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Fußball
Hertha-Spiel offenbart Defizite

Unwiderstehlicher Antritt: Seelows dreifacher Torschütze Mariusz Wolbaum hängt auf dem Weg zur 1:0-Führung die Herthaner Mehmet Kasim und David Ulbrich (rechts) ab. Die Kreisstädter gewannen 3:2 durch drei Treffer des überragenden Mittelfeldakteurs.
Unwiderstehlicher Antritt: Seelows dreifacher Torschütze Mariusz Wolbaum hängt auf dem Weg zur 1:0-Führung die Herthaner Mehmet Kasim und David Ulbrich (rechts) ab. Die Kreisstädter gewannen 3:2 durch drei Treffer des überragenden Mittelfeldakteurs. © Foto: Udo Plate/MOZ
Udo Plate / 23.07.2019, 02:15 Uhr
Seelow (MOZ) Zu einem mühevollen 3:2 (1:1)-Heimerfolg quälten sich am frühen Sonntagnachmittag die Oberliga-Fußballer von Victoria Seelow auf dem  Kunstrasenplatz gegen die kleine Hertha BSC, nämlich die Bezirksliga-Elf des Hauptstadt-Bundesligisten.

"Das war der absolute Höhepunkt unseres Trainingslagers, welches wir in Strausberg absolvierten. Wir hatten bereits bei den intensiven Trainingseinheiten eine Menge Spaß, aber der engagierte Auftritt meiner Jungs gegen den aktuellen Brandenburgmeister hat dem ganzen das Sahnehäubchen aufgesetzt und mir richtig Freude bereitet", sprudelte es aus Armin Prill, dem Übungsleiter der Herthaner heraus. Dabei sah es zunächst gar so rosig für die Berliner Gäste gegen ein schwungvoll kombinierendes Seelower Ensemble aus. Folgerichtig erzielte der überragende Mariusz Wolbaum in der zehnten Minute mit einem energischen Solo die wunschgemäß frühe 1:0-Führung für die Platzherren. Das war es dann aber mit der Seelower Herrlichkeit, die im gleichen Maße wie sich die Gäste steigerten nachließen. Konnte Abwehrchef Jevgenijs Kosmacovs in höchster Not gegen Mehmet Kasim den drohenden Ausgleich noch verhindert (26.) und hielt Victoria-Schlussmann Jan Wegener bei einem Distanzschuss von David Ulbrich seinen Kasten mit einer Glanztat sauber (27.), war es nur wenige Augenblicke später Herthas Carl-Felix Windke, der ein Zuspiel von Mehmet Kasim per Kopf zum 1:1  (29.) einlochte. Zwar hatte Victoria kurz vorm Pausenpfiff des wenig geforderten und dementsprechend souveränen agierenden Unparteiischen Marcel Riemer durch Piotr Rymar noch die große Chance zur abermaligen Führung, scheiterte jedoch aus der Nahdistanz an Torsteher Awad Alzamel. (41.).

"Nach starkem Beginn mit der logischen Führung haben wir zusehends nachgelassen und fortan einen blutleeren Sommerkick geboten. Da war der Ausgleichstreffer der Herthaner allemal verdient", hatte Seelows Teammanager Jens Gundlach ausgemacht.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Beginn, der nächste Treffer gelang indes der Heimelf. Wolbaum erzielte mit seinem zweiten Tor das 2:1 (72.). Die Führung gegen eine zu diesem Zeitpunkt nicht locker lassende Gästetruppe hatte nicht lange Bestand. Der emsige Mehmet Kasim überwand Pavels Doroshev, der im zweiten Durchgang zwischen den Seelowern Pfosten stand, zum 2:2 (75.).  Erst nun zog die Victoria das Tempo nochmals an und drängte die Herthaner in Defensive. Allein: Trotz einer Vielzahl hochkarätiger Einschussmöglichkeiten mussten die Seelower erst auf den nächsten Wolbaum-Auftritt warten, der mit seinem dritten Tor den knappen und Heimsieg perfekt machte.

Fehlende Durchschlagskraft

Mit Blick auf das Personal, es fehlten auf Seelower Seite etliche Akteure, die gemeinsam den Junggesellenabschied des Kapitäns Nabiel Nasser zelebrierten, ist fraglos der Abgang von Top-Torjäger Robert Budzalek (Ziel unbekannt) sowie Spielgestalter Marcel Georgi zum 1. FC Frankfurt nur schwer zu kompensieren. Ohne Mariusz Wolbaum wäre der Offensive zumindest gegen Hertha BSC III sämtliche Durchschlagskraft abhanden gekommen. Victorias Wohl und Wehe  hängt also mehr denn je von einer zuverlässigen Defensive ab.

Victoria Seelow: Jan Wegener, Pavels Loroshev – Jevgenijs Kosmacovs, Simeon Apostolow, Marvin Marquard, Dawid-Konrad Jankowski, Toni Labes, Mariusz Wolbaum, Piotr Rymar, Pawel Noga, Denny Vogt, Till Schubert, Dustin Berger

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