferse war für alle, nach dem Schwimmen im Fluss angesichts der Strömungsgeschwindigkeit von etwa drei Metern je Sekunde rechtzeitig die richtige Passage ins Hafenbecken der Sport-Marina zu finden.

Strömung überrascht doch

"Da war ein kleiner Strudel, man brauchte Kraft, um da rauszukommen. Aber der Bereich war dank der Wasserwacht super zu erkennen", lobte Jan Schulz. Sven Kobelt, der zum 20-köpfigen Team der Wasserwachtler gehörte, bestätigte, dass alle Schwimmer gut zurechtgekommen seien. "Alle haben einen munteren Eindruck gemacht und uns zugewunken, wenn wir sie gefragt haben, ob alles in Ordnung ist." Beim Probeschwimmen hatte es noch zweier Versuche gebraucht, den richtigen "Abbiegepunkt" zu finden.

Die Frankfurterin Kristin Schwallach jedenfalls war sichtlich froh, gut das Ziel erreicht zu haben. Sie war lange Zeit neben Steffen Hartz geschwommen. "Plötzlich war er durch die Strömung hundert Meter weg. Ich schwimme sonst nur in Seen", sagt die 33-jährige Hobby-Triathletin. Für die neue Strecke gab es vor allem von den Mehrfachteilnehmern am Oderschwimmen positive Rückmeldungen. Sie sei anspruchsvoller, weil man nicht nur mit dem Strom treibe wie früher – auch wenn sich der letzte Kilometer im Hafenbecken bis zum Ziel an der Sportboot-Marina ganz schön hinziehe.

Ebenso schätzt Stefan Köber, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Frankfurt, ein: "Mit der neuen Strecke haben wir richtig entschieden. Auch die Möglichkeit eines kleinen come-together im Zielbereich ist gut angekommen. Ein paar Kleinigkeiten müssen wir ändern. Für 100 Teilnehmer am Start wird es ganz schön eng."

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