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Die Kliestowerin Gudrun Heinrich hat am Straßenrand vorm Haus eine Blühwiese angelegt.

Umstritten
Bienenweide vorm Haus per Pflegevertrag

Insektenparadies: Gudrun Heinrich hat einen Pflegevertrag mit der Stadt für ihre Blühwiese geschlossen.
Insektenparadies: Gudrun Heinrich hat einen Pflegevertrag mit der Stadt für ihre Blühwiese geschlossen. © Foto: Ines Weber-Rath
Ines Weber-Rath / 14.06.2019, 08:30 Uhr
Kliestow (MOZ) Auf den Blüten der Kokarden, des blauen Natterkopfes und des Klatschmohns vor Gudrun Heinrichs Haus in Kliestow tummeln sich die Bienen, Wespen und andere Insekten zuhauf. Sie finden in diesem erweiterten Vorgarten an der Straße reichlich Labsal. "Das sieht toll aus", lobt ein Mann im Vorbeigehen.

Das sei nicht immer so gewesen. Noch heute sei mancher Nachbar der Meinung, sie sei nur zu faul, zu mähen und der Bereich am Straßenrand sei "lodderig", so die einstige Kliestower Ortsvorsteherin. Erst, seit angesichts des Insektensterbens Blühwiesen im Kommen sind, scheint sich die Haltung der Mitbürger zu ändern.

Nachdem sich vor einigen Jahren die ersten Blumensamen aus ihrem Garten an den Straßenrand ausgesät hatten, habe sie zunächst um die Blüten herum gemäht. Später habe sie zielgerichtet bestimmte Samen, zum Beispiel vom Natterkopf, ausgebracht, berichtet Gudrun Heinrich.

Als die Stadtarbeiter im vorigen Jahr mit dem Mähbalken auf der Straße nahten, habe sie die Männer gestoppt, erinnert sich die Naturfreundin. Um die Sache auf eine rechtmäßige Grundlage zu bringen, habe sie sich ans Grünflächenamt der Stadt gewandt und einen Pflegevertrag für eine Blumenwiese geschlossen, so die Kliestowerin. Vertragsbedingung sei, dass "nichts in den Straßenraum hinein ragt", sagt Heinrich. Sie wünscht sich, "dass auch andere nicht jedes Gänseblümchen weg mähen". Inzwischen blüht es auch anderswo im Dorf am Straßenrand. Seit Jahren vermehrt Gudrun Heinrich Samen, vor allem von Margeriten und Klatschmohn. Interessierte können sie bei ihr bekommen.

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