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Phantasie gefragt: Einwohner bestimmen das Gesicht ihrer Stadt. Die imaginäre Frankfurt-Person soll als großes Bild an einer Hauswand entstehen.

Kunstprojekt
Ein Gesicht für Frankfurt

Paul Krompholz interviewt gemeinsam mit einem Kamerateam einen Passanten. Die Fragen des Projektleiters sorgten anfangs für einige verdutzte Gesichter. Für das Kunstprojekt brauchte es viel Vorstellungskraft und ein gutes Gespür für die Stadt Frankfurt.
Paul Krompholz interviewt gemeinsam mit einem Kamerateam einen Passanten. Die Fragen des Projektleiters sorgten anfangs für einige verdutzte Gesichter. Für das Kunstprojekt brauchte es viel Vorstellungskraft und ein gutes Gespür für die Stadt Frankfurt. © Foto: Viktoria Waldvogel
Viktoria Waldvogel / 20.06.2019, 10:30 Uhr - Aktualisiert 20.06.2019, 11:50
Frankfurt (Oder) (Praktikantin) Frankfurt soll im Rahmen eins Kunstprojektes ein neues Gesicht bekommen. Paul Krompholz, der Projektleiter, ist dafür,  begleitet von einem Kamerateam, durch Frankfurt gezogen und hat Passanten eine ausgefallene Frage gestellt: Wenn Frankfurt eine Person wäre, wie würde diese aussehen? Das hat so manche erst stutzig gemacht: Eine Stadt sei doch sehr vielfältig und könne sich nicht auf eine Person beschränken!

"Ein befreundeter Künstler, hat vor ein paar Jahren in einer niederländischen Stadt, eine Stunde südlich von Amsterdam, ein ähnliches Experiment gewagt", erklärt Krompholz. Dort wurde den Einwohnern dieselbe Frage gestellt und interessanterweise beschrieben alle Befragten ihre Stadt als eine weibliche Person. Später malte der Künstler anhand der Antworten ein Porträt. Dies soll nun auch ähnlich in Frankfurt geschehen. Das Ziel des Projektleiters ist es, der Stadt eine Identität zu geben.

Die Interviewten mussten sich überlegen, welche Merkmale die ominöse Frankfurt-Person hätte: Welches Geschlecht, welche Haarfarbe, Charakterzüge, Hobbies? Welchen Gesichtsausdruck hätte sie?  Welcher Farbe würde man dieser Person zu schreiben? Wären Sie mit der Person befreundet? Mit gezielten Fragen von Krompholz entstand meist – trotz mancher Startschwierigkeiten – ein interessantes Endergebnis beziehungsweise eine "Frankfurt"-Person.

Aus dem Filmmaterial soll am Ende ein Imagefilm über Frankfurt entstehen. Anschließend wird der lokale Künstler p. Banause die Antworten der Befragungen auswerten und im Endergebnis ein großes, gemaltes Porträt aus den gesammelten Ideen entstehen lassen. Das Gemälde soll an einer Hauswand aufgebracht werden und an der Ecke Stralsunder und Kieler Str. bald zu bewundern sein. Diese wurde von der WohnBau Frankfurt bereitgestellt und genehmigt. Finanziert wird das gesamte Vorhaben von dem Bundesprogramm "Demokratie leben!".

Mehr Raum für Künstler

Das Kamerateam bestand aus zwei waschechten Urfrankfurtern: Dem selbständigen Kameramann und Fotografen Philipp Herrmann und dem Mediendesigner Hannes Stolpe. "Ich war von Anfang an überzeugt von der Idee und bin sehr gespannt auf das Ergebnis", erzählt Stolpe, welcher zum Studieren nach Potsdam zog. Er ist der Meinung, dass Frankfurt an Kultur gewinnen und bunter werden sollte. Es gäbe viele starke Künstler mit viel Potential in der Stadt, die Anreize bräuchten, um hier zu bleiben. Gerne helfe er bei solchen Projekten mit, um sich für  seine Heimatstadt zu engagieren. Der Mediendesigner ist der Meinung: "Frankfurt kann und soll eine Stadt für Künstler sein."

Ideen und Personenbeschreibungen gerne an p.banause@gmail.com oder über Instagramnachricht an p.banause.

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