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Landtagswahl
Prognose sieht Sahra Damus und Wilko Möller im Landtag

Stimmzettel zur Landtagswahl: In Frankfurt wird ein spannender Wahlabend erwartet
Stimmzettel zur Landtagswahl: In Frankfurt wird ein spannender Wahlabend erwartet © Foto: Patrick Pleul
Heinz Kannenberg / 23.08.2019, 17:57 Uhr - Aktualisiert 24.08.2019, 11:24
Frankfurt (Oder) (MOZ) Eine Woche vor den Landtagswahlen gibt es im Wahlkreis 35 in Frankfurt laut Prognose der Berliner Datenanalytiker von wahlkreisprognose.de vom Freitag einen neuen Trend.

Demnach gibt es unverändert ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Wolfgang Neumann (Linke) und Wilko Möller (AfD). Im Vergleich zur Vorwoche liegt jedoch nun Möller mit 24,0 Prozent vor Neumann 23,0. Alle anderen Kandidaten wären mehr oder weniger abgeschlagen: Michael Möckel (CDU/16,5) Dietrich Hanschel (SPD/14,5), Sahra Damus (Grüne/9,5), Jens Dörschmann (FDP) und Rudolf Haas (Freie Wähler), jeweils 3,5 Prozent. Die Berliner Datenanalytiker konzentrieren sich bei ihren Erhebungen insbesondere auf Direktmandat-Prognosen.

Datenanalytiker Valentin Blumert räumt ein, dass Brandenburg bei diesen Landtagswahlen ein "super schwieriges Pflaster" ist und noch viel Bewegung im Wählermarkt sei. Blumert erwartet auch in der kommenden Woche noch Verschiebungen. AfD und SPD lieferten sich landesweit ein Kopf-an-Kopf-Rennen; dabei habe die SPD deutlich aufgeholt. CDU und Linke kämpften um Anschluss und die Grünen hätten im Vergleich zur Vorwoche deutlich verloren – was auch andere Institute wie Infratest dimap ermittelten. Bei zwei Prozent mehr oder weniger für eine Partei könnten jedoch schon wieder ganz andere Konstellationen entstehen.

Laut Prognose von wahlkreisprognose.de würde die SPD 22 mögliche Direktmandate, die AfD 15, die CDU drei, die Linke zwei, Freie Wähler und Grüne je ein und die FDP kein Direktmandat erreichen. Zusätzlich über die Liste würden die Linken 10, die CDU 12, die Grünen 10, die FDP 4 und die Freien Wähler 2 Mandate erzielen, die SPD dagegen keines.

Demnach hätten auf Grund einer hinteren Listenplatzierung Wolfgang Neumann (Die Linke), Dietrich Hanschel (SPD), Michael Möckel (CDU), Rudolf Haas (Freie Wähler) und Jens Dörschmann (FDP) keine Chance auf den Einzug in den Landtag. Ganz sicher – auf Listenplatz drei – ist laut dieser und auch anderer Prognosen jedoch Sahra Damus im Landtag.

Wie stimmen Grünen-Wähler ab?

Die Berliner Datenanalytiker rechnen in Frankfurt mit einem knappen Ergebnis bei den Direktkandidaten. Für Blumert ("0,4 Prozent könnten entscheiden") werde es in Frankfurt auch davon abhängen,was vor allem Grünen-Wähler mit ihrer Erststimme machen. Die Direktkandidatin Sarah Damus wirbt auf Postkarten dann auch bereits fürdie Zweitstimme Bündnis90/Die Grünen: "Sahra Damus – Zweitstimme Grün für eine starke Frau aus Frankfurt im Landtag."

Der Direktkandidat Der PARTEI Philipp Hennig empfiehlt potentiellen AfD-Wählern: "Wenn die Frankfurterinnen und Frankfurter Protest wählen wollen, können sie dies gerne intelligent machen und mich wählen. Ansonsten hoffe ich, dass alle Wählerinnen und Wähler genügend Weitsicht haben und weise wählen, oder wenigstens jemanden, der weise ist."

Wie die Prognose berechnet wird

Die Datenanalytikervon wahlkreisprogno- se.de kombinieren für ihre Prognosen viele Faktoren, die das potenzielle Wahlverhalten in einem Wahlkreis beeinflussen. Dazu gehören gesellschaftliche und demoskopische Trends, Sozialstruktur, Milieubindung, Mobilisierungsgrad und historische Wahlergebnisse. Für die Prognose werden auch Einzeldaten von Meinungsforschungsinstituten zur Wahlpräferenz nach Alter, Geschlecht oder Beschäftigungsstatus erworben. Die Berliner Datenanalytiker konzentrieren sich insbesondere auf Erststimmenprognosen. Andere Prognosen kommen zu zum Teil anderen Ergebnissen. Beispielsweise sieht die Prognose von Infratest dimap vom Freitag SPD und AfD landesweit bei jeweils 22 Prozent, CDU bei 18, Linke bei 15, Grüne bei 12, FDP bei 5 und  Freie Wähler bei 4 Prozent.⇥red

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