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Fußball
Keiner mehr in Regionalliga

Nach dem Gewinn der Hallenmeisterschaft auch Landesmeister in der Freiluftsaison: Die D-Junioren des 1. FC Frankfurt mit ihrem Betreuer Ronny Scholz (links) und Trainer Steven Noack hatten allen Grund zum Jubeln. Trainer Joe Jurchen fehlt.
Nach dem Gewinn der Hallenmeisterschaft auch Landesmeister in der Freiluftsaison: Die D-Junioren des 1. FC Frankfurt mit ihrem Betreuer Ronny Scholz (links) und Trainer Steven Noack hatten allen Grund zum Jubeln. Trainer Joe Jurchen fehlt. © Foto: michael benk
Hans Eberhard / 10.07.2019, 05:30 Uhr - Aktualisiert 10.07.2019, 06:59
Frankfurt (Oder) (MOZ) Insgesamt gesehen war es keine gute Saison für unseren Fußball-Nachwuchs", bilanziert Mathias König. "Mit dem Abstieg der C-Jugend haben wir kein Team mehr in der Regionalliga", bedauert der Jugendleiter des 1. FC Frankfurt.

Die A- und B-Jugend landete hinter dem RSV Eintracht bzw. Energie Cottbus jeweils auf dem 2. Platz der Brandenburgliga, die C 1 stieg aus der Regionalliga ab, die C 2 konnte die Brandenburgliga halten. Lichtblick war die D-Jugend als Landesmeister im Freien und in der Halle, "obwohl sie zuvor den Landespokal unnötig vergeigt hatte", so König. "Die E-Jugend wurde Staffelsieger vor Union Fürstenwalde und Energie Cottbus, die F-Jugend hat die Aufgabe erfüllt."

Stammkader bei den Männern

Der gerade 59 Jahre alt gewordene Jugendleiter muss die Platzierung der A-Junioren als Schützlinge von Thomas Simon und Jörg Wiedemann mit einem weinenden und einem lachenden Auge kommentieren. "Wenn wir die Talente um Sandro Henning immer in unserem Aufgebot gehabt hätten, würde die ganze Sache ganz anders aussehen", ist er überzeugt. "Aber Henning, Ruven Bertel, Tom Rasser und andere wurden ja schon in der Männer-Brandenburgliga gebraucht, gehörten zum Stamm." Positiv sieht König die Entwicklung weiterer Talente. Auch wenn es ihn und die eigenen Übungsleiter etwas schmerzt: Fünf Kicker verlassen den 1. FCF, vier allein aus der C-Jugend. "Zwei gehen nach Magdeburg, drei nach Cottbus als Anschlusskader für die Nachwuchs-Bundesliga."

Die D-Jugend lieferte eine tolle Landesliga-Saison auf dem Kleinfeld im 1-7-System ab, gewann die Süd-Staffel vor Union Fürstenwalde und Energie Cottbus. Eine tadellose Rückrunde ohne Verlustpunkt bildete die Basis. Bei der Meisterschaftsendrunde in Stahnsdorf mit den beiden Ersten der vier Staffeln setzten sich die Frankfurter in fünf Spielen ohne Gegentor durch. "Das war stark", freut sich Joe Jurchen, der mit Steven Noack die Altersklasse 12/13 dreimal die Woche plus Wettkampf betreut – neben dem Training an der Sportschule. "Die Jungen haben sich fußballerisch weiterentwickelt, sind Freunde geworden und als Team gewachsen. Das macht den Mannschaftssport aus."

Starke Abwehrleistung

Grundstein des Erfolgs war eine starke Abwehr mit Torhüter Ben Sawatzki, Tim Scholz, Luca Marschall und Maximilian Leuther. Als Torschützen in den Punktspielen taten sich Julian Krüger (24), Marc Berndt (20), Soleyman Mohammadi (11), Paul Bruhns (10), Maximilian Müller (9) und Leonard Leuther (8) hervor. Während Lasse Behlendorf nach Magdeburg wechselt, klettern alle anderen – Martin Titze, Marlon Preuß und Jakub Mizerski – außer Elias Bleck und Mohammadi zur neuen Saison eine Altersklasse höher, in die C2, betreut von Frank Grundmann und Stefan Räthel. Die C1 in der Brandenburgliga wird weiter von Leon Herzberg trainiert. Neu dazu stößt Steven Noack.

In der Winterpause hatten sich die Oderstädter in Vergleichen u. a. mit Cottbus und Babelsberg die Hallen-Meisterschaft gesichert. "Zuletzt hatte unsere D-Jugend vor zehn Jahren den Titel in der Halle geholt, die letzte Meisterschaft im Freien gelang vor sechs Jahren", zeigt sich der 39-jährige Jurchen stolz. Die Grundlagen in der Fitness hatten sich seine Jungs im Trainingslager im polnischen Lubin geholt. Ein Highlight war das international stark besetzte Hallenturnier in Danzig, u. a. mit Inter Mailand, Feyenoord Rotterdam und Paris Saint Germain. Die Frankfurter vertraten neben Bayer Leverkusen die deutschen Farben. "Auf Kunstrasen konnte man viel lernen, auch von einigen Söhnen und Brüdern von heutigen Stars wie Kylian Mbappe", schwärmt Jurchen.

Der Erzieher am Sportinternat wird nun neben Sascha Geister die "neue" D II-Jugend betreuen – in seinem achten Jahr als Nachwuchs-Coach. Und er wird selbst weiter als Kapitän des Kreisoberligisten 1. FCF II und bei den Altherren auf Torehatz gehen – trotz  des Kreuzbandrisses vor zwei Jahren. "Weil‘s immer noch Spaß macht", wie er sagt.

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