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Handball
Mutterfreuden statt Punktspiele

Sie bringen viele Jahre Erfahrung mit: Beatrice Zacharias (vorn Mitte) und Nicole Radzko (rechts) schnüren in dieser Saison für den HSC 2000 Frankfurt die Handballschuhe.
Sie bringen viele Jahre Erfahrung mit: Beatrice Zacharias (vorn Mitte) und Nicole Radzko (rechts) schnüren in dieser Saison für den HSC 2000 Frankfurt die Handballschuhe. © Foto: michael benk
Kerstin Bechly / 24.08.2019, 05:15 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Wenn sich neue Erdenbürger ankündigen, ist die Freude groß. So auch beim Frauenteam des Handball-Brandenburgligisten HSC 2000. Nur: Mit Feldspielerin Nadine Lauersdorf und Torhüterin Anne Friedrich (bisher: Sass) sind aus diesem freudigen Grund gleich zwei Spielerinnen zu ersetzen. Hinzukommen drei Abmeldungen aus Ausbildungs- und beruflichen Gründen. Nach Kreuzband-OP fällt nun noch Carol-Ann van Blankenfeld für lange Zeit aus.

Wenn die HSC-Frauen in einer Woche mit dem Landespokalauftakt (siehe Kasten) in die Saison 2019/20 starten, dann dennoch ein wenig hoffnungsvoll. Denn mit Beatrice Zacharias, Jasmin Henschel und Nicole Radzko sind drei auch höherklassig versierte Handballerinnen zur 16-köpfigen Mannschaft dazugestoßen.

Erfahrung aus der 3. Liga

Beatrice Zacharias wird nun wieder mit ihrer Schwester Annekathrin auf Torejagd gehen. Die Eisenhüttenstädterin und jahrelange Akteurin des Frankfurter HC spielte in der letzten Saison für den MTV Altlandsberg und hatte nach dessen Rückzug aus der 3. Liga dort kein neues Angebot erhalten. Die 20-Jährige, die in der Ausbildung zur Krankenschwester steckt, war zwar von anderen Vereinen angeworben worden, entschied sich aber für den HSC, wo sie im Rückraum agieren wird. "Mir tut es ein wenig leid, dass Beatrice nicht mehr in der dritten Liga spielen kann, aber für uns ist das gut", gesteht Trainer Michael Schuster.

Nicole Radzko hat  wie die Zacharias-Schwestern das Handball-Abc in Eisenhüttenstadt bei der BSG Stahl erlernt, ehe sie 2015 zur HSG Schlaubetal (Verbandsliga) und dann zum Brandenburg-ligisten LHC Cottbus gewechselt war. Die 30-Jährige, mit 104 Toren zuletzt Neunte der Torschützenliste, soll sich beim HSC als Kreisspielerin beweisen.

Jasmin Henschel ist die dritte Neue im Bunde. Die 20-jährige Dualstudentin der Fitnessökonomie und Freundin von Beatrice spielte 2011 bis 2018 für den FHC, probierte sich dann im Basketball aus. "Mit ihr bekommen wir mehr Optionen im Rückraum", sagt Schuster. Auch auf den Außen werde sie gebraucht.

Zweite Torhüterin fehlt noch

Nicht gelungen ist es, Anita Tomarzyk eine zweite Torhüterin zur Seite zu stellen. Die Polin hat beim HSC eine starke Entwicklung genommen, müsste zu allen 20 Punktpielen parat stehen. "Es ist eine spezielle Position, für die es nicht so viele Frauen gibt. So weit ich es sehe, fällt es allen Vereinen nicht leicht, ausreichend Torhüterinnen zu finden", schätzt der HSC-Frauentrainer ein.

Die Vorbereitung auf die neue Saison hat sich aus Schusters Sicht etwas schwierig gestaltet. Über den Sommer wurde zwar trainiert und die HSC-Frauen gewannen im Juni in Wildau ein Turnier mit fünf Teams und spielten gegen den HSV Müncheberg-Buckow. Nur mit Vorbereitungsspielen gegen Mannschaften von der HSG Schlaubetal und Rot-Weiß Friedland wollte es nicht klappen, ebensowenig mit einem weiteren Turnier.

Nun liegt die Konzentration auf die eigenen Stärken und das Wachsen innerhalb des Liga-Betriebes. "Wir wollen unser Tempospiel aggressiver machen und die Deckungsarbeit offener gestalten. Alles andere muss sich einstellen. Es wird immer eine Frage der Besetzung sein, ob wir so spielen können, wie wir wollen", beschreibt der Trainer seinen Ansatz. Zumal er weiß, dass die Frankfurter die "kleinste" Mannschaft in der Liga stellen. "Jasmin mit ihren 1,74 Meter ist noch die größte Spielerin."

In puncto Saisonziel nennt Schuster keinen konkreten Platz. Für ihn und seine Frauen zählt zuerst, "nicht mit Negativerlebnissen zu beginnen. Die Liga ist sehr ausgeglichen, da reichen schon zwei Spiele mit Minuspunkten, um einen Platz zu verlieren. Schön wäre es, wenn wir den sechsten Platz aus der vorigen Saison bestätigen könnten."

Die ersten Spiele für die HSC-Frauen

Pokalrunde (in Finowfurt): Nord/Gruppe 1, 31. August, 13 Uhr Oranienburger HC – Finowfurter SV, 14 Uhr HSC 2000 – HSV Wildau

Liga-Spiele: 7. September, 18 Uhr: HSC – SV Brandenburg, 15. September, 14 Uhr: BSV Belzig – HSC, 19. Oktober, 18 Uhr: HSC – HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf, 26. Oktober, 18.30 Uhr: VfB Doberlug-Kirchhain – HSC

In der Liga spielen elf Mannschaften, der Lausitzer HC Cottbus hat seine Mannschaft erst Anfang August zurückgezogen.⇥keb

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